Düsseldorf
Kunsthalle Düsseldorf
On now
- Das ATELIERFENSTER in der Kunsthalle Düsseldorf wird zur Ausstellungsfläche für Kunst. Im ATELIER finden Workshops statt, hier wird zum Mitmachen aufgerufen und viele verschiedene Gruppen nehmen teil. Mit der neuen Projektreihe ATELIERFENSTER entsteht eine Ausstellungsfläche, die Innen und Außen verbindet. Die Kunsthalle Düsseldorf versteht das ATELIER als Raum der Begegnung und als Labor für künstlerische Experimente. Wir laden Künstler*innen dazu ein, zu intervenieren – zwischen Ausstellungshaus und urbanem Raum, zwischen bildender und angewandter Kunst, zwischen Ausstellungslogiken und deren Abwesenheit. In ihrer spezifisch für die Kunsthalle im Rahmen von ATELIERFENSTER 1 angefertigten Arbeit Iniusta iustutia (Ungerechte Gerechtigkeit) verbindet Julia Reisinger farbige, lichtdurchlässige Folien mit spiegelnden Elementen in Analogie zur gesellschaftlichen Vielfalt und der Plastizität von Grenzen. Die bunte Installation erinnert an Glieder einer Kette. In natürlicher Dynamik verändern sich Licht und Farbigkeit: Farbtöne überlagern sich, fließen ineinander, scheinen in nachdenklicher Bewegung zu tanzen. Inmitten des bunten Ensembles mischen sich etwa Gelb und Blau, woraus Grün entsteht. Die Grund- und Mischfarben holen damit die kunsttheoretische Farbenlehre direkt an den Ort ihrer Vermittlung – mitten ins ATELIER. Bei genauerer Betrachtung wird in der oberen Mitte eine Struktur aus Spiegelfolie erkennbar. Einzelne Gliederketten forman die Umrisse einer abstrahierten Waage, deren unterste Glieder an zwei schwermütige, betrübt blickende Augen erinnern. Ausgehend von Perspektive, Reflexion und Position der Betrachtenden verändert sich die Arbeit, sodass jeder Wahrnehmungsprozess einen einzigartigen Austausch erfährt. Von außen, dem gegenüberliegenden Gehweg aus betrachtet, erscheint an der Fassade der Kunsthalle das Motiv der überdimensionierten Waage in verstärkter Präsenz – fragil und jederzeit aus dem Gleichgewicht zu geraten drohend. Wer sich von innen der spiegelnden Waage nähert, wird selbst Teil des Werkes. Die Künstlerin verweist mit dem lateinischen Titel Iniusta iustitia auf Fragen, die im Spannungsfeld zwischen der Kunsthalle und der Düsseldorfer Altstadt entstehen: Wie erleben wir den Kontrast zwischen Wohlstand und Leid? Was bedeutet Gerechtigkeit in einem Raum, in dem unterschiedliche soziale Realitäten unmittelbar aufeinander treffen? Wodurch wird Gerechtigkeit legitimiert? Und welche Position nehmen wir selbst in diesem Gefüge ein?Description
ATELIERFENSTER 1 Julia Reisinger. Iniusta iustitia (Ungerechte Gerechtigkeit)
Until 17 Jan 2027

Coming soon
Gregor Schneider Haus u r
17 Oct 2026 – 17 Jan 2027

Recent past exhibitions
- Ecologies in Motion ist eine Kooperation zwischen dem Künstlerverein Malkasten und der Kunsthalle Düsseldorf, das im Rahmen der Projektreihe Kunsthalle unterwegs realisiert wird. Der Mitte des 18. Jahrhunderts im Zentrum Düsseldorfs angelegte, zweieinhalb Hektar große Malkastenpark steht im Zentrum des Kooperationsprojekts. Dabei fungiert der Park nicht nur als Kulisse, sondern wird als aktiver Mitspieler in künstlerischen und gesellschaftlichen Prozessen sichtbar gemacht – als Ort der Begegnung, der Erinnerung und der Transformation. Skulpturen, Performances und Interventionen beleben den Park auf vielfältige Weise und öffnen ihn als Raum für zeitgenössische Kunst, Biodiversität im urbanen Raum und Begegnungen unterschiedlicher Art. Ecologies in Motion greift den Park als sozialen, ökologischen und ästhetischen Raum auf. Als sozialer Raum bietet er Möglichkeiten der Begegnung, des Austauschs und der kollektiven Erfahrung, während er als ökologischer Raum neue Blickwinkel auf Biodiversität im urbanen Kontext eröffnet. Die Sensibilisierung für den gewachsenem Baumbestand, die historischen Strukturen und Grünflächen des Malkastenparks ist integraler Bestandteil des Projekts und die Besucher*innen sind eingeladen, ein zukunftsfähiges Verhältnis zur gestalteten Umwelt zu reflektieren. Als ästhetischer Raum bringt der Park seine eigene Geschichte ein: Vom Ideal des Barocks mit seinen geometrischen Formen und Sichtachsen über den englischen Landschaftsgarten bis zum heutigen Erscheinungsbild erzählt er von einem Wandel ästhetischer Ideale. Die kunstvolle Anlage des Gartens tritt nun in den Dialog mit aktuellen künstlerischen Positionen. Der Park wird so nicht nur Ausstellungsort, sondern selbst zum Medium künstlerischer Reflexion.Description
Kunsthalle unterwegs: Ecologies in Motion
Ended 30 Aug 2026
- Was geschieht, wenn ein Ort seine gewohnte Ordnung verliert? Welche Bilder entstehen zwischen Masse und Individuum? Die Bildräume von Helene Kuschnarew bleiben bewusst offen: Sie greifen Verschiebungen auf, ohne sie festzulegen. Gesellschaftliche und institutionelle Strukturen werden angedeutet, moralische und kulturelle Normen berührt, Tabuthemen nur gestreift. Wie groß sind 360 Hektar? So groß wie 504 Fußballfelder, siebenmal der Vatikan oder rund 5.000 Tennisplätze – oder eben Wacken. Der Titel 360 Hektar verweist auf das Dorf Wacken, das durch das jährlich stattfindende Heavy-Metal-Festival Wacken Open Air vorübergehend zur Großstadt wird. Zwischen wenigen tausend Einwohner*innen und zehntausenden Besucher*innen entsteht ein Ausnahmezustand, der Fragen nach Gemeinschaft, Ritual und kollektiver Identität aufwirft. Der Ort fungiert dabei zugleich als reale Referenz und als Träger kollektiver wie individueller Erinnerung. Vergänglichkeit und Kurzlebigkeit erscheinen als strukturelle Prinzipien, etwa wenn Pigmentstaub direkt auf die Wand aufgetragen und wieder entfernt wird. Kuschnarews Praxis bewegt sich in einem Spannungsfeld von Archivierung, Spur und Überlagerung, in dem sich Bilder als vorläufige Zustände formieren.Description
MUR BRUT 38 Helene Kuschnarew. 360 Hektar
Ended 31 May 2026
- FOLDS (in tape fields) ist eine Kooperation zwischen der Kunsthalle Düsseldorf und dem IMAI – Inter Media Art Institute, die im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Ausstellungsprojekts Circulating Copies des IMAI auf Bildschirmen und Lautsprechersystemen im Düsseldorfer Stadtraum realisiert wird. KMRU untersucht, wie urbane Infrastrukturen das Hören im öffentlichen Raum bedingen und strukturieren. Ausgehend von Hörspaziergängen, Umwegen und beiläufigen Aufnahmen nähert er sich Düsseldorf als einem auditiven Feld, in dem sich Routinen, Rhythmen und Erwartungen überlagern. FOLDS (in tape fields) entfaltet sich über verschiedene Orte und Lautsprechersysteme im Stadtraum. Klangmotive, Schleifen und Feldaufnahmen tauchen versetzt und wiederkehrend auf, ohne sich zu einem geschlossenen Ganzen zu fügen. Zeit wird gedehnt, unterbrochen oder zurückgeführt. Bedeutung entsteht im Vorübergehen, im Verweilen oder auch im Überhören. Statt einer festen Kartografie eröffnet die Arbeit eine offene, vielschichtige Form der Wahrnehmung. "IN THE BEGINNING there was a river. The river became a road and the road branched out to the whole world. And because the road was once a river it was always hungry." Ben Okri, The Famished Road, 1991 Der in Berlin lebende Klangkünstler KMRU (Joseph Kamaru, * 1997 in Nairobi, Kenia) nutzt Fied Recordings, Ambient Sound und experimentelle Techniken, um Hörkulturen jenseits vorherrschender Wahrnehmungsnormen zu erforschen. Er realisiert international Kompositionen, Installationen und Performances und hat mehrere Alben veröffentlicht, darunter auf seinem eigenen Label OFNOT. Circulating Copies ist ein zweijährliches Ausstellungsprojekt der Stiftung IMAI – Inter Media Art Institute auf Bildschirmen und Lautsprechersystemen im Düsseldorfer Stadtraum. Audiovisuelle Medien sind hier alltäglich präsent und werden zugleich kaum als gestaltbare oder veränderbare Strukturen wahrgenommen. Die zweite Edition des Projekts widmet sich daher der Frage, wie diese Infrastrukturen das Sehen und Hören im öffentlichen Raum organisieren, verhandeln und reflektieren. Öffentliche audiovisuelle Infrastrukturen – Screens, LED -Wände, Durchsagesysteme, Beschallungsanlagen – sind keine neutralen Träger von Information oder Unterhaltung. Sie beruhen auf Annahmen darüber, wie wir mehrheitlich sehen und hören, und wie unsere Aufmerksamkeit "funktioniert". Diese Annahmen produzieren Ausschlüsse: Sie privilegieren bestimmte Körper, Sinne und Erfahrungsweisen und machen andere unsichtbar oder unhörbar. Circulating Copies setzt hier an und fragt, wie künstlerische Interventionen diese Bedingungen sichtbar, hörbar und veränderbar machen können. Sehen und Hören werden dabei nicht als universelle Fähigkeiten verstanden, sondern als unterschiedliche, situierte und relationale Erfahrungen, die in konkreten technischen und sozialen Umgebungen entstehen. Neben den Arbeiten im Stadtraum umfasst Circulating Copies ein begleitendes Programm, das in engem Austausch mit nicht-visuell bzw. nicht-lautsprachlich orientierten Künstler*innen, Theoretiker*innen, Übersetzer*innen und Aktivist*innen entsteht, und das normierende Zugänge zu audiovisueller Kunst gezielt aufbricht.Description
Kunsthalle unterwegs: FOLDS (in tape fields)
Ended 6 May 2026
- Mit Nur der Beton rückt die brutalistische Architektur der Kunsthalle Düsseldorf in den Mittelpunkt. Aufgrund der kurzfristigen Verschiebung der ab Sommer 2026 geplanten Sanierung der Kunsthalle haben die Besucher*innen für drei Wochen die seltene Möglichkeit, das Gebäude in seiner radikalsten Form zu erleben: leer, ohne jegliche Eingriffe oder Inhalte. Die Kunsthalle lädt ein, die spezifische Atmosphäre der Architektur und die brutalistischen Strukturen bewusst wahrzunehmen. Die leeren Räume dienen als Ort der Ruhe und des Innehaltens inmitten der Düsseldorfer Altstadt.Description
Nur der Beton
Ended 5 Apr 2026
- Aus dem flimmernden Licht des betongrauen Parkhauses entfaltet sich eine schattenhafte Geschichte: eine Kreatur – weder ganz menschlich noch ganz fremd – eröffnet eine mythologische Welt, die sich mit selbstkritischen Fragen an die Betrachter*innen richtet. In welchem Verhältnis steht der eigene Körper zu dieser Figur, zu ihrer Verletzlichkeit, zu ihrer Umwelt? In ihr begegnet uns eine ökofeministische Perspektive, die die Trennung von Mensch und Natur, Subjekt und Objekt in einem unwirklichen Setup infrage stellt. Die Installation untersucht Übergänge zwischen Wahrnehmung, Identität und Erinnerung und entfaltet ein Moment der Unsicherheit. Transformation erscheint nicht als dramatischer Wandel, sondern als leises Umschalten zwischen Zuständen, Zeiten und Empfindungen. Das Parkhaus wird zum Resonanzraum dieser Fragen: ein Schwellenort, an dem sowohl die individuelle als auch die gesellschaftliche Wahrnehmung in Bewegung gerät und das Sehen zu einer körperlichen Erfahrung wird; flüchtig, tastend, offen und womöglich doch überfordert.Description
MUR BRUT 37 Nadine Karl. After Unrast
Ended 8 Mar 2026
- Am Freitag, 27. Februar 2026, von 17 – 22 Uhr lädt die Kunsthalle Düsseldorf zur Kindermuseumsnacht ein. Am Samstag, 28. Februar, und Sonntag, 1. März 2026, jeweils von 11 – 18 Uhr geht das Abenteuer beim Familienwochenende weiter. An allen drei Tagen öffnen sich zwei besondere Räume für Kinder, Familien und Neugierige jeden Alters: der Seitenlichtsaal und der Kinosaal. Gemeinsam malen im Seitenlichtsaal Im Seitenlichtsaal können Kinder gemeinsam an der langen Maltafel, ein riesiges Bild entstehen lassen. Alle Werke werden nach und nach an die Wände gehängt – so wächst der Raum im Laufe der Tage immer weiter zu einer bunten, kollektiven Bilderlandschaft. Ein außerirdischer Planet im Kinosaal Im Kinosaal entsteht eine begehbare Rauminstallation der Künstlerin Sofía Magdits Espinoza. Die Kunsthalle wird zu einem außerirdischen Planeten aus Wurzeln, Myzel und Wasser. Kinder und Erwachsene gestalten den Raum mit: Sie flechten textile Wurzeln, verbinden sie mit Fäden und lassen ein wachsendes Netzwerk entstehen. Jede neue Verbindung macht den Planeten größer. Am Boden fließt unterirdisches Wasser durch den Raum. Licht, Klang und Textilien schaffen eine besondere Atmosphäre.Description
Familienwochenende Entdecke den Planeten Kunsthalle
Ended 1 Mar 2026
Kindermuseumsnacht Düsseldorf 2026
Ended 27 Feb 2026
NACHTFOYER SPEZIAL mit Lisa Röing Baer, Inessa Emmer, Julika Rudelius & Nikola Ukic
Ended 24 Feb 2026