Frankfurt Am Main
Museum Angewandte Kunst
On now
- Serien eröffnen ein Spiel der Nuancen und Differenzen; der Redundanzen und Wiederholungen. Jede begonnene Serie lässt sich durch ähnliche Gegenstände erweitern. Gegenstände, die im Modus der Serialität erdacht, erzeugt, rezipiert oder konsumiert werden, verweisen stets auf verwandte Gegenstände der gleichen Serie. Doch was genau macht die Serie zur Serie? Welche Bedeutung hat Serialität für die Gestaltung unserer Alltagswelten und an welchen Stellen erlaubt die Serie individuelle Anpassungen. Die Ausstellung Im Modus der Serie. Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design möchte neue Zugänge zum Themenfeld der Serialität anbieten. Es werden serielle Strategien und Verfahren in den Blick genommen, um Potentiale wie auch Grenzen von Serialität aufzuzeigen. Während 20 Fallstudien von Studierenden der RWTH Aachen University zu herausragenden Beispielen im Bauen anhand von Bildern, Plänen und Modellen dem Publikum zugänglich gemacht werden, zeigen sechs Studien von Studierenden der HfG Offenbach die Auseinandersetzung mit dem Thema im Bereich des Produkt-, Kommunikations- und Interieurdesigns. Sie erzählen über das Paradoxon der seriellen Handarbeit und die Möglichkeiten additiver Fertigung in der seriellen Rennradschuhproduktion, behandeln Referenzen im Interieurdesign und der Schriftgestaltung im Neuen Frankfurt der 1920er-Jahre oder lassen das von König Sejong 1443 entwickelte Hangul, das Schriftsystem der koreanischen Sprache, als generatives System verstehen. Diese Studien stehen exemplarisch für die Vorzüge, Chancen und Widersprüche serieller Gestaltung und Produktion und wollen daran erinnern, dass jede Serie nicht nur Produkte hervorbringt, sondern auch Vorstellungen davon, wie wir leben wollen. Besucher:innen können so einerseits Erfindungen, Produktinnovationen und Herstellungsverfahren kennenlernen, die in ihrer Gesamtschau technikgeschichtliche Entwicklungslinien nachvollziehbar machen, und andererseits aktuelle kritische Auseinandersetzungen im Bereich des Designs entdecken.Description
Im Modus der Serie. Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design
Until 18 Oct 2026

- Die Kabinett-Ausstellung 亞 歐堂 meet asian art: Der Erwachte präsentiert Bildwerke aus China, Thailand, Tibet und Korea, die anderthalb Jahrtausende buddhistischer Kunst in Asien repräsentieren. Seit bis zu achtzig Jahren werden die hier ausgestellten Objekte im Museum Angewandte Kunst aufbewahrt. Es werden überwiegend Steinskulpturen und Bronzeplastiken gezeigt. Neben bis zu lebensgroßen Bildnissen oder Fragmenten werden auch bescheidene Zeugnisse der visuellen Kultur des Buddhismus vorgestellt, wie zum Beispiel Altäre im Miniaturformat aus dem China der Sui- (589–618 n.Chr.) und Tang-Zeit (618–907) sowie kleine, manchmal nur luftgetrocknete Votivtafeln aus Ton, die bis heute an sakralen Orten abgelegt werden. Kurator: Dr. Stephan von der SchulenburgDescription
亞 歐堂 meet asian art: Der Erwachte
Until 25 Oct 2026

- Seit ihrer Gründung im Jahr 1966 zeichnet die Stiftung Buchkunst jährlich herausragende Beispiele der Buchgestaltung und -herstellung im Wettbewerb Die Schönsten Deutschen Bücher aus. Die Jubiläumsausstellung gibt einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Buchgestaltung und dokumentiert die kulturelle Bedeutung des Buches als ästhetisches Objekt. Im Museum werden sowohl historische als auch zeitgenössische Werke präsentiert, die die Vielfalt und Innovation der letzten 60 Jahre widerspiegeln. Ein unabhängiges Auswahlkuratorium, bestehend aus Expert:innen aus den Bereichen Buchgestaltung und Buchherstellung, Literatur, Kunst, Fachbuch sowie Kinder- und Jugendbuch, hat die Exponate aus dem umfangreichen Archiv der Stiftung in Frankfurt ausgewählt. Diese vielseitige Auswahl verdeutlicht die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den ästhetischen, sozialen und technologischen Entwicklungen der Buchgestaltung.Description
Stiftung Buchkunst: 60 Jahre Schöne Bücher. Jubiläumsausstellung im Museum Angewandte Kunst
Until 1 Nov 2026

- Grafikdesign ist allgegenwärtig. Ob Lebensmittelverpackungen, digitale Interfaces auf unseren Smartphones oder Werbeflächen und Leitsysteme im öffentlichen Raum – alles, was uns an visuellen Medien umgibt, ist grafisch gestaltet und intendiert eine Wirkung. So prägt Grafikdesign, wie wir wahrnehmen, verstehen, fühlen und handeln – oft ohne, dass wir uns dessen bewusst sind. Anhand der gestalterischen Positionen von Robin Coenen und Danielle Rosales, Aline Bavier und Sophia Becker sowie Anja Kaiser und Rebecca Stephany untersucht die Ausstellung On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet die gesellschaftliche Dimension von Grafikdesign und fragt nach seiner Wirkmacht in Zeiten politischer, technologischer und sozialer Umbrüche. Die Darstellung von Informationen beeinflusst, was wir wissen – oder zu wissen glauben. Zahlen, Daten und Fakten sind kein formloses Material, sondern immer auf eine bestimmte Art und Weise gestaltet. Und alles, was gestaltet ist, könnte immer auch anders gestaltet sein. Damit ist jede gestalterische Entscheidung immer auch eine inhaltliche. Unter dem Titel Design Macht Wissen untersuchen Robin Coenen und Danielle Rosales, wie Grafikdesign Wissen formt und vermittelt und welche Machtverhältnisse dadurch entstehen. Auch die Werkzeuge, mit denen wir gestalten, sind nicht neutral. Die Geschichte des Grafikdesigns ist eng mit technologischem Fortschritt verbunden. Aktuell stößt uns die Entwicklung generativer künstlicher Intelligenz in eine neue Medienrevolution und fordert auch die Disziplin des Grafikdesigns grundlegend heraus. Aline Bavier und Sophia Becker nehmen eine offensive Haltung ein und eignen sich die gestalterischen Mittel dieses technischen Umbruchs an. In ihrer Videoinstallation re constructed (re konstruiert) verarbeiten sie gemeinsame Kindheits- und Jugenderinnerungen mit Hilfe von generativen Bildmodellen. Medien, Methoden und Werkzeuge werden zu Mitautor:innen unserer Wirklichkeit. Der Kanon des Grafikdesigns wurde insbesondere im 20. Jahrhundert vom Anspruch geprägt, allgemeingültige Gestaltungsprinzipien zu formulieren. In ihrem Glossary of Undisciplined Design (Glossar des undisziplinierten Gestaltens) machen Anja Kaiser, Rebecca Stephany und weitere Autor:innen deutlich, dass sich die Disziplin ebenso gut als offenes und widersprüchliches – also undiszipliniertes – Feld begreifen lässt, das sein Potenzial in der Zusammenarbeit, der Vielstimmigkeit und der Bereitschaft entfaltet, Gegebenheiten zu hinterfragen. Die Ausstellung On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet macht sichtbar, wie Grafikdesign unsere Wirklichkeit formt – und lädt dazu ein, aufgeworfene Fragen weiterzudenken und die gesellschaftliche Verantwortung der Disziplin neu zu verhandeln.Description
On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet
Until 8 Nov 2026

- Alle zwei Jahre vergibt die World Design Organization den Titel World Design Capital an eine Stadt oder eine Region. Für 2026 hat die Region Frankfurt RheinMain die Auszeichnung erhalten. Der WDC -Hub im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt ist die zentrale Anlaufstelle der WDC 2026 und informiert über das Programm und die Projekte. Der Hub dient als Treffpunkt, organisatorische Zentrale und Materialausgabe, während die Infopoints als regionale Anlaufstellen die WDC 2026 vor Ort verankern. Mit dem offiziellen Start der World Design Capital 2026 im Januar wird auch das Museum Angewandte Kunst als WDC -Hub bespielt, inklusive mehrerer Ausstellungen zum Thema Design for Democracy. Der von studio formagora gestaltete Hub informiert über das Jahresprogramm, bietet Raum für Austausch, Workshops und Begegnungen und begleitet die zahlreichen Projekte durch das Jahr. Zwei räumlich verbundene Bereiche – forum und foyer – bilden dafür den Rahmen. Das forum ist Plattform und Aufenthaltsort zugleich: konsumfrei, zugänglich und flexibel. Es ist Treffpunkt für Besucher:innen, Projektakteur:innen, internationale Gäste und das WDC -Team, Ausgangspunkt für Programmentdeckungen sowie ein Ort für spontanen Austausch, konzentriertes Arbeiten oder gemeinsames Diskutieren. Das foyer ergänzt diesen offenen Raum. Die hier gezeigten Arbeiten sind bewusst nicht als abgeschlossene Ausstellungen gedacht, sondern als Einblicke in Prozesse, Fragestellungen und offene Entwürfe. Pop-up-Ausstellungen, Interventionen einzelner Projekte, temporäre Installationen oder einzelne Werke treten in einen Dialog mit dem Raum und seinem Publikum.Description
WDC-Hub
Until 30 Nov 2026

- Eine Wahlurne, ein Wappentier, ein Verdienstorden: Drei Objekte, die im Alltag unserer Demokratie eine erstaunlich große Rolle spielen – und über die dennoch selten nachgedacht wird. Genau hier setzt die Ausstellung Adler, Orden, Wahlurne an. Sie lädt dazu ein, vertraute Zeichen des demokratischen Gemeinwesens neu zu betrachten und zu fragen, ob sie noch zu dem passen, was wir heute unter Demokratie verstehen. Design und Architektur haben schon immer dabei geholfen, gesellschaftliche Vorstellungen sichtbar und diskutierbar zu machen. Statt jedoch – wie es historisch oft geschah – auf große, monumentale Gesten zu setzen oder sich umgekehrt in kleinen Nischenprojekten zu erschöpfen, verfolgt das Forschungs- und Gestaltungsprojekt Re-De-Re einen dritten, unaufgeregteren Ansatz: die gestalterische Auseinandersetzung mit einzelnen, sehr konkreten Objekten unserer demokratischen Repräsentation. Drei davon stehen im Zentrum der Ausstellung. Die Wahlurne, in vielen Kommunen bis heute eine schlichte, zweckentfremdete Mülltonne – praktisch, aber der Feierlichkeit des Wahlakts kaum angemessen. Der Bundesadler, dessen symbolische Bedeutung als Raubvogel auf eine Zeit weit vor der Demokratie zurückgeht. Und das Bundesverdienstkreuz, mit dem der Staat bürgerschaftliches Engagement ehrt, dessen Form aber stark von christlicher Symbolik und vor allem von militärischer Tradition geprägt ist. Ausgehend von diesen drei Beispielen haben Gestalter:innen neue Entwürfe entwickelt, die zeitgemäßer und offener gedacht sind. Re-De-Re ist zugleich ein Forschungsprojekt: Drei Jahre lang begleitet das Team Politiker:innen in ihrem parlamentarischen Alltag, um zu verstehen, wie Repräsentation im Kleinen funktioniert. Die gestalterische Perspektive richtete den Blick auf das Sinnliche und Materielle dieser Arbeit, die politikwissenschaftliche auf Machtverhältnisse und Verfahren, die sich weniger leicht greifen lassen. Beobachtung und Entwurf informieren sich dabei immer wieder gegenseitig – ein Prozess, der die entstandenen Objekte zu einer Brücke zwischen Abgeordneten, Forschenden und Besucher:innen macht. Zu sehen sind Arbeiten und Positionen internationaler Gestalter:innen, darunter Rozbeh Asmani, Maciej Chmara & Anna Rosinke, Esra Gülmen, Jianping He, Nadine Kolodziey und Ingo Offermanns. Die Ausstellung möchte zeigen, dass Demokratie nicht nur verwaltet, sondern auch gestaltet wird – und lädt dazu ein, sich diesen Gestaltungsprozess gemeinsam anzueignen.Description
Adler, Orden, Wahlurne. Redesigning Democratic Representation
Until 21 Feb 2027

Recent past exhibitions
- Das Vorhandensein und der Zustand einer solchen Infrastruktur entscheiden mit über Bildungschancen, sozialen Aufstieg, Integration, das Gefühl, ob das Gemeinwesen für alle da ist – oder nicht – und nicht zuletzt über das Vertrauen in demokratische Handlungsfähigkeit. Der überlegte, weil auf Ressourcenschonung, Langlebigkeit, guten Arbeitsbedingungen und ästhetischer Qualität ausgerichtete Gestaltungsprozess von Produkten entscheidet mit über die Zukunftsfähigkeit unserer Welt, das Angebot und die Möglichkeit des Mitgestaltens über die Art und Weise eines Miteinanders im Hier und Jetzt. 25 Projekte aus dem In- und Ausland wurden von den Kurator:innen für die erstmals im Museum Angewandte Kunst zusammengestellte Präsentation im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 ausgewählt. Es sind aktuelle Gestaltungsbeispiele aus der Region Frankfurt RheinMain, die mit europäischen Projekten und Positionen verknüpft sind. Ein abwechslungsreicher Parcours durch die Ausstellung beleuchtet das Verhältnis von Design und Demokratie, eröffnet neue Perspektiven auf Co-Kreation und Gemeinwohl und hinterfragt die Wirksamkeit von guter Gestaltung. Kurator:innen: Anna Scheuermann, Prof. Matthias Wagner KDescription
Design for Democracy. Was Gestaltung bewirken kann!
Ended 9 Aug 2026
- Ist Gestaltung ein Werkzeug der Befreiung, der Unterdrückung oder beides zugleich? Vom 14. Mai bis zum 28. Juni 2026 widmet sich das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main dieser Frage. Die Ausstellung Positionen zur Freiheit. Gestaltung und ihre Grenzen versteht ihren Titel als Methode und entfaltet das Thema als Spektrum in einer dreiteiligen Ausstellungsstruktur: eine Gruppenausstellung, hervorgegangen aus einem Open Call und einer Kooperation mit dem Museum, neue Arbeiten beauftragter Designer:innen (Fellows) sowie ein Reader mit theoretischen Beiträgen und Gesprächen. Zwischen Ästhetik und Norm schaffen Designer:innen konkrete Dinge, wie Werkzeuge, Mobilitätskonzepte oder Mode und legen damit fest, was möglich erscheint. Dabei entstehen nicht nur Lösungen, sondern oft auch Ausschlüsse und neue Formen von Normalität. Mit einer großen Bandbreite an Arbeiten und Formaten nähert sich Positionen zur Freiheit dem Begriff der Freiheit aus unterschiedlichen Perspektiven an. Zutage tritt ein vielschichtiges Konzept, das sich, wenn überhaupt, nur in seiner Vielfalt erfassen lässt. Die in der Ausstellung versammelten Projekte reichen von politischer und räumlicher Freiheit bis hin zu Fragen der Kunst- und Gedankenfreiheit. Sie machen Freiheit konkret, in Form von Barrieren, Darstellungen von Identität sowie in Auseinandersetzungen mit Gewalt und Überwachung. Dabei zieht sich eine zentrale Beobachtung durch die Ausstellung: Freiheit ist ambivalent. Sie lässt sich nur im Verhältnis zu ihren Grenzen und Beschränkungen verstehen, seien diese räumlicher, sozialer oder individueller Natur. Gestaltung macht diese Spannungsverhältnisse sichtbar und erfahrbar, ebenso wie die Auswirkungen von Unfreiheit. Auch wenn sich die Ausstellung bewusst offen dem Begriff der Freiheit nähert, folgt sie einer kuratorischen Haltung, die Freiheit nicht als Durchsetzung des Stärkeren begreift, sondern als ein Konzept, das auf universellen Menschenrechten und einem empathischen Miteinander basiert, zwischen Menschen ebenso wie im Verhältnis zum Planeten, auf dem wir leben. Die Ausstellung ist ein offizielles Projekt im Kontext der World Design Capital 2026 und wurde im Rahmen des the thing Fellowship realisiert, einer Initiative des the thing Magazine. In Partnerschaft mit USM und der Fondation USM entstanden, beleuchtet die Schau, wie inhaltliche Freiheit im Spannungsfeld zwischen institutionellen Strukturen und unternehmerischem Handeln verhandelt werden kann.Description
Positionen zur Freiheit. Gestaltung und ihre Grenzen
Ended 28 Jun 2026
- Mit der Ausstellung Wolle. Seide. Widerstand. widmet sich das Museum Angewandte Kunst nach 45 Jahren erstmals wieder ausschließlich dem Thema Teppich – in einer Zeit, in der sich das große Interesse an handgefertigten Textilien aller Art im Übrigen in einer auffallenden Anzahl an internationalen Ausstellungen widerspiegelt. Die Ausstellung präsentiert Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstler:innen, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Ihr Widerstand richtet sich gegen als illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, gegen Traditionalismus, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung. Die Teppiche der Künstler:innen fungieren somit als plakative Medien für gesellschaftspolitische Kommentare. In gleicher Radikalität sprengen sie mitunter die Grenzen der Flächigkeit: Sie loten die Möglichkeiten des Dreidimensionalen aus, und entfalten sich als textile Skulpturen und immersive Erfahrungsräume, die sich durch ihre affektive Qualität an gegenwärtigen Lebensprozessen beteiligen. Dabei zielt diese Ausstellung darauf ab, Teppiche nicht aus einem stilgeschichtlichen Blickwinkel zu betrachten, sondern sie vielmehr im Interesse einer Entwicklungslinie zu zeigen, die außerhalb einer traditionellen westlichen Teppichforschung steht. Schon der Titel deutet auf neue Fragestellungen hin: Kann etwas Widerständiges in und mit textilen Materialien stattfinden? Und wenn ja, auf welche Weise verkörpern dann gerade Teppiche eine "Ästhetik textilen Widerstands"? Diesbezüglich stehen jene Perspektiven der mit jüngsten Werken aus dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts vertretenen internationalen Künstler:innen im Fokus der Ausstellung, die im Teppich, der zum offenen Kunstobjekt geworden ist, mit unterschiedlichen Aspekten von Widerstand einhergehen. Was aber macht dieses Medium für Künstler:innen so interessant, um über Widerstand nachzudenken, und dabei mitunter verflochtene Themen durch Knoten, die Kette und den Schuss, oder mit der Tuftpistole auszuloten?Description
Wolle. Seide. Widerstand.
Ended 24 May 2026
- Generative KI-Systeme haben sich tief in unseren Alltag eingebettet und prägen zunehmend unsere Vorstellungen von Gesellschaft, Welt und uns selbst. Generierte Bilder, Texte oder Videos erschaffen neue Welten – basierend auf selektiven Daten, häufig nicht-repräsentativen Perspektiven und ökonomischen Interessen. Worlding steht für den permanenten performativen Prozess, welcher Welten und Weltsichten hervorbringt. Worlding ist damit niemals abgeschlossen und immer verhandelbar. Besonders die Kunst eignet sich, um neue Worldings zu simulieren und zu reflektieren. Dieser fortlaufende Prozess des Worldings speziell mittels KI-Technologien steht im Zentrum der thematischen Gruppenausstellung, die in der Kooperation zwischen dem Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main und saasfee*pavillon entsteht. Ein interdisziplinäres Team der Hochschule für Gestaltung Offenbach um Alex Oppermann (Prof. für Elektronische Medien), Mattis Kuhn und Leon-Etienne Kühr (Leitung KI-Lab) und Natalie Wilke (Lehrgebiet Elektronische Medien), in Zusammenarbeit mit Studierenden verknüpft in diesem Projekt künstlerische Forschung mit gesellschaftlicher Reflexion. Im Fokus steht das künstlerische Experiment als Untersuchungswerkzeug, um einerseits die Grenzen der vermeintlich unbegrenzten Möglichkeitsräume generativer Modelle erfahrbar zu machen und andererseits das sich stetig verändernde Verhältnis zwischen Künstler:innen und KI-Systemen zu explorieren: Wann sind diese bloß Werkzeug, wann Co-Creator, und wo wird ihre Wirkmacht gar zum bestimmenden Faktor für gesellschaftliche und künstlerische Prozesse? Welchen Einfluss haben KI-Systeme auf Worldings und können umgekehrt Worldings unsere Interaktion mit diesen Systemen verändern?Description
AI-Worlding Künstlerische Forschung zu KI-generierten Weltmodellen
Ended 26 Apr 2026