Zürich
Kunsthalle Zürich
On now
- Mit Crossing präsentiert die Kunsthalle Zürich die erste institutionelle Einzelausstellung der in London lebenden Filmemacherin und Künstlerin Ayo Akingbade (geb. 1994, London) ausserhalb Grossbritanniens. Die Ausstellung vereint zwei Neuproduktionen, die in der Kunsthalle Zürich Premiere feiern, mit früheren Arbeiten der Künstlerin und zeichnet dabei Akingbades kontinuierliche Auseinandersetzung mit Urbanismus und Architektur sowie mit den sozialen und politischen Kräften, die diese prägen, nach.Description
Ayo Akingbade
Until 10 Jan 2027

- In seinen Skulpturen, Installationen, Performances, Zeichnungen und Texten überführt der in Glasgow lebende Künstler Caspar Heinemann (geb. 1994 in London) Sprache, Erzählungen und historische Fragmente in materielle und räumliche Formen. Dabei verbindet er häufig queere und gegenkulturelle Geschichten mit Bezügen zu Kunst und Architektur, die abseits des Mainstreams entstanden sind, sowie zu spirituellen und literarischen Traditionen, in denen oftmals unerwartete Erzählungen und Figuren zum Vorschein kommen. Im Zentrum seiner Ausstellung in der Kunsthalle Zürich steht eine neue, raumgreifende Installation, die Heinemanns Interesse an handwerklichen Prozessen und Materialität aufgreift. Darin richtet Heinemann den Blick auf den Nachthimmel – ein wiederkehrendes Motiv in seinem Werk, anhand dessen er Fragen nach Kontinuität, Vorstellungskraft und sogenanntem «magischen Denken» untersucht. ABRACADABRA (2026), eine eigens für die Ausstellung entwickelte Installation, umfasst einfache Holzpaletten und einen schweren, schalldämpfenden, handbestickten Vorhang, der den Raum der Kunsthalle Zürich in zwei Hälften teilt. Die Konstruktion erinnert an eine improvisierte Theaterbühne in einer Schule oder einem Gemeindesaal und besteht aus zwei identischen, Rücken an Rücken installierten Bühnen, die jeweils über eine Treppe verfügen. Tatsächlich gibt es jedoch weder eine Vorder- noch eine Rückseite und auch keinen für das Theater charakteristischen eigentlichen Backstage-Bereich. Die Trennung ist eine Illusion: Die Rückseite jeder Bühne dient zugleich als Vorderseite der jeweils anderen. Wie die einfache Konstruktion aus Europaletten folgt auch der schwarze Vorhang einer bewusst handgemachten Ästhetik. Aus einer Vielzahl verschiedener Stoffe zusammengenäht und mit groben Stichen befestigten Sternen versehen, bleiben Fäden und Nähte sichtbar und verweisen damit auf Heinemanns Erfahrungen mit Punk-, DIY- und Hausbesetzerkulturen und deren Verwendung von leicht verfügbaren Materialien. Die Prozesse des Anfertigens, Reparierens und bewussten Einfügens von Patchwork-Elementen bleiben dabei gezielt uneindeutig. Der Nachthimmel dient hier als allegorisches Mittel, das die Kluft zwischen dem Ding und seiner Darstellung verkompliziert: Einige wenige Sterne auf schwarzem Grund genügen, um das Bild eines Nachthimmels zu erzeugen, während sich das, was sie darstellen sollen, letztlich jeglicher Abbildung entzieht. Als Motiv, das zugleich geografisch spezifisch und universell ist, wird der Nachthimmel so zu einer Projektionsfläche für Vorstellungen und Bedeutungen – und für den Versuch, etwas letztlich Unbegreifliches fassbar zu machen. Im Dialog mit ABRACADABRA steht 2x Early Post War Black Forrest Cuckoo Clocks Hand Painted Shields Restoration (2026), eine ebenfalls eigens für die Ausstellung entstandene Arbeit. Zwei Holzuhren aus dem Schwarzwald wurden für die Ausstellung restauriert und wieder funktionsfähig gemacht. Ihr Ticken wird über Kontaktmikrofone und Lautsprecher verstärkt und erfüllt den Ausstellungsraum. Die Uhren erinnern an die Ästhetik von Volkskunst und traditionellenDescription
Caspar Heinemann
Until 10 Jan 2027

Recent past exhibitions
- Die kommende Ausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Henrik Olesen erstreckt sich über beide Stockwerke der Kunsthalle Zürich und vereint bereits existierende Werkkomplexe mit einer Reihe neuer, eigens für die Ausstellung entstandener Arbeiten. Es handelt sich dabei um Olesens erste institutionelle Einzelausstellung in Zürich seit nahezu zwei Jahrzehnten.Description
Henrik Olesen
Ended 6 Sept 2026
- Mit Over out und above präsentiert die Kunsthalle Zürich die erste institutionelle Einzelausstellung der in Berlin lebenden Künstlerin Klara Lidén (geb. 1979, Stockholm) in der Schweiz. Anhand zahlreicher Neuproduktionen sowie einer Auswahl jüngerer Arbeiten liefert die Ausstellung einen umfangreichen Einblick in die vielschichtige Arbeitsweise der Künstlerin und ihre Auseinandersetzung mit den physischen, psychologischen und sozialen Grenzen von öffentlichem und privatem Raum. Lidéns künstlerisches Vokabular reicht von architektonischen Interventionen im städtischen und institutionellen Kontext bis hin zu performativen, oftmals widerständigen Aktionen, die das gesellschaftliche und soziale Gefüge des urbanen Raums befragen. Auch die materielle Aneignung des sie umgebenden Raums ist zentraler Bestandteil von Lidéns Praxis, in der sie Objekte aus dem städtischen Inventar in den Ausstellungsraum überführt.Description
Klara Lidén
Ended 4 Sept 2026
- Die Kunsthalle Zürich freut sich, mit Intermezzo die erste institutionelle Einzelausstellung des in Tallinn lebenden Künstlers Kaarel Kurismaa (geb. 1939, Pärnu, Estland) ausserhalb seiner Heimat zu präsentieren. Ausgangspunkt der Ausstellung ist eine Auswahl von Klangskulpturen, die Kurismaa in den späten 1990er-Jahren entwickelte, und die in den Räumlichkeiten der Kunsthalle Zürich erstmals in Dialog miteinander gesetzt werden. Kurismaa ist vor allem für seine kinetischen Objekte bekannt, die er meist aus massengefertigten Materialien wie gefundenen Möbelteilen, Küchenutensilien und elektronischen Motoren Mitte der 1960er-Jahre zu fertigen begann. Nachdem er 1957 an der Musikschule in Tartu abgelehnt wurde, schrieb er sich zunächst an der dortigen Kunsthochschule ein und studierte wenige Jahre später Monumentalmalerei am Staatlichen Kunstinstitut in Tallinn. Parallel zu seinem Studium arbeitete Kurismaa als Künstler-Dekorateur im 1960 eröffneten Tallinna Kaubamaja – dem ersten Selbstbedienungs-Warenhaus im sowjetischen Estland, das sich bewusst an westlichen Handelsketten orientierte. Die Tätigkeit im Kaufhaus ermöglichte es ihm, mit Readymade-Materialien und industriell produzierten Formen zu experimentieren. Vor diesem Hintergrund entstand 1966 seine erste, aus einem Kaminrost und Küchenutensilien gefertigte Skulptur, die als erstes kinetisches Objekt der estnischen Kunstgeschichte gilt, heute jedoch nicht mehr erhalten ist. Inmitten der Stagnation der 1970er-Jahre – einer Phase ideologischer Verhärtung und kultureller Unterdrückung, die einen Höhepunkt in der seit den 1940er-Jahren bestehenden sowjetischen Besatzung bildete – standen die estnischen Künste, insbesondere die Avantgarde, unter intensiver Beobachtung. Kurismaa verlagerte seinen Schwerpunkt auf Aufträge für Kunst im öffentlichen Raum und arbeitete zudem als Bühnenbildner und Regisseur bei Tallinnfilm, dem ältesten noch bestehenden Filmstudio Estlands. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und deren nachlassenden Kontrolle über die Sowjetrepubliken Mitte der 1990er-Jahre wandte sich Kurismaa schliesslich wieder verstärkt seiner eigenen Praxis zu. Es entstanden zunehmend raumgreifende Skulpturen, die sich an der Schnittstelle von Instrument und Maschine bewegen. Die Ausstellung entlehnt ihren Titel der gleichnamigen Arbeit Intermezzo, die 1997 in zweifacher Ausführung von Kurismaa entwickelt und im Rahmen seiner Ausstellung in der Kunsthalle Zürich in einer dritten Auflage realisiert wurde. Bestehend aus winzigen Becken, die auf gefalteten Metallstreifen montiert und von kleinen Holzhämmern gespielt werden, sind die am Boden platzierten Arbeiten von Wechselstrommotoren angetrieben. Mehrere nicht synchronisierte Motoren sind dabei gleichzeitig in Betrieb und erzeugen ein sich stetig wandelndes klangliches Gefüge, das Kurismaas anhaltendes Interesse an mechanischer Perkussion verdeutlicht. Den kleinformatigen Variationen von Intermezzo gegenübergestellt, ist Alma’s Railroad, 1997 – eine grossformatige Skulptur in drei Teilen, die an Hightech-Maschinen oder Raumfahrzeuge erinnert und elektronisch verstärkt wird. Ihre dumpfen, durch violette Karton- und Kunststoffröhren geleiteten Töne verbinden sich mit den hellen Klängen von Intermezzo, 1997/2026, zu einer vielschichtigen Klanglandschaft. Während die Titel seiner Arbeiten meist musikalische Bezüge aufweisen, bewegt Alma’s Railroad sich zwischen persönlicher Erinnerung und Wortspiel und verweist zugleich auf Kurismaas Tante Alma sowie auf das estnische Wort «allmaa» (Untergrund). Den Anfangs- und Schlusspunkt der Ausstellung bildet Kurismaas einzig bekannte Videoarbeit Racing the Waves, 2001, die den Künstler an der Küste Tallinns bei einer Performance dokumentiert. Der Titel – eine wörtliche Übersetzung des estnischen Originals Lainetega võidu – beschreibt eine parallele Bewegung, in der Kurismaa mit an Wellen erinnernden Messingblechen um die Wette springt; jenes Material, das er bereits wenige Jahre zuvor bei der Arbeit an Intermezzo verwendete. Während «Intermezzo» im musikalischen Sinne ein Zwischenspiel bezeichnet, verweist der Begriff zugleich auf einen relationalen Moment des Übergangs und der Verknüpfung – eine Erfahrung, die sich nicht zuletzt in der Kunsthalle Zürich entfaltet, wenn die Klänge von Kurismaas Arbeiten sich überlagern und ein visuelles wie akustisches Ensemble formen.Description
Kaarel Kurismaa
Ended 25 May 2026
- Die Kunsthalle Zürich freut sich, mit Offcut die erste institutionelle Einzelausstellung von Niloufar Emamifar in der Schweiz zu präsentieren. Die Ausstellung wurde vor Ort entwickelt und ist als räumliche Syntax konzipiert, die sich durch eine Unbestimmtheit von Massstab, Nähe und Beständigkeit artikuliert. Ausgangspunkt der Ausstellung ist ein architektonischer Eingriff, durch den der Boden der Kunsthalle Zürich um wenige Zentimeter angehoben wird. Ausgeführt mit einem schwarzen, gefederten Tanzboden, wie er üblicherweise vom Ballett Zürich verwendet wird, fungiert diese erhöhte Ebene sowohl als eigenständige Arbeit als auch als räumliche Neukalibrierung, entlang derer sich eine Reihe neuer Arbeiten entfaltet. Kuratiert von Fanny Hauser.Description
Niloufar Emamifar
Ended 22 May 2026
Yayoi Kusama: Infinity Mirror Rooms
Ended 15 Feb 2026