Art Exhibitions

by Art Now Database

Wuppertal

Von der Heydt-Museum

On now

  • Von Anfang bis Zukunft Bis 2027 Was macht ein Museum aus, und wie sollte es in Zukunft sein? Welche Aufgaben hat ein Museum, und welche Wünsche haben wir an das Museum als Institution und an das Von der Heydt-Museum im Speziellen? Die Ausstellung "Museum A bis Z: Von Anfang bis Zukunft" ermöglicht einerseits ungewohnte und unbekannte Einblicke in die Geschichte und die Vielfalt der Sammlung und richtet andererseits den Blick in die Zukunft. Neben den klassischen Aufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln prägt die Beschäftigung mit aktuellen Themen wie Diversität, Digitalisierung, Dekolonialisierung und Teilhabe zunehmend die Rolle von Museen. "Museum A bis Z" führt von Anfang bis Zukunft: von der Gründungsphase des Museums über Themen wie lokales und globales Sammeln, koloniale Kontexte, Provenienzforschung und Restitutionen bis hin zu möglichen Perspektiven für die weitere Entwicklung. Die Präsentation ergänzt damit die neu konzipierte Dauerausstellung "Zeiten und Räume. Klassiker der Sammlung" und macht erstmals beispielhaft die überraschende Vielfalt der historisch gewachsenen Bestände des Von der Heydt-Museums sichtbar, einschließlich kaum bekannter Bereiche wie dem Kunstgewerbe und den außereuropäischen Objekten. Gezeigt werden beispielsweise Textilien aus dem heutigen Indonesien und außereuropäische Plastiken, denen Wuppertaler Ansichten u. a. von Adolf Erbslöh, Carl Grossberg, Erich Heckel, Oskar Schlemmer oder Marie Luise Oertel gegenübergestellt werden. Die Objektvielfalt wird über eine Ordnungsstruktur vermittelt, die außerhalb rein inhaltlicher Kategorien steht: So zeigen etwa Gemälde von Ottilie W. Roederstein, Emmy Klinker oder Paula Modersohn-Becker die Gattungsvielfalt der Malerei, während kunsthandwerkliche Objekte die Vielfalt von Material und Technik erlebbar machen. Die Provenienzforschung bildet einen weiteren wichtigen Schwerpunkt der Ausstellung: Ihre Bedeutung wird mit dem Fokus auf das Gemälde "Bildnis Felix Benjamin" von Max Liebermann erläutert, das 2023 an die Erben des von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Felix Benjamin restituiert und anschließend zurückerworben wurde. Ein zentraler Punkt der Ausstellung ist die barriereärmere Vermittlung sowohl im Museum als auch im digitalen Raum: Erstmals wird ein Tastmodell von Max Pechsteins Gemälde "Der Sohn des Künstlers auf dem Sofa" für blinde und sehbehinderte Menschen den Weg zur Kunst erleichtern und durch ein eigens entwickeltes Führungsprogramm ergänzt. Begleitet wird "Museum A bis Z" von einem vielfältigen Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm. Vor dem Hintergrund des bevorstehenden 125. Geburtstags des Von der Heydt-Museums im Jahr 2027 lädt die Ausstellung dazu ein, über dessen heutige und zukünftige Aufgaben ins Gespräch zu kommen und Wünsche zu formulieren.
    Description

    Museum A bis Z / Von Anfang bis Zukunft

    Until 10 Jan 2027

    Museum A bis Z / Von Anfang bis Zukunft at Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Coming soon

  • Die einzigartige Sammlung des Von der Heydt-Museums mit ihren ausgeprägten Schwerpunkten im 19. Jahrhundert und in der Klassischen Moderne wird nach vielen Jahren erstmals wieder in einer dauerhaften Ausstellung und in neuer Gestalt präsentiert. Die neu konzipierte Sammlungspräsentation vereint ausgewählte Gemälde und Skulpturen vom 17. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre – viele davon ausgesprochene Lieblinge des Publikums. Besonders ist dabei die Gruppierung der Werke: Unter dem Titel "Zeiten und Räume" sind diese wie in einer Art visuellem Reiseführer zusammengestellt, der durch die prägenden Räume und Perioden der europäischen Kunstgeschichte der letzten Jahrhunderte führt: etwa in die Niederlande und nach Flandern, in die Kunstmetropolen Paris und Berlin oder in das unscheinbare Örtchen Worpswede, von dem gleichwohl bedeutende Impulse ausgingen. Die Ausstellung wird also weniger eine Chronologie im klassischen Sinne aufbauen, sondern v. a. künstlerische Netzwerke aufzeigen. Zu sehen sind u. a. Werke von Ludwig Richter, Gustave Courbet, Hans von Marées, Paul Gauguin, Claude Monet, Paula Modersohn-Becker, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Dix, Hans Arp und Alberto Giacometti. Mit über 2000 Gemälden, 500 Skulpturen, 800 Fotografien und 30000 grafischen Blättern verfügt das Von der Heydt-Museum über eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Deutschlands. Ihr systematischer Aufbau begann in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts und dauert bis heute an. Mit der Ausstellung "Zeiten und Räume – Klassiker der Sammlung" lädt das Museum ein, seine hochkarätigen und international renommierten Bestände anhand einer präzisen Auswahl neu zu entdecken. Zugleich markiert es auf nachhaltige Weise Wuppertal als einen Kulturort von Rang in Nordrhein-Westfalen. Seit Oktober 2024 ist Anselm Kiefers Werk "Anselm fuit hic" (2015-2023), das zur neuesten Werkgruppe des Künstlers gehört, Teil dieser Ausstellung. Den spektakulären Neuzugang hat das Von der Heydt-Museum der Renate und Eberhard Robke Stiftung zu verdanken. Es ist damit das erste Werk dieses international bedeutenden deutschen Künstlers in der Sammlung des Von der Heydt-Museums. In der Sammlungspräsentation "Zeiten und Räume" fügt Kiefers Gemälde sich ein zwischen die Landschaftsbilder des 17. und 19. Jahrhunderts, zwischen künstlerische Positionen aus den Niederlanden und aus Deutschland. Einerseits zeigt sich so, in welcher Tradition das monumentale Bild steht und wie es sie fortschreibt. Andererseits bietet es Anlass, eben diese Tradition und die Geschichte bzw. die Geschichten, mit denen es verbunden ist, neu zu betrachten.
    Description

    Zeiten und Räume - Klassiker der Sammlung. Ruisdael bis Giacometti

    1 Nov 2026 – 31 Dec 2027

    Zeiten und Räume - Klassiker der Sammlung. Ruisdael bis Giacometti at Von der Heydt-Museum, Wuppertal
Recent past exhibitions
  • Die Ausstellung des Von der Heydt-Museums feiert die Wiederentdeckung eines der herausragenden Maler der Neuen Sachlichkeit: Carl Grossberg (1894–1940). Sein umfangreiches Werk, das in einem Zeitraum von nur knapp 20 Jahren entstanden ist, widmet sich fast ausschließlich den Themen Architektur und Industrie. Mit seiner formalen Klarheit und Strenge ist es Ausdruck eines neuen, fotografischen Sehens und spiegelt den technischen Fortschritt im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Dabei regen die reduzierten Kompositionen dazu an, den industriellen Fortschritt und seine Wirkungen auf den Menschen kritisch zu hinterfragen. Die Ausstellung, die erste Retrospektive seit über 30 Jahren, betrachtet Carl Grossbergs Schaffen umfassend neu und präsentiert eine Reihe von bisher unbekannten Arbeiten. Dabei zeigt sich, wie aktuell Grossbergs Werke sind, in künstlerischer wie in gesellschaftlicher Hinsicht. Insbesondere die vieldeutig lesbaren „Traumbilder“, einzigartig in der Kunst der 1920er und 1930er Jahre, weisen ihn als hoch sensiblen Intellektuellen aus. Grossbergs Kunst beschwört die Magie der Dinge, macht die Komplexität der modernen Welt und ihre inneren Widersprüche sichtbar. Parallelen zu heute ergeben sich aus dem aktuell stattfindenden Strukturwandel mit noch unabsehbaren gesellschaftlichen Folgen, für den überzeugende visuelle Formen gerade ausgehandelt werden. Carl Grossbergs Motivwahl und die Nüchternheit seiner Malerei sind untrennbar verbunden mit der gleichzeitig entstandenen Fotografie. Und sie haben ihrerseits wegweisende Fotograf*innen nachfolgender Generationen inspiriert. Beispielhaft ausgewählte Positionen von August Sander über Bernd und Hilla Becher bis hin zu Thomas Ruff machen das deutlich. Allerdings treffen Grossbergs Bilder heute auf einen fundamental anderen Umgang mit medialen Bildern, die in schneller Folge erzeugt, unablässig in digitale Netzwerke eingespeist und vielfachen Manipulationen unterworfen werden, bis sie nachgerade zu „Traumbildern“ werden können. Das Von der Heydt-Museum realisiert die Ausstellung „Carl Grossberg. Sachlich – magisch – visionär“ in Kooperation mit dem Museum im Kulturspeicher Würzburg (MiK). Beide Museen sind eng mit der Biografie des Künstlers verbunden: Er wurde in Elberfeld geboren, das heute zu Wuppertal gehört, und lebte ab 1921 in Sommerhausen, südlich von Würzburg. Dementsprechend ist er in den Sammlungen beider Häuser gut vertreten.
    Description

    Carl Grossberg / Sachlich – magisch – visionär

    Ended 30 Aug 2026

  • Retrospektive: Künstlergruppe Wuppertal

    Ended 19 Mar 2026

  • Der Dieter Krieg-Preis "Allen Malern herzlichen Dank" geht 2025 an das Von der Heydt-Museum, das damit ein Werk von Jaana Caspary (*1988) erwerben kann. Der Neuzugang wird mit einer Ausstellung gefeiert, die einen Einblick in die Arbeit der Wuppertaler Bildhauerin gibt. Verliehen wird die Auszeichnung von der im Jahr 2004 in München begründeten Stiftung Dieter Krieg, die sich der Wahrung und Vermittlung des Werks des renommierten deutschen Malers widmet (1937–2005). Jaana Casparys Werke orientieren sich am realen Gegenstand. Abformungen von banalen Objekten des Massenkonsums mit elaborierten Grundformen bilden die Grundlage ihrer Skulpturen, die deren ursprüngliche Form nur noch erahnen lassen. Sie formt den realen Gegenstand ab und überträgt ihn in ein anderes Material, vervielfältig seine Grundform, spiegelt diese oder ändert die Perspektive. So wird das Objekt aus seinem Funktionszusammenhang gelöst und als abstrakt gelesen. Jaana Caspary demonstriert das skulpturale Potenzial, das in den Formen, die uns so bekannt sind, steckt. In ihrer Herangehensweise greift sie Traditionen der modernen Skulptur auf und überführt sie in die Gegenwart. In der Ausstellung im Von der Heydt-Museum wird neben dem Neuzugang zur Sammlung eine facettenreiche Auswahl von teils großformatigen Skulpturen und Wandreliefs neben kleineren Formaten präsentiert. Hierbei wird es sich vor allem um ganz aktuelle Werke der Künstlerin handeln. Mit "Malsch Wanne" (1970) – eine Gemälde-Serie von Dieter Krieg, aus der das Von der Heydt-Museum eines besitzt – wird eine inhaltliche Verbindung der beiden Künstler:innen hergestellt. Auch Dieter Krieg erfindet im Werk "Malsch Wanne" eine Form, erweckt jedoch den Anschein, als handele es sich um ein real funktionierendes Objekt. Jaana Caspary wurde 1988 in Wuppertal geboren und arbeitete während Ausbildung und Studium als Assistenz im Atelier von Tony Cragg. 2014 machte sie ihren Abschluss an der Kunstakademie Düsseldorf in der Bildhauerklasse von Prof. Didier Vermeiren. Seitdem hatte sie zahlreiche Gruppen- sowie Einzelausstellungen, zuletzt im Jahr 2023 im Skulpturenpark Waldfrieden, dem Kunstverein Schwäbisch Hall und 2025 in der Galerie der Stadt Lüdenscheid. 2024 erhielt sie den "Artima"-Förderpreis der Art Karlsruhe.
    Description

    Jaana Caspary - Dieter Krieg-Preis

    Ended 8 Mar 2026

  • Die dritte "Freundschaftsanfrage" des Von der Heydt-Museums richtet sich an den Bildhauer Markus Karstieß, der sich konsequent und innovativ dem archaischen Werkstoff Keramik widmet und ihm zeitgenössische Aktualität verleiht. Seine teils großformatigen Skulpturen sind zugleich glamourös und rätselhaft. Die schillernden Glasuren der Oberflächen wirken malerisch, die Formen sind eigenwillig und teilweise verstörend. Sie changieren zwischen Mensch und Fabelwesen, zwischen Figuration und Abstraktion. Die "Freundschaftsanfrage", eine Ausstellungsreihe, in der das Von der Heydt-Museum renommierte zeitgenössische Künstler*innen einlädt, sich mit den reichhaltigen Beständen des Hauses auseinanderzusetzen, nutzt Markus Karstieß zur Selbstbefragung. Seine Werke treten in unmittelbaren Austausch mit den berühmten Hauptwerken aus der Sammlung zur Kunst der Klassischen Moderne. Karstieß’ Auswahl orientiert sich weniger an einer bestimmten Formensprache, an Epochen oder Kunstrichtungen. Vielmehr wählt er als Gegenüber für seine ungewöhnliche Inszenierung Werke, die ihn selbst berühren und in denen er Parallelen im künstlerischen Ansatz erkennt. Überraschend dabei ist, dass er so viele Anknüpfungspunkte in der Malerei, etwa bei Edvard Munch und Paula Modersohn-Becker, findet. Markus Karstieß wurde 1971 in Haan geboren und hat an der Düsseldorfer Kunstakademie in der Klasse von Jannis Kounellis studiert. Er hatte Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen im In- und Ausland. Seit 2017 leitet er die Klasse Freie Kunst Keramik am Institut für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz. Als Kurator ist er in zahlreiche Ausstellungsprojekte involviert.
    Description

    Markus Karstieß - Freundschaftsanfrage No. 3

    Ended 8 Feb 2026

  • Vom Bildhauer zum Konzeptkünstler: Das Von der Heydt-Museum ehrt Guido Jendritzko (1925 Kirchhain/Niederlausitz - 2009 Wuppertal) anlässlich seines 100. Geburtstags mit einer Ausstellung. Sie gibt Einblick in das umfangreiche und vielseitige Werk des in Brandenburg geborenen und in Berlin ausgebildeten Künstlers und documenta-Teilnehmers. Es reicht von frühen Skulpturen und Grafiken über seine Aktions- und Performancekunst der 1970er Jahre sowie Fotoarbeiten der 1980er Jahre bis zu seinen späten seriellen Arbeiten. Die Ausstellung verdeutlicht, wie Jendritzko seine Arbeitsweise ab den frühen 1970er Jahren radikal änderte. Er schuf das Genre der „Intim-Performance“, das sich um das Verhältnis Mann – Frau drehte. Ab den 1980er Jahren konzentriert sich Jendritzko auf die Fotografie. Groß angelegte Fotoinstallationen thematisieren die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt. Jendritzko entwickelte sich von einem klassischen abstrakten Bildhauer zum zeitkritischen und kulturpolitisch interessierten Konzeptkünstler. Ende der 1960er Jahre beteiligte er sich aktiv an den Wuppertaler Diskussionen rund um einen Museumsneubau. Auch das ist Teil seiner Kunstpraxis. Heute gehören acht Skulpturen, zahlreiche Tuschezeichnungen und ein umfangreiches Konvolut an Arbeiten mit Fotografie zur Sammlung des Von der Heydt-Museums in Wuppertal, wo er ab 1964 lebte und an der Werkkunstschule lehrte. Ergänzt wird die Schau durch zahlreiche Werke aus dem Nachlass, die bisher noch nicht zu sehen waren. Sein Werk befindet sich teils in Museen, teils im öffentlichen Raum. In Wuppertal bekannt ist beispielsweise Jendritzkos zwei Meter hohe Bronzeplastik vor der Gesamtschule Uellendahl-Katernberg an der Kruppstraße. Es ist eine von drei Plastiken, mit der er 1959 auf der documenta II in Kassel vertreten war. Jendritzko studierte von 1950 bis 1956 an der Hochschule für bildende Künste in Berlin und war Meisterschüler von Karl Hartung. 1957 war er Stipendiat des „Kulturkreises der deutschen Wirtschaft“, 1960 wurde er mit dem Villa-Romana-Preis ausgezeichnet. Bis 1990 lehrte er an der Werkkunstschule Wuppertal, die 1972 in die Gesamthochschule Wuppertal, später Bergische Universität, einging, als Professor für Freie Plastik.
    Description

    Guido Jendritzko - zum 100. Geburtstag

    Ended 8 Feb 2026