Krefeld
Haus Lange Haus Esters
On now
- Seit 2018 ermöglicht die Ausstellungsreihe der Sammlungssatelliten immer wieder neue, überraschende Perspektiven auf die Sammlung und Geschichte der Kunstmuseen Krefeld. Für die zehnte Ausstellung dieser Reihe reagiert die britische Künstlerin Emma Talbot (geb. 1969 in Stourbridge, UK) auf eines der monumentalen Hauptwerke des Kaiser Wilhelm Museums: 1923 schuf der niederländische Künstler Johan Thorn Prikker (1868–1932) im KWM den Wandgemälde-Zyklus Lebensalter. Talbot wird mit einer raumgreifenden Installation im Thorn Prikker Saal und weiteren Werken ihre bildmächtigen Visionen des Lebenskreislaufes in einer multiperspektivischen, verwobenen, instabilen Gegenwart präsentieren. Emma Talbot ist mit ihren farbgewaltigen Installationen aus bemalter Seide, skulpturalen Ensembles, Zeichnungen und filmischen Animationen bekannt geworden. Sie ist Gewinnerin des 8. Max Mara Art Prize for Women und war 2022 auf der Biennale di Venezia in The Milk of Dreams vertreten.Description
Emma Talbot. PSYCHE Sammlungssatellit #10
Until 24 Jan 2027

- Zwischen sozial engagierter "Kunstarbeit" und Spiritualität, zwischen Ornament und Abstraktion: Johan Thorn Prikker (1868-1932) gehört zu den prägenden Künstlern der 1910er und 1920er Jahre im Rheinland, die Malerei mit angewandter Kunst und Architektur zu einem Gesamtkunstwerk vereinen. In den Niederlanden ausgebildet, kommt er 1904 nach Krefeld und lehrt später in Düsseldorf und Köln. Die Kunstmuseen Krefeld besitzen mit rund eintausend Arbeiten den umfangreichsten Bestand von Arbeiten Johan Thorn Prikkers überhaupt – darunter ausgeführte Glasfenster, Plakate und Gemälde sowie Entwürfe für Textilien, Glasfenster, Wandgemälde und Mosaike. Zum ersten Mal seit den 1960er Jahren wird diesem Bestand eine umfangreiche Präsentation gewidmet. Sie stellt das vielschichtige Werk des Künstlers in den Kontext der Sammlung und überrascht mit Highlights wie den monumentalen Mosaik- und Fensterentwürfen, die Thorn Prikker für die wegweisende Düsseldorfer Ausstellung GeSoLei 1926 schuf.Description
Schöne Anarchie. Johan Thorn Prikker und seine Zeit
Until 31 Aug 2027

Recent past exhibitions
- ERÖFFNUNG: 19. April 2026, 11.30 Uhr Acaye Kerunen (geb. 1981 in Kampala, Uganda) arbeitet interdisziplinär in der visuellen und darstellenden Kunst, in den Bereichen Film, Klang, Poesie und ist ebenso als Kuratorin tätig. Sie ist eine der wichtigsten Stimmen Ostafrikas und vertritt Uganda dieses Jahr zum zweiten Mal auf der Biennale in Venedig. Die besondere Kraft ihres skulpturalen und installativen Werke resultiert aus der Verbindung von natürlichen Materialien, dem Handwerk und einer auf Kooperationen ausgerichteten Kunstpraxis. Kerunen fertigt ihre Arbeiten aus Raffia, Bast, den Fasern von Palmblättern und Rindenstoff – Materialien, die aus Pflanzen der Region östlich von Kampala gewonnen und traditionell in der Flechtkunst verwendet werden. Sie kooperiert mit Frauengemeinschaften in Uganda, die das Handwerk weiterführen und alltägliche Gebrauchsdinge wie Körbe, Matten, Stoffe und Bänder fertigen. Kerunen führt handwerkliche Techniken wie Knüpfen, Flechten, Nähen, Knoten, Weben als künstlerische Arbeit fort und bindet die Gegenstände der Frauen darin ein. Kunst und Handwerk gehen in ihrem Werk untrennbar ineinander über. Kerunens Objekte und Installationen verkörpern das Wissen um ökologische und soziale wie auch koloniale Zusammenhänge, wie sie in die Geschichte Ugandas eingeschrieben sind. Die Kunstmuseen Krefeld richten der Künstlerin ihre erste museale Einzelausstellung und ihr Debüt in Deutschland aus. In Haus Lange verbindet Kerunen ihre bisherige Produktion mit neuen, speziell für Krefeld geschaffenen Arbeiten. Skulpturale Werke, partizipative Installation, ein Film und weitere Werke geben einen Einblick in das komplexe und zugleich sinnliche Werk dieser außergewöhnlichen Künstlerin Kuratorin: Sylvia Martin HLHE Dialog - Nach der Kunst: Acaye Kerunen und Bernhard Fuchs kommen aus verschiedenen Kulturräumen und gehen künstlerisch unterschiedliche Wege. Gemeinsam ist ihnen eine enge Verbundenheit mit ihrer Heimat, aus der sie ihre Inspiration schöpfen und ihre künstlerischen Anliegen entwickeln. Bewahren, Wertschätzen, Fortführen wie auch die Sehnsucht nach Reparatur bilden in den Werken beider Künstler:innen einen festen gemeinsamen Rahmen. Seit 2017 präsentieren die Kunstmuseen Krefeld mit der Reihe HLHE Dialog in den benachbarten Villen Mies van der Rohes die Gegenüberstellung von historischen und jüngeren beziehungsweise zeitgenössischen Positionen in Kunst, Design und Architektur, die das Erbe der Moderne immer wieder neu reflektieren.Description
Acaye Kerunen
Ended 6 Sept 2026
- Bernhard Fuchs (geb. 1971 in Haslach a.d. Mühl, Österreich) gehört zur etablierten Generation der Düsseldorfer Fotoschule. Sein Werk steht einzigartig in der Tradition der deutschen wie auch amerikanischen Dokumentarfotografie. Fuchs fokussiert seinen Blick immer wieder auf ein Sujet: auf das Mühlenviertel in Oberösterreich, wo er aufgewachsen ist. Seit Anfang der 1990er Jahre entstehen hier Serien, die die Landschaft und die Menschen dieser Region auf besondere Weise, unmittelbar und zugleich distanziert, zeigen. Mit Heustock hat der Künstler eine neue Werkserie abgeschlossen, die in den Jahren 2018 bis 2024 ebenfalls in der Region Oberösterreich entstanden ist. Als Heustock wird der Vorrat an Heu bezeichnet, der zumeist auf dem Heuboden in der Scheune trocknet, lagert und die Grundlage für eine Viehhaltung bildet. Aus Gründen mangelnder Rentabilität verschwinden solche ehedem unverzichtbaren Speicherräume nun nach und nach. Die Fotografien zeigen eine zum Teil archaisch anmutende Architektur und vermitteln einen intensiven Eindruck von Materialität. Fotografiert bei Tageslicht, entsteht in jedem Motiv eine besondere Farbigkeit und eine mitunter mystische Atmosphäre. Fuchs thematisiert in seiner Serie Heustock überkommene landwirtschaftliche Speicher- und Produktionsprozesse ebenso wie das Medium der Fotografie selbst. Die Kunstmuseen Krefeld präsentieren erstmals die neue Fotoserie Heustock in Haus Esters mit rund 30 Motiven. [PARA_DATE_HINT] Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Lentos Kunstmuseum Linz in Österreich, wo die neue Werkreihe Heustock vom 27. Mai bis 15. August 2027 präsentiert wird. [/PARA_DATE_HINT] Kuratorin: Sylvia Martin [PARA]Description
Bernhard Fuchs. Heuboden, Geierschlag (aus Heustock, 2018-2024)
Ended 5 Sept 2026
- Mit der Ausstellung L'Art d'habiter / Die Kunst des Wohnens widmen die Kunstmuseen Krefeld der französischen Architektin und Designerin Charlotte Perriand (1903-1999) die erste umfassende Retrospektive in Deutschland. Als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten aus dem Umfeld Le Corbusiers prägte sie das moderne Wohnen durch ihre Verbindung von innovativer Gestaltung mit positivem sozialem Wandel. Die Schau entsteht in enger Zusammenarbeit mit den Archives Charlotte Perriand und wirft einen Blick auf Perriands Lebenswerk aus der Perspektive der Raumkunst. Von ihren frühen ikonischen Stahlrohrmöbeln über die experimentellen Minimalbehausungen der Zwischenkriegszeit, die modularen Aufbewahrungssysteme der Nachkriegsjahre bis hin zu ihrem Gesamtkunstwerk – dem alpinen Skigebiet Les Arcs – präsentiert L’Art d’habiter Perriands gestalterisches Programm und ihr gesellschaftliches Engagement durch das Design von Lebensräumen. Ihr Werk erweist sich dabei als bemerkenswert aktuell – nicht nur im Hinblick auf zeitgenössische Architektur- und Designfragen, sondern auch angesichts drängender ökologischer und sozialer Herausforderungen. Als Hauptaustellung des Jahres 2025 wird die Ausstellung im Kaiser Wilhelm Museum (KWM) sowie in den von Ludwig Mies van der Rohe gebauten Häusern Lange und Esters zu sehen sein. An diesen drei Ausstellungsorten entfaltet sich ein facettenreiches und lebendiges Bild von Charlotte Perriands Schaffen. Im Zentrum steht ihr Dialog mit der Umwelt, der Natur, fremden Kulturen, ihre politische Haltung sowie ihr reflektiertes Verhältnis zum Traditionshandwerk im Spannungsfeld industrieller Produktion. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung Perriands Auseinandersetzung mit Fotografie und Fotomontage – Medien, mit denen sie die soziale Dimension ihres künstlerischen Denkens vertiefte. KWM Unter den kostbaren Leihgaben namhafter internationaler Institutionen befinden sich zahlreiche seltene Originalmöbel, Archivdokumente, Fotografien und Filmaufnahmen. Begehbare Raumrekonstruktionen lassen Perriands Design lebendig werden. In thematischen Sektionen wird ihre gestalterische Programmatik von den 1920er- bis in die 1970er-Jahre nachvollziehbar. Haus Lange Die Präsentation in Haus Lange widmet sich Perriands zentralem Leitmotiv einer Synthese der Künste und beleuchtet vertiefend ihre Aufenthalte in Japan, Indochina und Brasilien. Im Fokus stehen zudem ihre transkulturellen Dialoge und Kooperationen mit bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten wie Fernand Léger und Isamu Noguchi. Haus Esters In Haus Esters wird das Werk Charlotte Perriands durch ausgewählte Positionen der modernen und zeitgenössischen Kunst in einen internationalen Kontext gestellt. Highlights aus der Designsammlung der Kunstmuseen Krefeld veranschaulichen die nachhaltige Wirkung ihres Schaffens – und ihre ungebrochene Aktualität in der Gegenwart. Dank Cassina, dem Premium-Partner der Ausstellung, der sich für die Verbreitung der Designkultur einsetzt, wird eine originalgetreue Rekonstruktion des bahnbrechenden Équipement intérieur d’une habitation zu sehen sein, das Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand für den Salon d’Automne in Paris im Jahr 1929 entworfen haben. Die intensive philologische Forschung sowie die großzügigen Leihgaben des italienischen Designunternehmens ermöglichen darüber hinaus, dass die Besucher:innen nicht nur Perriands visionäre Frühwerke erleben können. Auch ihre späteren Projekte, darunter originalgetreue Rekonstruktionen von Entwürfen für die wegweisenden Ausstellungen in Tokio 1940 und 1955, wo sie eine einzigartige Synthese aus westlicher Moderne und japanischer Tradition schuf, werden in den Kunstmuseen Krefeld gezeigt. Eine Ausstellungskooperation der Kunstmuseen Krefeld mit dem Museum der Moderne Salzburg und der Fundació Joan Miró, Barcelona. Kuratiert von Katia Baudin mit Waleria Dorogova, mit besonderer Unterstützung von Pernette Perriand-Barsac und Jacques Barsac von den Archives Charlotte Perriand.Description
Charlotte Perriand L’Art d’habiter / Die Kunst des Wohnens
Ended 15 Mar 2026
- Mit der Ausstellung L'Art d'habiter / Die Kunst des Wohnens widmen die Kunstmuseen Krefeld der französischen Architektin und Designerin Charlotte Perriand (1903-1999) die erste umfassende Retrospektive in Deutschland. Als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten aus dem Umfeld Le Corbusiers prägte sie das moderne Wohnen durch ihre Verbindung von innovativer Gestaltung mit positivem sozialem Wandel. Die Schau entsteht in enger Zusammenarbeit mit den Archives Charlotte Perriand und wirft einen Blick auf Perriands Lebenswerk aus der Perspektive der Raumkunst. Von ihren frühen ikonischen Stahlrohrmöbeln über die experimentellen Minimalbehausungen der Zwischenkriegszeit, die modularen Aufbewahrungssysteme der Nachkriegsjahre bis hin zu ihrem Gesamtkunstwerk – dem alpinen Skigebiet Les Arcs – präsentiert L’Art d’habiter Perriands gestalterisches Programm und ihr gesellschaftliches Engagement durch das Design von Lebensräumen. Ihr Werk erweist sich dabei als bemerkenswert aktuell – nicht nur im Hinblick auf zeitgenössische Architektur- und Designfragen, sondern auch angesichts drängender ökologischer und sozialer Herausforderungen. Als Hauptaustellung des Jahres 2025 wird die Ausstellung im Kaiser Wilhelm Museum (KWM) sowie in den von Ludwig Mies van der Rohe gebauten Häusern Lange und Esters zu sehen sein. An diesen drei Ausstellungsorten entfaltet sich ein facettenreiches und lebendiges Bild von Charlotte Perriands Schaffen. Im Zentrum steht ihr Dialog mit der Umwelt, der Natur, fremden Kulturen, ihre politische Haltung sowie ihr reflektiertes Verhältnis zum Traditionshandwerk im Spannungsfeld industrieller Produktion. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung Perriands Auseinandersetzung mit Fotografie und Fotomontage – Medien, mit denen sie die soziale Dimension ihres künstlerischen Denkens vertiefte. KWM Unter den kostbaren Leihgaben namhafter internationaler Institutionen befinden sich zahlreiche seltene Originalmöbel, Archivdokumente, Fotografien und Filmaufnahmen. Begehbare Raumrekonstruktionen lassen Perriands Design lebendig werden. In thematischen Sektionen wird ihre gestalterische Programmatik von den 1920er- bis in die 1970er-Jahre nachvollziehbar. Haus Lange Die Präsentation in Haus Lange widmet sich Perriands zentralem Leitmotiv einer Synthese der Künste und beleuchtet vertiefend ihre Aufenthalte in Japan, Indochina und Brasilien. Im Fokus stehen zudem ihre transkulturellen Dialoge und Kooperationen mit bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten wie Fernand Léger und Isamu Noguchi. Haus Esters In Haus Esters wird das Werk Charlotte Perriands durch ausgewählte Positionen der modernen und zeitgenössischen Kunst in einen internationalen Kontext gestellt. Highlights aus der Designsammlung der Kunstmuseen Krefeld veranschaulichen die nachhaltige Wirkung ihres Schaffens – und ihre ungebrochene Aktualität in der Gegenwart. Dank Cassina, dem Premium-Partner der Ausstellung, der sich für die Verbreitung der Designkultur einsetzt, wird eine originalgetreue Rekonstruktion des bahnbrechenden Équipement intérieur d’une habitation zu sehen sein, das Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand für den Salon d’Automne in Paris im Jahr 1929 entworfen haben. Die intensive philologische Forschung sowie die großzügigen Leihgaben des italienischen Designunternehmens ermöglichen darüber hinaus, dass die Besucher:innen nicht nur Perriands visionäre Frühwerke erleben können. Auch ihre späteren Projekte, darunter originalgetreue Rekonstruktionen von Entwürfen für die wegweisenden Ausstellungen in Tokio 1940 und 1955, wo sie eine einzigartige Synthese aus westlicher Moderne und japanischer Tradition schuf, werden in den Kunstmuseen Krefeld gezeigt. Eine Ausstellungskooperation der Kunstmuseen Krefeld mit dem Museum der Moderne Salzburg und der Fundació Joan Miró, Barcelona. Kuratiert von Katia Baudin mit Waleria Dorogova, mit besonderer Unterstützung von Pernette Perriand-Barsac und Jacques Barsac von den Archives Charlotte Perriand.Description
Charlotte Perriand. L'Art d'habiter / Die Kunst des Wohnens
Ended 15 Mar 2026
- In unserem Ausstellungsfilm zu "Charlotte Perriand. L'Art d'habiter / Die Kunst des Wohnens" geben Pernette Perriand Barsac und Jacques Barsac von den Archives Charlotte Perriand sowie die Kuratorinnen Katia Baudin und Waleria Dorogova spannende Einblicke in die Ausstellung!Description
CHARLOTTE PERRIAND: Ausstellungsvideo online
Ended 15 Mar 2026