Berlin
Berlinische Galerie
On now
- Josef Kaiser (1910–1991) counts among the formative architects of the GDR. Between 1950 and 1984, he was predominantly responsible for numerous, mostly representative state buildings. His modern designs on the Berlin Karl-Marx-Allee attracted international attention and were considered an expression of the cultural self-understanding of the GDR. Many of his buildings, including the iconic Kino International, are now listed as historical monuments. The exhibition presents life and work for the first time using drawings, collages, photographs, films, models, and explores political and aesthetic tensions. Contemporary positions by Veronika Kellndorfer, Karsten Konrad, and Tracey Snelling offer new perspectives on his legacy as part of German-German architectural history.Description
Josef Kaiser, Bauen für die DDR
Until 1 Feb 2027

- The Berlinische Galerie presents, as part of the GASAG Art Prize 2026, the first institutional solo exhibition of Jeewi Lee in Berlin. In her series of images, sculptures, site-specific installations and interventions, the artist uses simple, seemingly valueless materials into which traces of time and transience have been inscribed as memory. These traces form the starting point for her artistic research, which combines scientific material investigations with aspects of Taoist philosophy and individual mythology to create poetic, meditative image worlds. Under the title 'Residual Memories', the prize-winner dedicates herself to sand as a material that appears everyday and is at the same time of global significance.Description
Jeewi Lee, Inner Monologue Popenguine
Until 5 Apr 2027

Recent past exhibitions
- Die Installation "Absurdes Berliner Tagebuch ’64" des italienischen Malers Emilio Vedova (1919–2006) zählt zu seinen Hauptwerken und ist in ihrer Komplexität und Monumentalität innerhalb seines Schaffens einzigartig. Die Arbeit besteht aus beidseitig bemalten, asymmetrisch gesägten Holzplatten, die mit Eisenscharnieren zu beweglichen Konstruktionen verbunden sind. Die frei im Raum platzierten und erst im Umschreiten erfassbaren Bildelemente nannte Vedova "Plurimi" (Mehrfachgebilde). Mit der Entwicklung der Plurimi löste Vedova die Malerei aus der konventionellen Form des Tafelbildes. Vedova schuf das Werk 1964, als er im Rahmen eines Stipendiums der US-amerikanischen Ford Foundation für ein Jahr in West-Berlin lebte und arbeitete. Die Berliner Plurimi entstanden als Reaktion auf die geteilte Stadt, die Vedova als "Zusammenprall widersprüchlicher Situationen" erlebte. Ausgeführt wurde das Werk im ehemaligen Atelier des nationalsozialistischen Bildhauers Arno Breker, in dem sich heute das Kunsthaus Dahlem befindet. Noch im selben Jahr wurde die Arbeit auf der documenta III in Kassel gezeigt. 2002 entschied sich der Künstler, das Werk der Berlinischen Galerie für das Gebäude in der Alten Jakobstraße zu schenken.Description
Emilio Vedova - Absurdes Berliner Tagebuch ’64
Ended 14 Sept 2026
- Marc Brandenburg, Ohne Titel, 2024 (Ausschnitt), Courtesy Galerie Thaddaeus Ropac © Foto: CHROMA, André Carvalho Marc Brandenburg (*1965) zählt international zu den wichtigsten Zeichner*innen der Gegenwart. Sein Werk bewegt sich zwischen Grafik, Collage, Installation, Video und Performance. Im Zentrum stehen detailreiche Bleistiftzeichnungen nach fotografischen Vorlagen, die er auf Streifzügen einfängt oder aus Magazinen, Filmen und Büchern sampelt. Brandenburg reflektiert die Gegensätze des großstädtischen Lebens, thematisiert gesellschaftliche Missstände ebenso wie Exzess und Konsum als Auswirkungen des Spätkapitalismus. Transportiert wird dabei weniger eine Erzählung als eine melancholische und unheilvolle Stimmung, die subtil auf die Krisen unserer Zeit verweist. Die umfassende Werkschau zeigt rund 150 Zeichnungen sowie Videos, Tattoo-Editionen und Fotos.Description
Marc Brandenburg - 20th Century Debris
Ended 14 Sept 2026
- Die Künstler*innen Mila Zhluktenko und Daniel Asadi Faezi studierten Dokumentarfilm an der HFF München. Ihre Filme wurden auf diversen internationalen Festivals gezeigt und mit Preisen ausgezeichnet, darunter den Preis für den besten Kurzfilm bei Visions du Réel für "Aralkum". "rückblickend betrachtet" feierte seine Premiere auf der 75. Berlinale und wurde mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. IBB-Videoraum Im IBB-Videoraum werden seit 2011 Künstler*innen präsentiert, die mit zeitbasierten Medien arbeiten. Das Programm umfasst nicht nur etablierte Namen der zeitgenössischen Videokunst, sondern auch junge Positionen, die bisher kaum in Museen zu sehen waren. Ihnen soll in der Berlinischen Galerie ein erster institutioneller Auftritt ermöglicht werden. Jedes Screening erlaubt eine neue Auseinandersetzung mit Werken, die mediale oder auch politische und soziale Fragestellungen anstoßen. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, marginalisierten Perspektiven Raum zu geben und Auswirkungen von Machtstrukturen sichtbar zu machen.Description
Mila Zhluktenko & Daniel Asadi Faezi: Im IBB-Videoraum
Ended 7 Sept 2026
- Den Auftakt bildet die Serie SS Murex (2023): Lichtboxen in Bullaugenform zeigen Archivbilder historischer Öltanker, die alle den Namen Murex tragen – benannt nach einer Stachelschnecke, die einst als Dekorationsobjekt im viktorianischen Zeitalter beliebt war. Bereits 1892 trug einer der ersten modernen Tanker diesen Namen – gebaut von einem Ölkonzern, der auf einen Familienbetrieb im Muschelhandel zurückging. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurden Hunderte von Öltankern nach Muschel- und Schneckenarten benannt. Zentrales visuelles Statement des Hauptraums ist das monumentale Wandgemälde Hero (2025), das die Seitenansicht eines gigantischen Öltankers in dramatischen Schwarz- und Rottönen zeigt. Es strahlt industrielle Macht aus – zugleich fesselnd und bedrohlich – und kommentiert die strategische Bedeutung von Erdöl im geopolitischen Machtgefüge. Am Ende dieses Ausstellungsraums tritt der Bug eines Tankers plastisch hervor: Bulbous Bow (2025), eine großformatige Skulptur aus Fiberglas, greift die charakteristische Form des sogenannten Wulstbugs auf – einer technischen Konstruktion, die dazu dient, den Wasserwiderstand zu verringern und die Seegängigkeit von Schiffen zu verbessern. Für die Arbeit Seasons in Hell (2025) verteilen sich elf adaptierte Tankermodelle wellenförmig im Raum und agieren als Erzähler geologischer und menschlicher Geschichte. Abgeschlossen wird die Ausstellung durch die neue Videoarbeit Oh Body of Mine (2025, 10 Min.), in der sich Al Qadiri einer Abwrackwerft für ausgediente Supertanker in Bangladesch nähert. Die Zerlegung ausgedienter Schiffe ist ein Wirtschaftszweig, der vor allem in Ländern des sogenannten Globalen Südens angesiedelt ist. Auch ein Großteil europäischer Schiffe wird in den drei größten Strandwerften in Bangladesch, Indien und Pakistan zerlegt. Aufgrund der zahlreich verbauten toxischen Stoffe handelt es sich um einen komplexen und gefährlichen Vorgang, sodass die sozialen und ökologischen Belastungen mitexportiert werden. Al Qadiris Aufnahmen zeigen apokalyptisch anmutende Szenen, unterlegt von einer Adaption von Arthur Rimbauds Gedicht „Das trunkene Schiff“ (1871), und dienen als düsterer Abschluss der vielschichtigen Installation.Description
Monira Al Qadiri / Hero
Ended 17 Aug 2026
- Brigitte Meier-Denninghoff, München 1957 © Foto: Eva-Maria Tilse Brigitte Meier-Denninghoff (1923–2011) war eine der erfolgreichsten Bildhauerinnen der Nachkriegszeit und nicht nur in Deutschland gefragt. Ihre innovativen Metallskulpturen zeigte sie in den 1950er und 1960er Jahren unter anderem auf der documenta in Kassel, der Biennale in Venedig oder der Weltausstellung in New York. Die junge Künstlerin erhielt wichtige Preise, und ihre Werke wurden in wegweisende kunstwissenschaftliche Publikationen aufgenommen. Wahrgenommen wird die Bildhauerin heute vor allem als Teil des Duos Matschinsky-Denninghoff, das sie 1970 mit ihrem Mann Martin Matschinsky (1921–2020) gründete. Die großen Metallplastiken der beiden Künstler*innen akzentuieren bis heute den öffentlichen Raum unter anderem in Berlin auf dem Mittelstreifen der Tauentzienstraße oder vor der Berlinischen Galerie. Mit der Gründung des Duos erklärte das Paar rückwirkend auch das frühere plastische Schaffen von Brigitte Meier-Denninghoff zum Gemeinschaftswerk. Fortan wurden die Arbeiten der Künstlerin nur noch unter dem gemeinsamen Namen Matschinsky-Denninghoff ausgestellt. Brigitte Meier-Denninghoff verschwand aus der Kunstgeschichte. Ihre Skulpturen, die sie bis zur Gründung des Duos mit „Brigitte Meier-Denninghoff“ signiert hat, werden nach über 50 Jahren wieder als eigenständige Position der Moderne gewürdigt. Für die Schau wurde der dokumentarische und künstlerische Nachlass des Paares ausgewertet. Er wird seit 2021 von der Stiftung Matschinsky-Denninghoff unter dem Dach der Berlinischen Galerie in Zusammenarbeit mit VAN HAM Art Estate betreut.Description
Brigitte Meier-Denninghoff / Skulpturen und Zeichnungen 1946 – 1970
Ended 3 Aug 2026
- Stephanie Comilang, Come to Me, Paradise, 2017 © Stephanie Comilang Courtesy the Artist and ChertLüdde, Berlin "Search for Life I" (2024, 20 Min.) is a visual exploration of global mobility. The work follows historical shipping routes that have existed since the colonization of the Philippines and are now used by global container shipping. At its center are the life realities of former Filipino seafarers: Joar Songcuya, the artist's uncle, and Michael John Díaz, a florist. Their biographies are interwoven with the voices of historian Guadalupe Pinzón Ríos and butterfly researcher Jade Aster T. Badon. The monarch butterfly serves as a connecting motif, its long migration becoming a metaphor for transformation and intergenerational resilience. The work combines personal stories and poetic images in a reflection on diaspora, collective memory, and belonging. In "Lumapit Sa Akin, Paraiso" ("Come to Me, Paradise") (2017, 26 Min.), the cityscape of Hong Kong is imagined from the perspective of Filipino migrant women. The story is told from the point of view of Paraiso, a ghost embodied by a drone, who speaks of uprooting, isolation, and the search for meaning. On Sundays, when thousands of women gather in the financial district, a temporary space of care, community, and self-determination emerges – beyond the households where they work and live. It is only this collective presence that enables Paraiso to fulfill its task: transmitting the images, voices, and messages of the women into the distance. The film combines dystopian architecture, digital technologies, and intimate gestures in a multi-layered consideration of migration, public space, and connection.Description
Stephanie Comilang / Come to Me, Paradise
Ended 1 Jun 2026
Zirkeltraining:Kunst
Ended 9 Feb 2026