Bremen
Weserburg Museum Für Moderne Kunst
On now
- So wie wir sind ist als lebendige Sammlungspräsentation angelegt, die regelmäßig variiert wird. Kunstwerke kommen von Zeit zu Zeit neu hinzu, wechseln ihren Ort oder verschwinden, Werkkonstellationen werden durchmischt, Themenareale überarbeitet und neue Künstler*innenräume geschaffen – in einer Form, die kritische Befragung und entdeckungsfreudigen Wandel zum Prinzip erhebt. Um dieser Idee zukünftig noch besser Rechnung zu tragen, weichen die großen, jährlichen Wechsel, die das Format seit 2019 bis hierher bestimmt haben, zukünftig kleineren oder größeren Veränderungen, die sich fortlaufend vollziehen werden. Auf diese Weise bleibt die Sammlungspräsentation als solche durchgängig für das Publikum zugänglich und bietet zugleich auch für Mehrfachbesucher*innen immer wieder neue Kunsterlebnisse. Grundlage für So wie wir sind bilden Leihgaben von über 30 internationalen Privat- und Unternehmenssammlungen, die eng mit der Weserburg verbunden sind, sowie ergänzende Leihgaben von Künstler*innen und Galerien und Werke aus dem eigenen Bestand. "Was 2019 als Neuausrichtung und Experiment an den Start ging, hat sich in den vergangenen vier Jahren als erfolgreiches Format für die Weserburg Museum für moderne Kunst etabliert. Seit Einführung von So wie wir sind in 2019 können wir eine Verdopplung der mit dem Haus kooperierenden Sammlungen verzeichnen. Das ist nicht nur eine wunderbare Bestätigung unseres eingeschlagenen Wegs, sondern auch eine Zukunftssicherung für die Weserburg als Sammler*innenmuseum in und für Bremen." Janneke de Vries, DirektorinDescription
So wie wir sind
Until 26 Dec 2026

- Die Edition S Press war von 1970 bis 2005 ein Verlag für experimentelle Literatur, Konkrete Poesie, Beat Poetry und Poetry Performance. Mit Tonbändern, Audio- und Videokassetten sowie Medienpaketen entwickelte er neue Formen der Veröffentlichung akustischer Kunst. Über 80 Editionen versammeln Werke von Künstler*innen aus Europa, den USA und der Sowjetunion. Viele entstanden während des Kalten Krieges und zeigen, wie Poesie und Klangkunst zu Ausdrucksformen von Widerstand und künstlerischer Freiheit wurden. Gerade heute, angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer Tendenzen, wirken diese Arbeiten erstaunlich aktuell. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Edition S Press und zeigt, wie ein westdeutscher Kleinverlag internationale Kunstgeschichte mitgeschrieben hat. Zu sehen und zu hören sind zahlreiche Audio- und Videoarbeiten sowie Programme, Plakate, Fotografien, Flyer und Pressematerialien.Description
S PRESS Tape No. 70, Michael Brownstein – Monkey Blues
Until 29 Aug 2027

Recent past exhibitions
- Die Ausstellung präsentiert das multimediale Werk des Künstler*innenkollektivs Die Tödliche Doris. Es ist die erste umfangreiche Überblicksschau der Gruppe, die von 1980 – 1987 aktiv war. Die Tödliche Doris entstand gleichermaßen im Umfeld der Punkbewegung wie der Kunsthochschule in Westberlin. Als Künstlerkollektiv arbeitete sie konzeptuell und medienübergreifend in den Bereichen Musik, Performance, Video, Malerei, Objektkunst und Literatur. Insbesondere stellte sie immer wieder Seh- und Hörgewohnheiten in Frage. Bei ihrer Auflösung 1987 war Die Tödliche Doris international bekannt. Ausstellungen, Filmvorführungen und Konzerte führten in zahlreiche Städte innerhalb Deutschlands und nach New York, Amsterdam, Brüssel, Basel, Helsinki, Budapest, Warschau, Wien, Paris, Bordeaux und Tokio. Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Archiv der Tödlichen Doris, das sich seit 2020 in den Räumen der Galerie K Strich in Bremen befindet. Kuratiert von Radek Krolczyk und als Ko-Kuratorin Charlotte Uekermann.Description
Die Tödliche Doris
Ended 9 Aug 2026
- Die Videoarbeit Double Surface (2025) untersucht die Verbindung zwischen begehrten, leistungsstarken und muskulös designten Autos und der Optimierung des menschlichen Körpers als paradoxes Phänomen einer hochtechnologisierten Gesellschaft. Ausgangspunkt ist die Beobachtung einer hochentwickelten Ästhetik, mit der sich menschliche Körper zeitgenössischen Objekten wie Autos angleichen. Perfekt modellierte Oberflächen aus Haut und Metall erscheinen dabei so vollendet, als wären sie unserer alltäglichen Realität entrückt. Der Film entwickelt für diese Verschmelzung eine eigene Bildsprache und löst sich von gängigen Stereotypen perfektionierter Körper vor oder auf Autos. Neben dem Zusammenspiel von Statussymbol und Besitz kommen die Protagonist*innen auch selbst zu Wort und sprechen über Ästhetik sowie Körper- und Lebensgefühl. Die zweite Episode von Double Surface ist als Intervention in die bestehende Ausstellungsinstallation angelegt und vertieft das Zusammenspiel von Oberflächen, Körpern und Repräsentationssymbolen. Die Szenerien zeigen Menschen mit kräftigen Körpern bis hin zu Bodybuildern, teilweise neben hochmotorisierten Fahrzeugen und muskulösen Tieren. Erstmals arbeitet Julika Rudelius in einem ihrer Videos mit Musik, komponiert von Gary Shepherd, und eröffnet damit einen nonverbalen Erzählraum. Die Episode versteht sich als Nachdenken über männliche Körperformen, Ästhetiken und Stilisierungen. In der Wechselwirkung von Bild und Musik bleibt das Urteil bewusst offen und fragil. Sprache, Komposition und Stilisierung, zentrale Bestandteile von Rudelius’ Arbeiten, werden hier durch Musik aufgegriffen und erweitert.Description
Julika Rudelius. The Emperor’s New Mall
Ended 10 May 2026
- Mit Mirrorball präsentiert die Weserburg Museum für moderne Kunst die erste museale Einzelausstellung von Anys Reimann (*1965, Düsseldorf). Die Künstlerin erforscht in ihren Werken das Spannungsfeld von Identität und Körper, von kultureller Zugehörigkeit und Repräsentation. Bekannt ist sie vor allem für Bildnisse Schwarzer Frauen: selbstbewusst, vielschichtig und herausfordernd zugleich. Westlich-kolonial geprägten Perspektiven setzt Reimann eigensinnige Bildwelten entgegen. Ihre Werke feiern das Hybride und Vieldeutige. Dabei verbindet sie klug Fragmente aus Kunstgeschichte, Film, Musik, Mode und Literatur zu einer vibrierenden, zeitgenössischen Mythologie. Ikonen und Außenseiterinnen, queere Bildsprachen und eine widerständige Schwarze Popkultur sind allgegenwärtig. Die Ausstellung in Bremen gibt einen umfassenden Einblick in Reimanns jüngstes Schaffen: Großformatige Collage-Gemälde, rätselhafte Skulpturen aus Leder, Spiegelobjekte oder Körperabformungen mit geballten Fäusten. Viele Werke sind multisensorisch angelegt. Neben dem Visuellen spielen Geruch und Haptik eine wesentliche Rolle. So ist unter anderem eine Duftskulptur Teil der Ausstellung. Gerüche wie Patchouli, Weihrauch, Holz oder Kräuter spielen für die Künstlerin eine wichtige Rolle. Sie sind eng mit Erinnerungen verknüpft, die Reimann in ihren Werken aktiviert und so Persönliches mit Allgemeinem zusammenbringt. Für Mirrorball entstehen mehrere neue Werke unter anderem ein schwarzer Garten im Museum – eine begehbare Installation in Gestalt eines Archipels mit ausnahmslos schwarzblühenden Pflanzen, ein sinnliches, beinahe unwirkliches Biotop, speziell für diesen Ort olfaktorisch angereichert.Description
Anys Reimann. Mirrorball
Ended 3 May 2026
Queer Schreiben – Gegen die Norm!
Ended 29 Mar 2026
- Kälte, das meint niedrige Außentemperaturen ebenso wie Emotionslosigkeit, mangelnde Empathie und fehlende Solidarität. In diesem Kontext kann Kälte zum künstlerischen Mittel werden, um gesellschaftliche Zustände darzustellen und zu kritisieren. Doch wie steht es heute mit der Idee, einen gesellschaftlichen Ist-Zustand der Kälte künstlerisch zu fokussieren? Welche Bilder finden internationale Künstler*innen angesichts sich übereinanderlegender globaler Krisen, mit denen wir uns konfrontiert sehen? Angesichts von Diskriminierung und Destruktion, Lüge und Hass und damit Prozessen von Entsolidarisierung, die sich entlang gewaltvoller Machthierarchien manifestieren und unser Miteinander bestimmen? Die künstlerischen Werke in Cold as Ice. Kälte in Kunst und Gesellschaft nehmen die existenzielle Dimension von Kälte in den Blick. Wärme ist ein menschliches Grundbedürfnis, Voraussetzung für Wohlbefinden und Gesundheit. Ihre Abwesenheit hat gravierende Folgen: Fehlender sozialer Zusammenhalt, zunehmende Entfremdung, Gleichgültigkeit, Einsamkeit, Gewalt. Die Ausstellung präsentiert künstlerische Bilder eines sich immer weiter abkühlenden gesellschaftlichen Klimas, führt Arbeiten zusammen, die (politisch) frostige Zeiten thematisieren, aber auch Widerstand und das Gegenbild von Veränderung und Solidarität beschwören. Zu sehen sind auf 1.000 qm raumgreifende Installationen, Videoarbeiten, Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Audioarbeiten und Gemälde bis hin zu Performances und partizipativen Formaten. Renommierte Künstler*innen aus einem internationalen Kontext, die zum Großteil erstmalig in Bremen zu sehen sind, stehen neben noch zu entdeckenden Positionen. Es entstehen überdies mehrere Neuproduktionen.Description
Cold aus Ice. Kälte in Kunst und Gesellschaft
Ended 15 Mar 2026
- Gesprächskonzert mit Claudia Janet Birkholz (Klavier), Gast: Matti Wiemers, stellvertretender Leiter des Bremer Olbers-PlanetariumsDescription
Let’s Talk Music: Zeit erleben – Klang verstehen. Wie Musik Zeit hörbar macht
Ended 26 Feb 2026