Art Exhibitions

by Art Now Database

München

Galerie Rüdiger Schöttle

On now

  • Der Himmel ist ein diffuses Phänomen. Wo befindet sich der Himmel? Über unseren Köpfen, im Spiegel des Wassers, hinter einer Rauchwolke oder nur in unserer Vorstellung? Kaum ein anderer Bildraum entzieht sich einer eindeutigen Verortung so sehr wie der Himmel. Zwischen physikalischem Phänomen, Projektionsfläche und kultureller Imagination bildet er seit Jahrhunderten einen Ort der Sehnsucht, des Übergangs und der Orientierung. Wo beginnt der Himmel, wo endet er? Aus Perspektive der Erde nennen wir alles Sichtbare außerhalb der Erde "Himmel". Für die menschliche Wahrnehmung erscheint er blau, wenn er wolkenfrei ist. Über physikalische Gesetze wissen wir jedoch, dass dies an den kurzwelligen blauen Lichtanteilen der Luftmoleküle liegt, die stärker gestreut werden als die langwelligen roten Anteile. Das Konzept "Himmel" steht auch für einen religiös und mystisch aufgeladenen Raum, für einen Sehnsuchtsort oder als Raum für Übergänge. Die Werke in der Gruppenausstellung "Where ist the sky?" verdeutlichen die Präsenz des Himmelsbildes in der künstlerischen Auseinander-setzung unserer Positionen auf unterschiedliche Art und Weise.
    Description

    Where is the sky?

    Until 24 Oct 2026

    Where is the sky? at Galerie Rüdiger Schöttle, München
  • Wir freuen uns, die fünfte Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Slawomir Elsner anzukündigen, mit dem wir seit 2004 zusammenarbeiten dürfen. Die Ausstellung widmet sich einem der ältesten und zugleich wandelbarsten Motive der Kunstgeschichte: der Blume. Kaum ein Bildmotiv hat über die Jahrtausende eine vergleichbare Vielfalt an Bedeutungs-, Funktions- und... Weiterlesen
    Description

    Sławomir Elsner. Vom Feld über die Hand in die Vase

    Until 24 Oct 2026

    Sławomir Elsner. Vom Feld über die Hand in die Vase at Galerie Rüdiger Schöttle, München
Recent past exhibitions
  • Toulu Hassani hat im Laufe der letzten 15 Jahre ein malerisches Werk geschaffen, das über Linien, Striche, geometrische Formen und mathematische Strukturen zu einem ordnungsgebenden Bildergeflecht zusammenfindet. In diesen Bildwelten gelingt ihr ein identitätsstiftender Moment, der den Menschen als Individuum in ein direktes Verhältnis zu den über-geordneten, universellen Kräften setzt, die außerhalb unserer Vorstellungskraft wirken. Dabei dienen der Künstlerin zum Teil naturwissenschaftliche Referenzen aus der Astrophysik als Analogien in ihrer Bildfindung. In Toulu Hassanis vierter Einzelausstellung in der Galerie Rüdiger Schöttle mit dem Titel "Fall Back Into Place" treffen die bekannten gerasterten Ölbilder auf großformatige Sternbilder und kleinformatige Airbrusharbeiten. Diese drei Werkgruppen bilden die Komplexität zwischen Ordnung und Unordnung, System und Zufälligkeit innerhalb ihres malerischen Kosmos ab. Auf dem Bildträger muss sich die Materie gegenüber dem Intuitiven behaupten. So finden sich immer wieder dicht aneinandergereihte, geometrische Muster oder ornamentale Linienführungen auf den Werken wieder, die nach längerer Betrachtung in ihrer Logik einbrechen und durch plötzliche Richtungswechsel die Suche nach der Lösung hinter dem System ohne Antwort zurücklassen. Der Ausstellungstitel "Fall Back Into Place" beschreibt eine Situation, bei der nach einem chaotischen Zustand wieder Ordnung einkehrt. Er ist eine Inspiration aus dem Refrain des Space Songs von der US-amerikanisch-französischen Band Beach House. Bei den Sternbildern aus der Werkgruppe "above horizon" mit angegebener Uhrzeit hingegen findet man sich vor einem Ausschnitt des nächtlichen Sternenhimmels wieder und begegnet dem demütigen Gefühl von dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur.
    Description

    Toulu Hassani. Fall Back Into Place

    Ended 2 May 2026

  • Die Galerie Rüdiger Schöttle freut sich, die Einzelausstellung „Sculpted Platforms“ des Künstlers Daniel Knorr ankündigen zu dürfen und dabei zwei neue Werkgruppen zu präsentieren. In seiner 2026 entstandenen, gleichnamigen Werkgruppe begegnen uns poetisch-fragile Türme von Sediment, an deren Spitze sich die Form eines Blattes oder eines Steins eingeschrieben hat. Die permanenten Bronze- und ephemeren Wachsobjekte dieser neuen Serie basieren auf einem zufällig entdeckten Naturphänomen: erosive Prozesse haben umliegenden Schlamm abgetragen, während darüberliegende Blätter oder Steine wie ein schützender Baldachin fungierten und ihre Silhouetten dreidimensional in das Erdmaterial eingeschrieben haben. Natürlich anmutend, scheinen die Objekte den physischen Gesetzmäßigkeiten enthoben und veranschaulichen, wie selbst kleinste Elemente substanzielle Wirkung entfalten können. Fortgesetzt wird diese Idee der Allverbundenheit und Verkettung organischer Prozesse in seiner zweiten skulpturalen Werkgruppe „Synapses“, die 2025 entstand. Hierbei greift der Künstler auf das bereits in den „Depression Elevations“ verwendete Material Harz zurück und überführt es in eine neue formale und konzeptuelle Konfiguration. Das in seiner Opazität variierende Material legt sich wie eine äußere Membran um Äste und Zweige, folgt deren organischer Morphologie und synthetisiert einzelne Elemente zu einer übergeordneten Struktur. Bestehende Verbindungen werden freigelegt, artifizielle generiert.
    Description

    Daniel Knorr. Sculpted Platforms

    Ended 2 May 2026

  • Erstmalig stehen sich die Werke von Dan Graham (1942 in Urbana, Illinois, – 2022 in New York City, USA) und Stephan Balkenhol (*1957 in Fritzlar, DE) gegenüber. Seit den 1980er Jahren sind beide Künstler eng mit der Ausstellungshistorie der Galerie Rüdiger Schöttle verbunden, ihre Arbeiten wurden aber noch nie im direkten Wechselspiel gezeigt. In den skulpturalen Werken lenken Dan Graham und Stephan Balkenhol den Blick der Betrachtenden ganz bewusst und konfrontieren ihn auf Anhieb mit sich selbst: Dan Graham in Form seiner verspiegelten Pavillons unter Einbezug der Umgebung, Stephan Balkenhol in Form seiner ikonischen Figuren, die vergeblich nach Blickkontakt suchen lassen und somit unmittelbar die eigene Introspektion anregen. Über Jeff Wall ergab sich die Brücke für die Ausstellung dieser beiden Positionen. Er hat zusammen mit Dan Graham einen Pavillon für Kinder im Jahr 1989 realisiert, beide teilen den Ansatz der Konzeptkunst. Gleichzeitig manifestierte Jeff Wall in demselben Jahr seine Begeisterung für die damals noch gegensätzliche figurative Strömung und beschrieb die Figuren von Balkenhol so: "Seine Monade ist eine Art von Gegenexperiment, dazu bestimmt, die Sprache der experimentellen Skulptur zu hinterfragen und deren sonderbares Schweigen von der Warte des menschlichen Körpers zu betrachten. Es ist ein Körper, der aus den harten Kämpfen gegen erdrückend terrorisierende Statuen, jene von der Art des Kolossos, hervorgegangen ist." (aus Jeff Wall, "An Outline of a Context for Stephan Balkenhol’s Work 1988", erschienen im Ausstellungskatalog Stephan Balkenhol, Basel 1988). So unterschiedlich Stephan Balkenhol und Dan Graham auch in ihrer formalen Arbeitsweise sein mögen, ergeben sich doch inhaltliche Parallelen in ihrem Oeuvre. Ihre Werke sind weltweit im öffentlichen Raum zu finden, weil sie im Kern Begegnungen im gesellschaftlichen Kontext schaffen. Die beiden Künstler verbindet eine tiefe Auseinandersetzung mit der europäischen Kunstgeschichte, was vor allem durch den Rückgriff auf das Motiv der Spiegelung erkennbar wird. Dan Grahams Lebenswerk wird oft als "Spiegel der Gesellschaft" bezeichnet, da seine Arbeiten – insbesondere seine berühmten Glas- und Spiegelpavillons – die Betrachtenden dazu anregen, sich selbst und ihre Umgebung in einem dialektischen Prozess des Sehens und Gesehenwerdens zu reflektieren. Diese Pavillons nutzen Zwei-Wege-Spiegelglas, das je nach Lichteinfall sowohl transparent als auch reflektierend sein kann, und ermöglichen so eine Wechselwirkung zwischen dem Individuum und seiner sozialen, städtischen oder natürlichen Landschaft. In der Ausstellung werden Modelle aus Zwei-Wege-Spiegelglas zusammen mit frühen Fotografien aus New York und Europa gezeigt. Dem gegenüber stehen die menschlichen Figuren von Stephan Balkenhol, die er selbst als hölzerne Spiegel bezeichnet. Sie vermitteln eine spürbare Einheit von physischer und geistiger Präsenz und bieten eine Projektionsfläche, die gleichzeitig auch Reflexionsmoment ist.
    Description

    Stephan Balkenhol | Dan Graham

    Ended 14 Feb 2026

  • Kunst als Frequenzträger (Eine multidimensionale Analyse über Form, Feld und Frequenz) I. Kunst jenseits des Objekts Kunst ist keine Darstellung. Sie ist eine Verdichtung. Keine Illustration von Welt, sondern ein Resonanzraum zwischen Welten. Wenn wir Kunst betrachten, berühren wir nicht ein Objekt – wir treten in ein Feld. Ein Feld, das nicht durch Pigment oder Klang definiert ist, sondern durch das, was hindurchwirkt: Frequenz. Kunst ist kein Ausdruck des Ich, sondern ein Durchlass des Codes. Nicht das Werk spricht – sondern das Feld, durch das es entstanden ist. II. Frequenz als Informationsraum Frequenz ist nicht Klang im klassischen Sinn. Sie ist Informationsdichte in Bewegung. Im quantenphysikalischen Verständnis ist jede Form, jede Materie, jede Regung Ausdruck eines Feldzustands – eine temporäre Lokalisierung eines nichtlokalen Codes. Wenn ein Kunstwerk "berührt", ist das kein subjektiver Effekt. Es ist das Aufflammen eines Resonanzmoments zwischen dem Werkfeld und der inneren Struktur des Betrachtenden. Nicht du verstehst das Bild. Das Bild erinnert dich. III. Künstler:in als dekodierendes System Ein schöpferischer Mensch ist kein "Macher". Er ist ein dekodierendes System, das sich temporär in einen synchronisierten Zustand mit einem tieferliegenden Informationsfeld bringt. Neurobiologisch lässt sich dieser Zustand als kohärente Aktivierung bestimmter neuronaler Netzwerke beschreiben – insbesondere im präfrontalen Kortex und im Default Mode Network. Aber das eigentliche Geschehen liegt jenseits neuronaler Muster: Das System wird zum Resonator. Der Künstler, die Künstlerin – wird leer. Und in dieser Leere spricht das Feld. IV. Kunstwerk als Resonanzobjekt Ein Werk, das aus einem solchen Zustand hervorgeht, ist kein Produkt. Es ist ein Träger. Ein Objekt, das Frequenz gespeichert hat – nicht im materiellen Sinn, sondern als Struktur, als geformte Vibration. Diese Vibration kann beim Betrachten, Hören oder Fühlen erneut aktiviert werden. Sie ist abrufbar – nicht rational, sondern resonant. So wird das Kunstwerk zum energetischen Interface: Ein Übergangsbereich zwischen Information und Erfahrung. Zwischen formloser Intelligenz und menschlicher Wahrnehmung. V. Der Akt der Betrachtung als Frequenzabgleich Wenn ein Mensch ein Kunstwerk betrachtet, geschieht kein reiner "Konsum", sondern ein innerer Abgleich. Das Nervensystem gleicht seine Schwingung – bewusst oder unbewusst – mit dem Feld des Werkes ab. In Momenten echter Berührung entstehen: – Entladung – Erinnerung – Entriegelung – Ausrichtung Der Betrachtende wird verändert. Nicht, weil er versteht – sondern weil er schwingt. VI. Kunst als Bewusstseinsarchitektur Im höheren Verständnis ist jedes wahre Kunstwerk eine Architektur des Bewusstseins. Ein geformter Raum, der dazu dient, bestimmte Zustände im Betrachterfeld zu erwecken. Diese Zustände sind nicht vom Künstler "geplant". Sie sind codiert. Sie tragen Signaturen, die auf seelischer, emotionaler und zellulärer Ebene gelesen werden. So wirkt Kunst wie ein Schlüssel. Nicht, weil sie belehrt. Sondern weil sie öffnet. VII. Frequenz ist Ursprung Kunst ist kein Werkzeug der Selbstdarstellung. Sondern ein lebendiger Träger dessen, was jenseits des Selbst liegt. Kunst ist Ursprung in Form. Frequenz in Struktur. Erinnerung im Raum. Und jeder, der schaut – wird berührt. Nicht, weil er sieht. Sondern weil er erinnert wird.
    Description

    Maximilian Rödel. Bridges

    Ended 14 Feb 2026