Bielefeld
Kunsthalle Bielefeld
On now
- Was passiert, wenn wir teilen – Ideen, Räume, Verantwortung? Mit "Geteilte Ansichten" eröffnet die Kunsthalle Bielefeld ein umfassendes, zweiteiliges Ausstellungsprojekt, das das Teilen als ästhetisches, soziales und politisches Prinzip ins Zentrum rückt. Die Schau verbindet Werke aus der Sammlung KiCo mit Positionen aus der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld. Die Sammlung KiCo wurde 2009 von Doris Keller-Riemer und Hans-Gerd Riemer ins Leben gerufen – mit der Zielsetzung, nicht nur in einer privaten Sammlung zu münden, sondern sich in kontinuierlicher Zusammenarbeit mit öffentlichen Museen zu entwickeln. In engem Dialog mit dem Kunstmuseum Bonn und der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, die bei der Auswahl und den Entscheidungen für den Ankauf von Kunstwerken partnerschaftlich mitwirken, fließen Überlegungen zu einer sinnvollen und denkbaren Erweiterung der jeweiligen Kunstsammlungen ein. Ab 2026 ist die Kunsthalle Bielefeld neues Partnermuseum und freut sich darauf, in zwei Ausstellungstakten das neue Zusammenspiel in unterschiedlichen Zugangsformen vorzustellen. "Vom Teilen und Geteiltsein" untersucht, wie tief das Teilen in unsere Lebenswirklichkeit eingeschrieben ist: als Gestaltung von Raum, als Trennung und Grenzziehung, als Austausch von Material und Information, als Verteilung, Konfrontation und Kommunikation. Die gezeigten Kunstwerke greifen Spuren, Oberflächen, Bildwelten und persönliche Handschriften auf und verweben sie zu neuen gemeinsamen Erzählungen. Aus Fragmenten entsteht ein größeres Ganzes; aus individuellen Perspektiven ein Resonanzraum kollektiver Erfahrung. Die Ausstellung stellt damit eine zentrale Frage unseres Zusammenlebens: Wie prägt das Teilen unsere Gesellschaft – und welche Rolle können Museen als öffentliche Orte im Aushandeln dieser geteilten Wirklichkeiten spielen? In diesem Dialog zwischen historischen und zeitgenössischen Positionen entsteht ein offener Raum, in dem Kunst nicht nur betrachtet wird, sondern Verantwortung, Gemeinschaft und Austausch sichtbar macht. Künstler*innen: Monica Bonvicini, Andrea Büttner, Sandro Chia, George Condo, Thomas Demand, Lucio Fontana, Andreas Gefeller, Isa Genzken, Erik van Lieshout, Daniel Knorr, Michel Majerus, Marcel Odenbach, Ulrich Rückriem, Tomás Saraceno, Corinne Wasmuht, Clemens von Wedemeyer u.a. Gefördert von der Kulturstiftung Kunsthalle BielefeldDescription
Geteilte Ansichten. Kunsthalle Bielefeld x Sammlung KiCo Teil I: Vom Teilen und Geteiltsein
Until 1 Nov 2026

Recent past exhibitions
Duane Linklater. mâcistan
Ended 21 Jun 2026
- Wie entsteht Gemeinschaft? Was verbindet Menschen über Zeit und Orte hinweg? Und wie wird Zugehörigkeit weitergegeben, erinnert und geteilt? Lieder, Tänze, Rituale und Sprache tragen diese Verbindungen: Sie bewahren Erinnerungen, vermitteln Erfahrungen und schaffen Momente des Zusammenkommens. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Yael Bartanas Video- und Klanginstallation Mir Zaynen Do! (2024). Der jiddische Titel – „Wir sind da!“ – verweist auf ein Lied des jüdischen Widerstands während des Zweiten Weltkriegs. In Bartanas Arbeit treffen in São Paulo zwei Ensembles aus unterschiedlichen Diasporas aufeinander – Gemeinschaften, die aus Erfahrungen von Entwurzelung hervorgegangen sind und ihre kulturellen Traditionen fern ihres Ursprungs weitertragen: Coral Tradição, ein jüdisch-brasilianischer Chor, und Ilú Obá De Min, ein afro-brasilianisches Straßenmusik-Ensemble. Dessen Mitglieder sind Nachfahren von Maroons – aus der Sklaverei geflohene Menschen. Ihre Stimmen, Rhythmen und Bewegungen verschränken sich zu einer lebendigen Gemeinschaft: leise und meditativ, laut und kraftvoll. Die Aufführung wird von der 97-jährigen Chorleiterin Hugueta Sendacz dirigiert. In den Ruinen des Teatro de Arte Israelita Brasileiro richtet Bartana den Blick auf das gemeinsame Jetzt: auf Zuhören, Miteinander und geteilte Präsenz. Mir Zaynen Do! zeigt diesen Moment kollektiver Präsenz – Gemeinschaft entsteht im gemeinsamen Tun. Yael Bartana (geboren 1970 in Kfar Yehezkel, Israel; lebt und arbeitet in Berlin und Amsterdam) arbeitet mit Film, Video, Fotografie, Performance und Installation. Ihre Arbeiten wurden weltweit ausgestellt, unter anderem im MoMA PS1, New York, im Stedelijk Museum, Amsterdam, im Jüdischen Museum Berlin und auf der Biennale von Venedig. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Artes Mundi 4 Preis (2010) und den Rom-Preis der Villa Massimo (2023/24). Ihre Trilogie And Europe Will Be Stunned wurde vom Guardian als eines der wichtigsten Kunstwerke des 21. Jahrhunderts gewürdigt.Description
Yael Bartana. Mir Zaynen Do!
Ended 21 Jun 2026
- Blumen überall: Blick in die Sammlung #12 steht in direktem Dialog mit der Ausstellung mâcistan von Duane Linklater. Gemeinsam mit dem Künstler haben die Kurator*innen Werke aus der Sammlung der Kunsthalle ausgewählt, in denen florale Motive weit mehr sind als dekorative Elemente. Ausgehend von Linklaters künstlerischer Auseinandersetzung mit Geschichte, Sammlung und kolonialen Verflechtungen richtet dieser Sammlungsblick den Fokus auf Blumen als Trägerinnen von Erinnerung, Austausch und Widerstand. Sie verweisen auf Beziehungen zwischen Europa und dem Norden Amerikas, zwischen Museum und Gemeinschaft, zwischen Vergangenheit und Gegenwart.Description
Blumen überall Blick in die Sammlung #12
Ended 21 Jun 2026
Eine Konstruktion wie aus dem Gerüstbau mit Metallstreben und Holzbrettern, die ein zweigeschossiges Element bilde. Daran aussen mehrere grosse und kleinere Gemälde, teilweise aus Stoff.
Ended 21 Jun 2026
- Für seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland entwickelt Duane Linklater eine ortsspezifische Installation, die zentrale Fragen zum Umgang mit Erinnerung, Sammlung und musealer Verantwortung aufwirft. Ausgangspunkt ist der Begriff cache – ein Lager zur Aufbewahrung, wie es in Indigenen Kulturen Kanadas praktiziert wurde, und heute auch als digitale Speicherform bekannt ist. Linklater, Omaskêko Ininiwak der Moose Cree First Nation, transformiert diese Idee in skulpturale Gerüstkonstruktionen. Diese industriellen Module tragen Gemälde, Objekte und persönliche Dinge – nicht zur unmittelbaren Aneignung, sondern als Speicher, die sich dem Zugriff des Publikums entziehen. Die Ausstellung verknüpft Indigene Perspektiven und Praktiken mit aktuellen Fragen zu kultureller Zugehörigkeit, Zirkulation von Wissen und kolonialem Erbe westlicher Institutionen. Im Zusammenspiel mit einer vom Künstler mitkuratierten Sammlungspräsentation entstehen Resonanzräume zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. So entsteht eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Fragen nach Sammlung, Erinnerung, Aufbewahrung und musealer Verantwortung: Wer entscheidet, was bewahrt wird? Was erzählen Dinge über kulturelle Identitäten – und über Institutionen? Welche Geschichten zirkulieren zwischen Menschen, Objekten und Orten? In der Kunsthalle Bielefeld treffen somit Vergangenheit und Gegenwart aufeinander – in einem lebendigen Speicher kollektiver Aushandlung. Die Ausstellung wird gemeinsam mit dem Künstler, der Wiener Secession und der Galerie Rudolfinum, Prag, konzipiert.Description
Duane Linklater. Cache
Ended 14 Jun 2026
Nachtansichten
Ended 25 Apr 2026
Requiem für Hase
Ended 25 Apr 2026
- Licht ist mehr als Helligkeit – es schafft Atmosphäre, verändert Räume und prägt, wie wir die Welt sehen. Licht ist Grundlage des Lebens und steht symbolisch für Erkenntnis und Wahrheit, für Spiritualität und Hoffnung. Licht kann aber auch Material der Kunst sein. "Alles Licht. Light and Space gestern und heute" rückt das kalifornische [LINK text='Light and Space Movement' href='https://kunsthalle-bielefeld.de/entdecken/bildung-vermittlung/kunst-a-bis-z/#light-and-space-movement'] der 1960er-Jahre in den Fokus. Im Light and Space wird Licht auf völlig neue Weise als künstlerisches Material genutzt. Künstler*innen dieser Bewegung entwickelten eine grundlegend neue Auffassung von Licht, Raum und Wahrnehmung. Die Ausstellung eröffnet Einblicke in die Entwicklung des künstlerischen Umgangs mit Licht von den visionären Experimenten der 1960er-Jahre bis heute. Es stehen historische Positionen und aktuelle Arbeiten [LINK text='zeitgenössischer Künstler*innen' href='https://kunsthalle-bielefeld.de/entdecken/bildung-vermittlung/kunst-a-bis-z/#zeitgenoessische-kunst'] im Dialog. Die Architektur der Kunsthalle Bielefeld ist Teil dieses Dialogs: Mit ihrer klaren Formensprache, der markanten Lichtführung und dem Wechselspiel von Innen und Außen eröffnet sie einen Raum, in dem Licht keine bloße optische Erscheinung ist. Licht ist Material, Werkzeug der Wahrnehmung und kritisches Medium zugleich.Description
Alles Licht - Light and Space gestern und heute
Ended 1 Mar 2026
- Die Ausstellung zeigt thematisch ausgewählte Fotografien aus dem Nachlass des französischen Soziologen Pierre Bourdieu, die nach seiner Aussage seine wichtigsten theoretischen Konzepte visualisierten. Bourdieu gehört zu den prägenden Stimmen der internationalen Soziologie des 20. Jahrhunderts. Seine Hauptwerke, wie Die feinen Unterschiede (1979) oder Das Elend der Welt (1997), werden breit rezipiert. Weniger bekannt sind hingegen Bourdieus frühe ethnographische Forschungen in Algerien zwischen 1957 und 1961, die während des algerischen Unabhängigkeitskriegs (1954–1962) unter der französischen Kolonialherrschaft entstanden. Hier begleitet ihn seine Kamera und der Blick durch den Sucher bei vielfältigen empirischen Studien auf Schritt und Tritt. In hunderten fotografischen Aufnahmen sicherte er die Spuren einer durch koloniale Gewalt zerstörten traditionellen Lebensform und die Folgen der Entwurzelung durch brutale Zwangsumsiedlung breiter Bevölkerungsgruppen. Bourdieus soziologischer Blick richtete sich besonders darauf, wie sich geschlechtsspezifische Alltagspraxen und Rollenbilder in verschiedenen sozialen Kontexten zeigen – etwa bei der Arbeit oder in sozialen Tätigkeiten im privaten und öffentlichen Raum. Diese frühen Beobachtungen von körperlichen und sozialen Verhaltensweisen wurden später zu einer wichtigen Inspirationsquelle für seine Habitus-Theorie und die Studie Die männliche Herrschaft. Die Ausstellung arbeitet daher mit einer systematischen Kombination von Bild und Text, um diesen Zusammenhang deutlich sichtbar zu machen. Ergänzt wird die Ausstellung durch die 2024 für das Centre Pompidou, Paris entstandene Videoarbeit der französisch-algerischen Künstlerin Katia Kameli (*1973). Der Film entstand anlässlich der dortigen Präsentation der Algerienbilder Pierre Bourdieus und erweitert diese um eine zeitgenössische filmische Reflexion. In ihrer dokumentarischen Arbeit „ L’Enquête Bourdieu. Le Ricochet des Images“ („The Bourdieu Investigation. The Ricochet of Images“, OmU Englisch) folgt Kameli den Spuren Bourdieus in Algerien und eröffnet der Ausstellung eine neue, audiovisuelle Perspektive auf sein fotografisches und soziologisches Werk.Description
Geschlecht – Herrschaft – Visualität - Pierre Bourdieus soziologischer Blick
Ended 1 Mar 2026
- Wie beeinflusst Licht unsere Wahrnehmung von Raum und Zeit? Welche künstlerischen, philosophischen und gesellschaftlichen Bedeutungen kann es haben? Und wie verändert sich unser Umgang mit Licht durch digitale Technologien? Licht macht sichtbar, schafft Atmosphäre und prägt, wie wir Räume und Formen wahrnehmen. Seine Rolle in der Kunst wandelte sich stark im Laufe der Jahrhunderte. LichtBlicke zeigt, wie Künstler*innen Licht als gestaltende Kraft, als Sinnbild und als sichtbares Thema nutzen. Licht erscheint in der Sammlungspräsentation auf unterschiedliche Weise: als Medium, als Motiv, als Metapher. Als Medium wird es selbst zum Material der Kunst – in Projektionen, Spiegelungen oder Leuchtkörpern wird Licht räumlich erfahrbar und verwandelt sich in Energie, Bewegung und Wahrnehmung. Als Metapher steht es für Erkenntnis, Spiritualität oder Hoffnung, aber auch für Macht und Vergänglichkeit. Als Motiv schließlich wird Licht zum Gegenstand der Darstellung. In Malerei, Fotografie oder Grafik untersuchen Künstler*innen, wie sich Licht einfangen, bannen oder inszenieren lässt – zwischen flüchtiger Erscheinung und dauerhafter Form. Die Sammlungspräsentation wird im Kontext der Ausstellung [LINK text='Alles Licht. Light and Space gestern und heute' href='https://kunsthalle-bielefeld.de/programm/ausstellungen/alles-licht/'] gezeigt.Description
LichtBlicke in die Sammlung #11
Ended 1 Mar 2026
- Gemeinsam sehen, staunen und gestalten! Diese Veranstaltung lädt Kinder und Erwachsene dazu ein, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern miteinander zu entdecken. Nach einer kurzen Einführung in die Ausstellung geht es für die gesamte Gruppe gemeinsam in das Atelier für eine Kreativaktion. Ob mit Farben, Papier, Stiften oder anderen Materialien – ihr arbeitet als Familie oder nebeneinander, probiert euch aus und gestaltet eigene Werke, die genauso unterschiedlich und lebendig sind wie ihr selbst. Zum Abschluss laden wir euch ein, bei Kaffee, Saft und etwas Süßem noch einmal zusammenzukommen: zum Anschauen, Erzählen, Zuhören und um das Erlebte in Ruhe nachwirken zu lassen. Es sind keine Vorerfahrungen nötig und es gibt keine Altersbeschränkung.Description
Kreativ Kurs 4: Nachmittagsatelier
Ended 27 Feb 2026
- Gemeinsam sehen, staunen und gestalten! Diese Veranstaltung lädt Kinder und Erwachsene dazu ein, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern miteinander zu entdecken. Nach einer kurzen Einführung in die Ausstellung geht es für die gesamte Gruppe gemeinsam in das Atelier für eine Kreativaktion. Ob mit Farben, Papier, Stiften oder anderen Materialien – ihr arbeitet als Familie oder nebeneinander, probiert euch aus und gestaltet eigene Werke, die genauso unterschiedlich und lebendig sind wie ihr selbst. Zum Abschluss laden wir euch ein, bei Kaffee, Saft und etwas Süßem noch einmal zusammenzukommen: zum Anschauen, Erzählen, Zuhören und um das Erlebte in Ruhe nachwirken zu lassen. Es sind keine Vorerfahrungen nötig und es gibt keine Altersbeschränkung.Description
Kreativ Kunsthalle für Kinder
Ended 27 Feb 2026