Aken
Ludwig Forum für Internationale Kunst
On now
- Tut Kunst etwas oder sagt Kunst etwas? Gibt es Kunst ohne Kontext? Wie kann man Kunst beurteilen: allgemein oder persönlich? Was bedeutet es, Kunst zu sammeln, sie öffentlich auszustellen, sie zu kuratieren? Sollte man jegliche Kunst ausstellen? Wie wird durch eine Anordnung von Kunstwerken Sinn erzeugt? Braucht Kunst überhaupt einen Sinn? Hat jedes Kunstwerk nur eine Bedeutung? Oder geht es um seinen Ausdruck? Ist der Ausdruck der Sinn des Werks? Kann ein Ausdruck gut, schlecht oder inakzeptabel sein? Wenn ja, wer entscheidet das? Und zu wessen Problem wird es: Zum Problem des Einzelnen, des Publikums insgesamt, der Künstler*innen oder der Institution?Description
Anfänger – als hätten wir noch alles zu lernen
Until 1 Nov 2026

- Die Ausstellung geht für 100 Tage zurück zu den frühen Erwerbungen zeitgenössischer Kunst des Aachener Sammlerehepaares Peter und Irene Ludwig. Bis zum Herbst 2026 präsentieren wir rund 30 Highlights der US-amerikanischen Bestände des Ludwig Forums aus der Zeit ab 1960 – ein Moment, in dem man heute oft den Beginn der „Gegenwartskunst“ verortet. Ergänzt werden sie in jeweils durch Kunst, die zeitgleich in Europa und Lateinamerika entsteht.Description
30 Werke für 100 Tage – Die Sammlung Ludwig und die Gegenwartskunst
Until 1 Nov 2026

- Ende der 1960er Jahre wurden Video und Film zu prägenden Ausdrucksformen der zeitgenössischen Kunst. Das Videoarchiv des Ludwig Forums umfasst rund 200 Arbeiten aus den 1960er und 1970er Jahren, von denen viele wegweisend für die Geschichte des künstlerischen Bewegtbildes sind. Die 1970er Jahre gelten als Pionierphase der Videokunst, in der Künstler*innen mit Video- und Filmkameras experimentierten und sich bewusst von etablierten Kunstformen sowie dem Fernsehen abgrenzten. Zentrale Themen waren Körperlichkeit, Selbst- und Fremderfahrung, feministische Kritik, die Reflexion des Mediums selbst sowie soziokulturelle Analysen. Zu ihren ästhetischen Mitteln zählten Spiegelungen, Lichtbrechungen, technische Manipulationen sowie spielerische Momente, Ironie und Humor. Body Matters präsentiert zehn Arbeiten, die sich auf unterschiedliche Weise mit Körperlichkeit befassen. Hakudō Kobayashi und Bruce Nauman untersuchen den Körper als künstlerisches Medium, Nauman insbesondere im Verhältnis zum Raum. John Baldessari und Jacques-Louis Nyst konzentrieren sich auf einfache Gesten – Interaktionen zwischen einer Hand und einem Hut oder einer Spiralfeder. Ron Hays beobachtet Hände beim Klavierspiel, während Robert Morris das Zusammenspiel von Körper, Raum und skulpturalen Elementen auf einen 16mm-Film festhält.Description
Body Matters. Körperlichkeit in der Videokunst der 1970er Jahre
Until 15 Nov 2026

- Die dreiteilige Multimonitorinstallation Earth, Moon, Sun (1990) des Videokünstlers Nam June Paik (1932 – 2006) zählt zu den zentralen Werken der Aachener Bestände der Sammlung von Peter und Irene Ludwig. Eindrücklich demonstriert sie, wie Paik, der von 1958 bis 1963 im Rheinland lebte, den Einsatz neuer Technologien als Kunstform in seinem Werk vorantrieb. Zugleich spiegelt sie sein großes Interesse für den Weltraum, das Planetensystem, sowie die Raumfahrt, das sein gesamtes Schaffen durchzog. 1991 von Peter Ludwig als erstes Werk des Künstlers in seiner Sammlung von der Düsseldorfer Galerie Hans Mayer erworben, hatte es seit der Museumseröffnung lange Zeit einen prominenten Platz im Lichtturm des Ludwig Forum inne.Description
Nam June Paik. Earth, Moon, Sun
Until 31 Dec 2026

- Selbstbewusste, expressive Frauenfiguren sind die Protagonistinnen in den Druckgrafiken von Margit Palme (1939-2025). Ihre Aquatinta-Werke auf Papier entstanden über einen Zeitraum von sechs Jahrzehnten und zeichnen sich durch präzise Linienführung und ein reduziertes Farbspektrum aus. In verschiedenen Werkzyklen eignet sich die Künstlerin gegenderte Projektionen auf Frauenkörper an, dreht sie um und spielt mit ihnen. Ihre Themen sind Mode und Stoffe, Körperideale, Tierdarstellungen, Sport und Freizeit, das Alleinsein und das Leben in der Großstadt.Description
Margit Palme. Neuzugänge
Until 4 Apr 2027

- Jesko Fezer und die Kooperative für Darstellungspolitik begleiten ab Mai 2026 gestalterisch tastend den Veränderungsprozess des Ludwig Forum. Gemeinsam mit dem Team des Ludwig Forums, dem Museumsdienst, dem Kulturbetrieb, der Ludwig Stiftung und verschiedenen Akteur*innen aus der städtischen Verwaltung sowie mit Künstler*innen, Besucher*innen, den umliegenden Bildungseinrichtungen und Hochschulen soll eine neue räumliche Zugänglichkeit der Institution entwickelt werden. Dafür widmen wir uns einigen wichtigen Fragen der Weiterentwicklung des Ludwig Forums als Präsentationsort für Gegenwartskunst: Was kann ein Forum für internationale Kunst leisten? Wie wird Kunst hier präsentiert, wie Interdisziplinarität verstanden? An wen richtet sich das Forum? Wie wird für die körperlichen und sozialen Bedürfnisse von Besucher*innen gesorgt? Was sind die eigenen institutionellen Ein- und Ausschlussmechanismen, an welchen Schwellen finden diese statt, durch welche Gestaltung und strukturellen Entscheidungen werden diese spürbar oder sichtbar? Wie kann Veränderung gemeinsam und schrittweise passieren? Die Fragen werden durch eine Reihe aufeinander aufbauender temporärer Gesten bearbeitet. Alle Interventionen, die sich daraus ergeben, sind jeweils mit der RAL Farbe 5021 Wasserblau gekennzeichnet. Die gestalterischen Eingriffe werden immer wieder durch neue überschrieben, bis alle Prozesse Stück für Stück zu einem längerfristigen Ergebnis kommen.Description
Jesko Fezer und die Kooperative für Darstellungspolitik. Aktuelle Prozessgestaltung
Until 31 Dec 2028

Coming soon
- Mit Werken u.a. von Joseph Beuys, Guerilla Girls, Robert Rauschenberg, Chris Reinecke, Ulrike Rosenbach, Richard Serra, Andy Warhol und Annette Wehrmann Das Ludwig Forum für Internationale Kunst versteht sich seit seiner Gründung 1991 als „eine andere Art Museum“ – als ein Forum, in dem Kunst im Austausch mit der Öffentlichkeit verhandelt wird. Ausgehend von der eigenen Institutionsgeschichte und dem Anspruch des Aachener Sammlerpaars Irene und Peter Ludwig für die Öffentlichkeit zu sammeln, befragt die Ausstellung public/public Veränderungen im Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit durch die Linse transatlantischer Beziehungen seit den 1960er Jahren. Wie richten sich Künstler*innen, die Kunst und ihre Institutionen an die Öffentlichkeit? Was sind ihre Diskurs- und Dialogräume? Angetrieben von gesellschaftlichen Umbrüchen kommt es seit den 1960er Jahre nicht nur zu einer zunehmenden Entgrenzung und Vervielfältigung künstlerischer Ausdrucks- und Aktionsformen –Happening, Performance-, Video- und Klangkunst –, sondern auch zu einem offensichtlichen Wandel im Verhältnis zum Publikum, dem öffentlichen Raum und den Medien. Kunst ereignet sich zunehmend außerhalb institutioneller Räume. Betrachter*innen werden zu Teilnehmenden und Co-Produzent*innen. Ausgehend von diesen Verschiebungen untersucht public/public, die sich bis 2028 als prozessual angelegte Ausstellung über vier Räume entwickelt, Öffentlichkeit als Handlungs- und Konfliktraum im Wandel. Öffentlichkeit besteht aus vielfältigen Akteur*innen: Individuen, Medien, Netzwerke und Institutionen artikulieren sich in und über Teilöffentlichkeiten, die jeweils eigene Formen der Identifikation und Partizipation hervorbringen, aber immer auch Begrenzungen beschreiben. In dieser Perspektive lässt sich Öffentlichkeit als Reflexion eines inneren Systems von Einschlüssen und Ausschlüssen innerhalb liberaler Demokratien verstehen. Die Ausstellung wirft daher ein Licht auf Fragen der Sichtbarkeit und Möglichkeiten der Teilhabe, auf Konflikte, die Formierung von Gegenöffentlichkeiten und Formen der Subversion.Description
public/public. Zum Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit
28 Nov 2026 – 30 Jan 2028

- Was bedeutet es, miteinander in Dialog zu treten und sich anderen Menschen gegenüber zu formulieren? Wie entsteht Gemeinschaft, im Kleinen oder im Großen? Auf spielerische und humorvolle Weise thematisiert der kolumbianische Künstler Iván Argote die Reibungsflächen menschlichen Miteinanders. Seine interaktiven Projekte, Performances, Videoarbeiten und Protestaktionen schaffen Foren zur Aushandlung von Gemeinschaft, zwischen individuellem Ausdruck und der Bereitschaft zur Verständigung. Mit einer raumgreifenden, neuen Arbeit transformiert der Künstler ab Ende November 2026 die Mittelhalle des Ludwig Forums in einen interaktiven Raum. Ab dem Frühjahr 2027 bietet Argote zudem eine Aachener Version von Activissime an – einer Reihe von Protestworkshops, die der Künstler seit 15 Jahren weltweit realisiert: Dabei lernen Kinder im Alter von 6-10 Jahren auszudrücken, welche Veränderungen sie sich für eine Welt der Zukunft wünschen.Description
Iván Argote. Hier Zusammen
28 Nov 2026 – 30 Jan 2028

Recent past exhibitions
Christina Kubisch. The Emergence of Sound
Ended 20 Sept 2026
Zeitbild, Provokation, Kunst. Peter Ludwig zum 100. Geburtstag
Ended 12 Jul 2026
Amy Sillman. Oh, Clock! – Sammlungspräsentation
Ended 24 May 2026
Shu Lea Cheang. KI$$ KI$$
Ended 15 Mar 2026