Modern & Contemporary Art Exhibitions in Weil Am Rhein
Discover contemporary and modern art exhibitions in Weil Am Rhein. Our exhibition guide helps you explore museums, galleries, and artist-run spaces showcasing modern and contemporary art. Whether you're an art enthusiast or a curious visitor, stay informed about what's happening in the art scene in Weil Am Rhein.
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On now in Weil Am Rhein
- Kunst und Design aufheben. Bawa gilt allgemein als Pionier der Tropischen Moderne in der Architektur, doch die Ausstellung zeichnet ein differenzierteres Bild seines Schaffens. Sie rückt Themen wie künstlerische Kooperation, Ökologie sowie den komplexen politischen Kontext von Bawas Oeuvre in den Mittelpunkt und zeigt den Architekten als Wegbereiter einer nachhaltigen und sozial verantwortungsvollen Baupraxis, der heute von ArchitektInnen weltweit wiederentdeckt wird. Die Ausstellung vereint eine umfangreiche Auswahl an Objekten, Modellen und Dokumenten aus dem Bestand des Geoffrey Bawa Trust, der heute den Nachlass des Architekten bewahrt, ergänzt durch Archivfotografien von Sebastian Posingis und Dominic Sansoni. Neue Fotografien und Filme erweitern diese Perspektive und machen seine Bauten und ihr heutiges Leben atmosphärisch erfahrbar.
Geoffrey Bawa. Architektur für die Sinne
Until 28 Feb 2027

Vitra Design Museum
Museum / institution
- Eine Ausstellung des Vitra Design Museum in enger Zusammenarbeit mit der Verner Panton Design AG, die sämtliche Rechte am Werk Pantons hält. Er ließ Stühle schweben und verwandelte Räume in farbige Landschaften: Kaum ein Gestalter hat das Design der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts so geprägt wie Verner Panton (1926–1998). Zum 100. Geburtstag des dänischen Designers und Architekten widmet das Vitra Design Museum ihm eine umfassende Ausstellung im Vitra Schaudepot. "Verner Panton. Form, Farbe, Raum" beleuchtet Pantons Werk aus verschiedenen Epochen: von ikonischen Entwürfen wie dem Panton Chair, dem Cone Chair oder der Flowerpot-Leuchte über visionäre Wohnlandschaften bis hin zu selten gezeigten Möbeln und Architekturprojekten. Eine begehbare Rekonstruktion (Edition 1/8) der legendären Fantasy Landscape von 1970 macht Pantons Raumverständnis unmittelbar erfahrbar und lädt dazu ein, in seine skulpturalen, farbintensiven Welten einzutauchen. Als Absolvent des Studiengangs Architektur an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen war Verner Panton eigentlich in der Tradition des dänischen Möbeldesigns verwurzelt und sammelte erste Berufserfahrung im Büro des bekannten Architekten Arne Jacobsen. Doch schon früh orientierte er sich in eine andere Richtung: ab Ende der 1950er Jahre entwickelte Panton radikal neue Raumkonzepte, in denen Farbe, Textilien und Licht eine tragende Rolle spielten. Mit Schaukeln und Wohntürmen erfand er neue, spielerische Formen der Raumnutzung, mit Licht und geschickt eingesetzten Farbskalen modulierte er Stimmung und Charakter seiner Interieurs. Diese Wohnwelten spiegelten das neue, unbeschwerte Lebensgefühl der Nachkriegsjahre, doch gleichzeitig verfügte Panton über die Präzision eines Industriedesigners. Bestes Beispiel dafür ist der Panton Chair, dessen Grundidee der Designer schon Mitte der 1950er Jahre entwickelte und später mit der Firma Vitra zur Serienreife brachte. Als erster hinterbeinloser Stuhl aus einem Stück Kunststoff war der Panton Chair 1967 eine technische Meisterleistung und sorgte sofort für Aufsehen in den internationalen Medien. Für die Ausstellung Visiona II schuf Panton eine seiner bekanntesten Installationen, die organisch geformte Fantasy Landscape (1970). Sie entstand im Auftrag der Firma Bayer und sollte die Möglichkeiten neuer Synthetikstoffe demonstrieren. Panton wusste die neuen Materialien so zu nutzen, dass mit der Visiona II ein Gesamtkunstwerk entstand, welches die Möglichkeiten des Wohnens radikal neu dachte und heute als Meilenstein des modernen Designs gilt. Die chronologisch gegliederte Ausstellung zeigt, wie systematisch Verner Panton seine gestalterischen Vorstellungen verfolgte. Schon die ersten Interieurs in den 1950er Jahren waren selbstbewusste, farbenfrohe Statements, mit denen er sich von den skandinavischen Designtraditionen emanzipierte. Pantons Zusammenarbeit mit der Firma Plus-linje führte zu den ersten international bekannten Sitzmöbeln wie dem tütenförmigen Cone Chair. In den 1960er und 1970er Jahren bildeten sich mehrere Schaffensbereiche heraus, darunter Wohnlandschaften und private Interieurs, modulare Möbelsysteme, Textilien, Leuchten und experimentelle Architekturen. Mit Projekten wie dem Panton Chair wurde der Designer international bekannt, es folgten Großaufträge wie die Visiona-Ausstellungen (1968 und 1970), die Einrichtung des Spiegel-Verlagshauses in Hamburg (1969) oder das Restaurant Varna (1971) in Aarhus. Hier konnte Panton die ganze Bandbreite seines Schaffens zeigen und zu einzigartigen Raumkunstwerken verbinden. Das Spätwerk der 1980er und 1990er Jahre verdeutlicht, wie er seine Formensprache stetig weiterentwickelte, seinen Grundthemen wie Farbe und einem spielerischen Gestaltungsansatz aber weiterhin treu blieb. Eingebettet sind die Exponate in einer farbreichen Ausstellungsarchitektur – ein farbiges Band durchzieht das gesamte Schaudepot und versetzt die Gäste selbst in eine Panton-Welt aus abgestuften Farbskalen. Alle Objekte stammen aus dem Panton-Archiv im Vitra Design Museum, welches Möbel, Prototypen, Modelle sowie mehr als 40.000 Dokumente umfasst, darunter über 20.000 Pläne und Zeichnungen. Auf dieser Grundlage kann die Ausstellung Werke aus allen Schaffensperioden Pantons präsentieren und ermöglicht einen differenzierteren Blick auf Panton als bisher. So wird beispielsweise Pantons unrealisiertes architektonisches Werk erstmals ausführlicher gezeigt und bei vielen Designprojekten der Entwurfsprozess beleuchtet. Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit der Verner Panton Design AG, die sämtliche Rechte am Werk Pantons hält. Sie wirft ein neues Licht auf einen Designer, dessen optimistischer Zukunftsglaube uns heute fern erscheint und doch nichts von seiner Faszination verloren hat.
Verner Panton. Form, Farbe, Raum
Until 9 May 2027

Vitra Design Museum
Museum / institution
- Hella Jongerius gehört zu den führenden Persönlichkeiten des zeitgenössischen Designs. Seit über 30 Jahren prägt sie ein neues Verständnis von Design als kritisch-poetische Praxis und beschreitet mit ihrer Erforschung von Farbe, Materialien und Herstellungsverfahren neue Wege. Mit "Hella Jongerius: Whispering Things" widmet das Vitra Design Museum ihr ab 14. März 2026 die erste große Retrospektive. Von frühen experimentellen Arbeiten über ikonische Produkte bis hin zu skulpturalen Keramiken der jüngsten Zeit bietet die Ausstellung einen tiefen Einblick in das faszinierende Universum der niederländischen Designerin und Künstlerin. Gezeigt werden Möbel, Textilien, Keramiken, Skizzen, Prototypen und Filme, darunter etliche Projekte für Firmen wie Maharam, KLM, Camper, IKEA und Vitra sowie für Institutionen wie das Museum of Modern Art in New York. Wie gestaltet man für eine Welt, die eigentlich schon genug hat? Welche Dinge fördern Wertschätzung und Achtsamkeit statt Konsum und Wegwerfkultur? Diese Fragen stehen im Zentrum der Ausstellung "Hella Jongerius: Whispering Things". Die Ausstellung verfolgt Jongerius’ Entwicklung von ihren Anfängen in den 1990er Jahren mit dem niederländischen Kollektiv Droog Design über ihren Aufstieg zur erfolgreichen Produkt- und Textildesignerin in den 2000ern bis hin zu den sehr persönlichen Arbeiten der letzten Jahre, die die Grenzen zwischen Design und Kunst hinterfragen. Dabei wird deutlich, wie sie über viele Etappen eine einzigartige Handschrift herausbildete, die durch Vielschichtigkeit und eine Ästhetik der Collage geprägt ist – wobei die Sprache der Materialien ihr ebenso wichtig ist wie die expressive Kraft des Handgemachten oder Unvollkommenen. Die Werkschau umfasst mehr als 400 Objekte, darunter eine reichhaltige Auswahl an Bildern, Collagen, Experimenten und weiteren Dokumenten, die faszinierende Einblicke in den Arbeitsprozess der Designerin geben. Die meisten Exponate stammen aus Jongerius‘ umfangreichem Archiv, das sich seit 2024 in der Obhut des Vitra Design Museums befindet. Den Charakter eines Archivs begreift Jongerius als Metapher für ihre Arbeitsweise: Er eröffnet unerwartete Entdeckungen, neue Blicke auf Vergangenes, die Erkundung von Hintergrundgeschichten und das Knüpfen überraschender Querverbindungen - all jene Elemente, die ihr Werk prägen. Gegliedert ist die Ausstellung in vier Bereiche, die die Entwicklung von Jongerius‘ Arbeit über die letzten Jahrzehnte nachzeichnen. Der erste Raum blickt unter dem Titel Dirty Hands zurück auf die 1990er Jahre und die Anfänge ihres forschungsbasierten Gestaltungsansatzes. Frühe Arbeiten aus ihrer Zeit mit Droog treten hier in Dialog mit später entstandenen Keramiken, Textilien und Möbeln. Diese wegweisenden Projekte veranschaulichen, wie Jongerius ihr Interesse am Materialverhalten und an handwerklichen Techniken nutzte, um eine eigenständige Position zwischen Handwerk und industrieller Fertigung zu entwickeln. Eine künstlerische Videoarbeit, die die Hände der Designerin bei der Arbeit zeigt, verdeutlicht die zentrale Rolle von Haptik und Körperlichkeit in ihrem Designansatz. Die Entwicklungsarbeit mit der Hand steht dabei sowohl für Jongerius‘ tiefes Verständnis von Herstellungsverfahren als auch für die Verantwortung, die sie für jedes Ergebnis ihres Schaffens übernimmt. Der zweite Raum trägt den Titel Business Class und widmet sich Jongerius’ langjährige Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Maharam, IKEA, Camper, Vitra, der Porzellan Manufaktur Nymphenburg und KLM. Hier stehen neben den fertigen Produkten vor allem die dahinterliegenden Designprozesse im Vordergrund. An Skizzen, Mustern und Prototypen lässt sich Jongerius‘ intensive Beschäftigung mit Fragen der Urheberschaft und Materialintegrität ablesen. Zugleich zeigt sich, dass ihre Arbeit für industrielle Auftraggeber weit über die reine Produktentwicklung hinausging. Sie umfasste stets auch die kritische Auseinandersetzung mit strategischen Fragestellungen – von nachhaltigen Produktionsmethoden bis hin zum Charakter einer Marke, ihrer Geschichte und ihrer Verantwortung. Unter dem Motto Feeling Eye widmet sich der dritte Raum der Erforschung von Farben und Materialien, die Jongerius’ Schaffen wie ein roter Faden durchzieht. Ein breites Spektrum an Arbeiten, darunter eine eindrucksvolle Rauminstallation ihrer Serie Coloured Vases sowie die experimentellen Colour Catchers, beleuchtet ihre kontinuierliche Untersuchung der Wirkung von Farbe in unterschiedlichen Situationen. Auch ihr Prozess der Textilgestaltung wird ausführlich nachvollzogen: von Arbeiten aus Papier und Seide über das Studium von Webtechniken und experimentellen Prototypen bis hin zu großen dreidimensionalen Werkserien. Im letzten Raum, Cosmic Mind, wendet sich die Ausstellung jenen Werken zu, die zwischen Kunst und Design angesiedelt sind und oft um nichtmenschliche Lebewesen kreisen. Skulpturale Werke wie der Frog Table oder die Serie Angry Animals fordern die Besucher auf, über die Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Objekt nachzudenken. Die unmittelbar nach der Pandemie entstandenen Space Amulets entfalten eine fast schamanenhafte Dimension, während die Serie der Unfoldable Cubes Jongerius‘ technisch hochkomplexe Erforschung dreidimensionaler Raumgewebe veranschaulicht. In einem angrenzenden Kabinett wird ein eigens für die Ausstellung produzierter Experimentalfilm gezeigt, der Alltagsgegenständen eine Stimme verleiht und damit Jongerius‘ grundlegenden Ansatz verdeutlicht: die Objektwelt als einen belebten Kosmos zu begreifen, mit dem wir in enger Beziehung stehen. In einer Zeit der Konflikte und der ständigen Ablenkung richtet die Ausstellung "Hella Jongerius: Whispering Things" den Blick auf eine Designerin, die sich dem herrschenden Zeitgeist oft widersetzt. Ihr Werk ist zuweilen sperrig, bricht mit Konventionen und gewinnt seine Bedeutung aus einer Virtuosität im Umgang mit Materialien und Techniken, die im heutigen Design wohl einzigartig ist. Als erste große Retrospektive über Jongerius‘ Schaffen unterstreicht die Ausstellung ihre herausragende Position im zeitgenössischen Design – nicht zuletzt als wichtige Inspiration für eine jüngere Generation kritischer DesignerInnen im 21. Jahrhundert.
Hella Jongerius: Whispering Things
Until 30 May 2027

Vitra Design Museum
Museum / institution