Art Exhibitions

by Art Now Database

München

Braun-Falco Galerie

On now

  • Seit den 1970er Jahren besticht das Œuvre von Franz Hitzler durch seine provokante und expressive Bearbeitung existentieller Thematiken – vom Akt der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht. Beginnend mit schauerlich depressiven Strichmännern im schwarz-leeren Raum und Farborgien aus grinsenden Grimassen und grotesken Fratzen wird das Schöne im Bild durch abstrakte Formationen, Perforationen, Verschnürungen und Verlattung gebrochen und der klassische Bildkörper durch Assemblagen in den Raum erweitert. Franz Hitzlers Bildsprache changiert von figurativen Elementen bis hin zu asketischer Abstraktion. Seine Arbeiten entsetzen genauso, wie sie faszinieren, und geben doch immer auch Anlass, über das Leben im tieferen Sinne zu sinnieren. Beeindruckend ist die Breite seiner künstlerischen Kreativität mit substantiellen Werkgruppen aus Zeichnung, Graphik, skulpturalen Darstellungen bis hin zur Keramik, in der Hitzler ein in sich eigenständiges und anspruchsvolles Werk geschaffen hat. Kurz gesagt – über nun fast 60 Jahre hinweg – ein Künstlerleben par excellence, wie es in thematischer Stringenz, inhaltlicher Geschlossenheit und künstlerischer Breite nur wenige vergleichbare gibt.
    Description

    Manifeste Des Geistigen

    Until 31 Oct 2026

    Manifeste Des Geistigen at Braun-Falco Galerie, München
Recent past exhibitions
  • [PARA] Die Ausstellung A Dog’s Life und andere Geschichten zeigt neben vielen aktuellen Bildern auch ältere Arbeiten des Augsburger Malers Felix Weinold. Sie ermöglicht vielschichtige Einblicke in ein Werk, das sich seit Jahrzehnten durch Wandelbarkeit, Experimentierfreude und malerische Konsequenz auszeichnet. [PARA] Bereits die bisherigen Ausstellungen des Künstlers in der Galerie zeigten eine bemerkenswerte Heterogenität hinsichtlich Sujet, Bildsprache und malerischer Haltung. Gerade darin liegt jedoch eine zentrale Konstante seiner Arbeit: die kontinuierliche Neuerfindung der eigenen Malerei aus sich selbst heraus. [PARA] [PARA] Das Motiv des Hundes erscheint in A Dog’s Life zunächst als verbindendes Element der Ausstellung. Tatsächlich aber dient es Weinold vor allem als Anlass zum Malen. "Das Malen ist der Inhalt" – dieser Satz beschreibt eine künstlerische Haltung, in der das Bild nicht primär als Träger narrativer Aussagen verstanden wird, sondern als eigenständiger malerischer Prozess. Der Gegenstand bleibt präsent, löst sich jedoch zugleich wieder auf: Formen tauchen auf, verschwinden, verdichten sich zu Farbflächen, Spuren und Bewegungen. Was bleibt, ist die Energie des Malakts selbst. [PARA] [PARA] Weinolds Arbeiten zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Dynamik aus. Das hohe Arbeitstempo des Künstlers spiegelt sich unmittelbar in der Bildoberfläche wider: im Fluss der Farbe, in entschlossenen Gesten. Die Bilder zeigen die Spuren ihrer Entstehung. Das Auge folgt den Bewegungen über die Leinwand, sieht Verdichtungen, Überlagerungen und abrupte Wechsel zwischen Figuration und Abstraktion. Dabei gelingt es Weinold, mit oft überraschend reduzierten Mitteln eine enorme visuelle Präsenz zu erzeugen. Die Hunde erscheinen mal skizzenhaft, mal beinahe comicartig, dann wieder fragmentiert oder nur noch als Erinnerung an eine Form. Gerade diese Offenheit erzeugt jene eigentümliche Spannung zwischen Gegenständlichkeit und autonomem Farbkörper, die Weinolds Malerei seit Langem prägt. Das Bild verweigert sich einer eindeutigen Lesbarkeit und behauptet zugleich seine unmittelbare sinnliche Wirkung. [PARA] [PARA] Trotz aller malerischen Ernsthaftigkeit bleibt Weinolds Blick von Witz, Leichtigkeit und subtiler Ironie getragen. Der Titel A Dog’s Life deutet an, dass der Künstler sich selbst durchaus auch mit Humor betrachtet. Seine Malerei jedoch nimmt er ernst – als fortwährende Untersuchung dessen, wie Bilder entstehen, wirken und sich immer wieder neu behaupten können.
    Description

    Felix Weinold - A Dog's Life und andere Geschichten

    Ended 31 Jul 2026

  • Yuhao Chen setzt sich mit dem Porträt als Mittel zur Erforschung von Empfindung und Wahrnehmung auseinander. Unter Portrait versteht Yuhao jedoch nicht die mal mehr oder weniger realistische Wiedergabe eines Individuums, sondern das malerische Festhalten eines Lebensmomentes. Die Protagonisten – oft weiblich – erscheinen nicht als individuell identifizierbare Personen, sondern als Träger von Ausdruck, Haltung und emotionaler Spannung. Gesichtszüge – eigentlich unerlässlich für Porträts – werden bewusst unklar gelassen; der so verweigerte unmittelbare Zugriff auf Identität lenkt den Blick auf subtile, schwer fassbare emotionale Zustände, die der 1991 in China geborene Künstler in seinen Arbeiten zu ergründen versucht. Chens Malerei verbindet klassisch anmutende Figuration mit zeitgenössischen Bildwelten. Die Figuren sind in ambivalente, imaginäre Räume eingebettet, die zwischen Innen- und Außenraum sowie zwischen Natur und Architektur changieren. Teilweise digital vorbearbeitete Skizzen dienen als Ausgangsmaterial für diese Szenerien und werden malerisch neu komponiert. Durch die Überlagerung unterschiedlicher Malweisen entsteht eine Bildsprache, die sich weder eindeutig der Figuration noch der Abstraktion zuordnen lässt. Die Spannung zwischen klassischer Haltung und moderner Bildkonstruktion verleiht den Gemälden eine zugleich vertraute wie auch fremde Wirkung. Chen versteht "Klassik" nicht als stilistische Nachahmung, sondern als eine romantische, bis in die Gegenwart offene Haltung zur Malerei. Seine Bildräume folgen keiner linearen Perspektive, sondern einem geschichteten Raumverständnis, das an traditionelle ostasiatische Bildkonzepte erinnert. Er selbst bezeichnet dies in Anlehnung an chinesische Bildrollen als "wandelndes Sehen". So entstehen Kompositionen, die weniger einen konkreten Ort beschreiben als vielmehr einen Zustand: fließend, ambivalent und von poetischer Unruhe geprägt. Yuhao Chen studierte von 2016 bis 2023 an der Akademie der Bildenden Künste München in der Klasse von Anke Doberauer. Ende 2025 wurde er für den Monopol Young Generation Art Award nominiert.
    Description

    Yuhao Chen - Prelude

    Ended 18 Apr 2026

  • Farbe steht im Mittelpunkt des künstlerischen Interesses von Jerry Zeniuk. Seit den 1970er-Jahren entwickelt der Deutsch-Amerikaner ein ungewöhnlich konsequentes Œuvre, beginnend mit augenscheinlich monochromen, grau-schwarz-beige gehaltenen Farbquadraten. Die homogene Oberfläche wird über Jahre durch eine zunehmende Vielzahl von Farbflecken ersetzt. Dies erreicht in den 1990er-Jahren einen Höhepunkt als dynamische Farbfeldmalerei mit kontrastreich gesetzten, leuchtenden Farbflächen. Ab 2001 zeigt sich eine Reduktion der Formenvielfalt auf Kreise, welche in unterschiedlichen Farben mehr oder minder geordnet auf der Leinwand verteilt werden. Dabei sind die Kreise nie homogen und nie geometrisch rund, sondern leben von der Emotionalität des manuellen Farbauftrags. Die Entscheidung, wo welcher Farbkreis gesetzt wird, hängt von der Interaktion der Farbtöne zueinander ab, mit dem dialektischen Ziel, sowohl einen harmonisch ruhenden Gesamteindruck als auch einen lebendigen, abwechslungsreichen Farbraum zu schaffen.
    Description

    Jerry Zeniuk

    Ended 21 Feb 2026

  • Farbe steht im Mittelpunkt des künstlerischen Interesses von Jerry Zeniuk. Seit den 1970er-Jahren entwickelt der Deutsch-Amerikaner ein ungewöhnlich konsequentes Œuvre, beginnend mit augenscheinlich monochromen, grau-schwarz-beige gehaltenen Farbquadraten. Die homogene Oberfläche wird über Jahre durch eine zunehmende Vielzahl von Farbflecken ersetzt. Dies erreicht in den 1990er-Jahren einen Höhepunkt als dynamische Farbfeldmalerei mit kontrastreich gesetzten, leuchtenden Farbflächen. Ab 2001 zeigt sich eine Reduktion der Formenvielfalt auf Kreise, welche in unterschiedlichen Farben mehr oder minder geordnet auf der Leinwand verteilt werden. Dabei sind die Kreise nie homogen und nie geometrisch rund, sondern leben von der Emotionalität des manuellen Farbauftrags. Die Entscheidung, wo welcher Farbkreis gesetzt wird, hängt von der Interaktion der Farbtöne zueinander ab, mit dem dialektischen Ziel, sowohl einen harmonisch ruhenden Gesamteindruck als auch einen lebendigen, abwechslungsreichen Farbraum zu schaffen. Jerry Zeniuk war von 1992 bis 2011 als Professor an der Münchner Akademie der Bildenden Künste tätig. Sein Werk wurde mit zahlreichen Ausstellungen in Museen und Institutionen gewürdigt. Besonders zu nennen sind die Teilnahme an der Documenta 6 im Jahr 1977, sowie Einzelausstellungen im Münchner Lenbachhaus 1999, im Museum Wiesbaden 2014 und im Josef Albers Museum in Bottrop 2016. Die Braun-Falco Galerie freut sich, anlässlich des 80. Geburtstags von Jerry Zeniuk einen Überblick mit dreißig Werken von den 1970er-Jahren bis heute zeigen zu dürfen.
    Description

    BRAUN-FALCO Galerie

    Ended 21 Feb 2026