Art Exhibitions

by Art Now Database

Berlin

Contemporary Fine Arts

On now

  • Contemporary Fine Arts freut sich, anlässlich der Berlin Art Week 2026 die vierte Ausstellung des österreichischen Künstlers Walter Pichler mit der Galerie bekannt geben zu dürfen. Wir schätzen uns glücklich, Anna Tripamer – Tochter, Nachlassverwalterin und engste künstlerische Vertraute des Künstlers – für die Konzeption und Einrichtung der Ausstellung gewonnen zu haben. Bereits in den 1960er Jahren erlangte Walter Pichler mit den Prototypen, einer Serie futuristischer Werke – technische Körperapplikationen, pneumatische Räume, audiovisuelle Komponenten –, internationales Ansehen. Vor allem an der Baukunst interessiert, entwickelte er – oft gemeinsam mit Hans Hollein und Raimund Abraham – utopische Räume. Bevorzugte Materialen waren ihnen dabei seinerzeit neue synthetische Werkstoffe wie PVC, Plexiglas, Polyester und Aluminium. Bereits in dieser frühen Schaffensphase bestritt Pichler 1967 eine Einzelausstellung im Museum of Modern Art in New York. Zunächst nur als kurzfristiger Aufenthalt geplant, zog sich Pichler kurz nach einer weiteren musealen Einzelausstellung 1971 im Wiener Belvedere, dem heutigen 21er Haus, ins Burgenland zurück. Dort entdeckte er ein Gehöft im Dorf St. Martin, das er erwarb und das seitdem seine Hauptwirkungsstätte und neben Wien Lebensmittelpunkt auch für seine Familie wurde. Der Umzug zurück aufs Land – Pichler war im ländlichen Tirol aufgewachsen – zog auch einen radikalen Wandel seiner Materialen nach sich. Fortan griff er auf organische Werkstoffe wie Holz, Beton, Ziegel, Lehm, Glas und Blei zurück und schuf sukzessive ein einzigartiges Universum aus Modellen, Skulpturen und Zeichnungen. Zeichnung war Pichler ein bevorzugtes Medium, denn sie diente ihm als Projektionsebene seiner Vorstellung. Doch vollzog er seine künstlerische Arbeit nicht nur am Papier oder Modell, sondern setzte sie oft in jahre- teilweise jahrzehntelanger Arbeit in Realität um. Stringent, präzise und räumlich ordnend ging Pichler an die Verwirklichung seiner bildhauerischen Vision heran, wobei idiosynkratische, archetypisch anmutende Skulpturen von archaischer Schönheit entstanden. Sein sicher radikalster und in der modernen Kunstgeschichte beispielloser Schritt war dann die Entscheidung, für seine Skulpturen Behausungen zu bauen. Diese schlichten Häuser innerhalb des Hofgeländes dienen und dienen ausschließlich dem Zweck, die Skulpturen zu beherbergen. Pichler unterschied nicht mehr zwischen Raum und Skulptur; nur als Einheit sind sie zu betrachten. Die Häuser integrieren sich dabei in Bauweise und -materialien in die Architekturen dieser ländlichen Region an der Grenze zu Slowenien und Ungarn.
    Description

    Zeichnungen & Skulpturen - Walter Pichler

    Until 24 Oct 2026

    Zeichnungen & Skulpturen - Walter Pichler at Contemporary Fine Arts, Berlin
  • Contemporary Fine Arts freut sich, die zweite Einzelausstellung der international renommierten Künstlerin Leiko Ikemura in unserer Berliner Galerie anzukündigen. Unter dem Titel de sensu präsentiert Ikemura neue Gemälde und Skulpturen, die die Beziehung zwischen Wahrnehmung, Körper, Geist und Raum untersuchen. Der lateinische Titel – de sensu, "durch die Sinne" – verweist auf ein zentrales Thema der Ausstellung: die Erfahrung der Welt jenseits des rein Visuellen. Die Suggestion von Berührung, imaginären Klängen und Gerüchen versuchen die Wahrnehmung synästhetisch zu erweitern und laden die Betrachter dazu ein, ihren eigenen Körper als Teil eines größeren räumlichen und sozialen Kontexts zu verstehen. Ausgehend von einem Zustand der Ungewissheit erforscht Ikemura die Möglichkeit, sich in einer von Wandel geprägten Welt neu zu orientieren. Die Schärfung der Sinne erscheint hier als ein Prozess des Suchens und Wiederentdeckens – ein Erwachen des Bewusstseins für die eigene Umgebung. Die räumliche Gestaltung der Ausstellung wird durch drei grüne Figuren geprägt – Green Baby, Green Mom und Dear Spirit. Grüne Wände und Lichtakzente in Gelb und Dunkelblau schaffen eine Atmosphäre, die an den Übergang vom Tag zur Nacht erinnert und den Kreislauf des Werdens und Vergehens heraufbeschwört. Die Figur in mamagirl scheint diesen Schwellenraum als wachsame Präsenz zu begleiten. Mit ihrer neuen Skulptur Milk Lady vertieft Ikemura ihre Auseinandersetzung mit den Themen Fürsorge, Verwandlung und Erneuerung. Die Figur nimmt Energie in sich auf und gibt sie als Nahrung für neues Leben wieder ab. Auf diese Weise suggeriert die Ausstellung einen kreatürlichen Kreislauf ohne Anfang und Ende. Seit den 1980er Jahren beschäftigt sich Leiko Ikemura mit Aspekten des Übergangs, Transkulturalität und dem kollektiven Bewusstsein jenseits von Nationen und Geschlechtern. In ihrer Produktion wechselt die Künstlerin nahtlos zwischen leuchtenden und oft monumentalen Gemälden, introspektiven Zeichnungen und Aquarellen, glasierten Terrakotta-Skulpturen, Glas und Keramik. Ikemuras Figuren, meist weiblich erscheinende Geisterwesen, können als kindlich-trotzig und unabhängig, zugleich jedoch zerbrechlich und ätherisch gelesen werden. Ihnen scheint die Kraft innezuwohnen, in mehreren Welten zu existieren. Mythische Mischwesen zwischen Mensch und Tier bevölkern ihre künstlerische Welt. So vereint beispielsweise das omnipräsente Sujet Usagi Hasenohren mit einem menschlichen weiblichen Körper. Dieses Sujet, von Ikemura erstmals nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima und in Reaktion auf diese geschaffen, verkörpert universelles Leiden, Widerstandsfähigkeit und Erneuerung. Ostasiatische Sansuiga- Maltraditionen, alte japanische Meister, der Surrealismus, die Nachkriegsabstraktion und die von ihr mitgeprägte figurative Malerei der 1980er Jahren inspirieren die Künstlerin gleichermaßen und verschmelzen als
    Description

    de sensu - Leiko Ikemura

    Until 24 Oct 2026

    de sensu - Leiko Ikemura at Contemporary Fine Arts, Berlin

Coming soon

  • Dana Schutz
    Description

    The Department

    7 Nov 2026 – 19 Dec 2026

    The Department at Contemporary Fine Arts, Berlin
Recent past exhibitions
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