Expositions d'art

by Art Now Database

Karlsruhe

Zentrum für Kunst und Medientechnologie – ZKM

À voir actuellement

  • Im Projekt MARS! – Mobilizing Awareness for Resilient Societies! möchte das [LINK text='ZKM | Hertzlab' href='http://www.zkm.de/de/hertzlab'] die Bedeutung, die der Planet Mars heute für uns hat, hinterfragen und ihn zum Anlass nehmen, um über ganz irdische Probleme zu sprechen. Stellen wir uns vor: Wir, die Weltgemeinschaft, hätten beschlossen, die Mars-Besiedelung als gemeinschaftliches, demokratisches Projekt anzugehen. Anstatt auf einer brennenden Erde zurückzubleiben und zuzusehen, wie die Reichen in rote Gefilde aufbrechen, machen wir den Mars zu einem Projekt für uns alle. Dabei entwerfen wir sowohl praktische als auch utopische Antworten auf die Frage: „Was würden wir tun, wenn wir noch einmal von vorn anfangen könnten?“ Dafür laden wir Wissenschaftler:innen und Citizen Scientists ins ZKM ein, um gemeinsam zu gestalten und auszuprobieren, wie die Mars-Migration aussehen könnte: ein Lebensraum, der extreme Wetterbedingungen aushält; ein Recycling-System, das Ressourcen optimal nutzt; eine soziale Ordnung, die auch unter Druck funktioniert; und ein Fürsorgesystem für einen Planeten, der gar nicht um menschliche Gesellschaft gebeten hat. Im Laufe des Projekts wird klar: Alle Fähigkeiten, die wir für eine demokratische Mars-Siedlung brauchen, sind auch hier auf der Erde nötig, um mit den Folgen des Klimawandels umzugehen. Genau dadurch bekommen wir das Wissen und die Werkzeuge, um schon heute mit einer besseren Gesellschaft anzufangen. So wird aus dem „Aufbruch zum Mars“ Schritt für Schritt MARS!, und wir merken, was es braucht, um hier, direkt vor unserer Haustür, eine resiliente Gesellschaft zu schaffen.
    Description

    MARS! Mobilizing Awareness for Resilient Societies!

    Jusqu’au 27 oct. 2026

    MARS! Mobilizing Awareness for Resilient Societies! at Zentrum für Kunst und Medientechnologie – ZKM, null
  • Ort [LINK text='Lichthof 1' href='https://zkm.de/de/standorte/lichthof-1'] Kosten Museumseintritt [PARA_DATE_HINT] Im April 1969 erschienen Kunstwerke der internationalen Avantgarde an einem unerwarteten Ort: auf den Fernsehbildschirmen deutscher Wohnzimmer. Der Filmemacher Gerry Schum und die Kunsthistorikerin Ursula Wevers hatten das Fernsehen in einen Ausstellungsraum für Kunst verwandelt. Mit der Fernsehgalerie Gerry Schum und der späteren videogalerie schum gehörten sie zu den Ersten, die versuchten, Fernsehen und Video als künstlerische Medien zu etablieren. [/PARA_DATE_HINT] Die Ausstellung Der Fernseher als Galerie. Das Archiv Gerry Schum und Ursula Wevers erzählt die Geschichte dieses heute legendären Projekts und ist zugleich mit einem bedeutenden Erwerb verbunden: Das ZKM übernimmt das [LINK text='Archiv Gerry Schum und Ursula Wevers' href='https://zkm.de/de/node/71292'] und sichert damit eines der bedeutendsten Archive der Kunst des 20. Jahrhunderts für künftige Generationen. Der Erwerb wurde durch die Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Stadt Karlsruhe und des Landes Baden-Württemberg ermöglicht. Gegen Ende der 1960er Jahre wurde das Kunstwerk als Objekt zunehmend in Frage gestellt. Doch Prozesse, Aktionen und ortsspezifische Werke widersetzten sich den gewohnten Formen des Sammelns und Ausstellens. Die Antwort von Gerry Schum und Ursula Wevers auf diese Situation war ebenso einfach wie radikal: Diese Kunst brauchte ein neues Medium. [PARA_DATE_HINT] Am 15. April 1969 ging die Fernsehgalerie Gerry Schum erstmals auf Sendung: Die ARD strahlte mit LAND ART die erste Fernsehausstellung aus. Am 30. November 1970 folgte mit IDENTIFICATIONS eine zweite Fernsehausstellung im Südwestfunk. Alle Filme waren für das Fernsehen konzipiert worden und existierten praktisch nur im Augenblick der Sendung. Die Produktionen, die heute zum internationalen Kanon der Videokunst, Land Art und Konzeptkunst zählen, entstanden in Zusammenarbeit mit 30 Künstlern, darunter Joseph Beuys, Daniel Buren, Jan Dibbets, Richard Long, Mario Merz, Richard Serra und Lawrence Weiner. Hinzu kamen die Fernsehinterventionen von Keith Arnatt und Jan Dibbets, die unangekündigt in das laufende Programm eingriffen. [/PARA_DATE_HINT] "Eine unserer Ideen ist die Kommunikation von Kunst anstelle des Besitzes von Kunstobjekten", erklärte Gerry Schum. Tatsächlich zielte das Projekt nicht nur auf ein neues Medium, sondern auf eine andere Öffentlichkeit für Kunst und eine neue Ökonomie. Die Fernsehgalerie war ein Gegenentwurf zur Exklusivität von Museum, Galerie und Kunstmarkt. Die strukturellen Grenzen dieser Kritik an der Kunst als Ware zeigten sich jedoch bald. Als die Fernsehsender sich weigerten, die Zusammenarbeit fortzusetzen, musste sich das Projekt an genau jene Strukturen des Kunstmarktes anpassen, denen es ursprünglich entkommen wollte. 1971 gründeten Schum und Wevers in Düsseldorf die videogalerie schum und schufen damit ein neues, wegweisendes Modell – die erste Galerie in Europa, die sich ausschließlich der Produktion und dem Vertrieb von Videoeditionen widmete. Die Ausstellung erzählt anhand des umfangreichen Archivs eine Geschichte von Utopien, von Gelingen und Scheitern – von Gerry Schums ersten Filmen ab 1967 bis zu seinem Suizid im Jahr 1973. Dabei löst sie diese Geschichte aus der Verkürzung auf einen einzelnen Protagonisten. Von Anfang an war das Projekt von Zusammenarbeit geprägt: im Vorfeld mit Bernhard Höke und Hannah Weitemeier, dann vor allem mit Ursula Wevers, die seit Oktober 1968 die Realisierung der Fernsehgalerie Gerry Schum und der späteren videogalerie schum maßgeblich mitgestaltete. Grundlage der Ausstellung ist das Archiv, das von Ursula Wevers über 50 Jahre bewahrt wurde. Zu sehen sind nicht nur die bekannten Film- und Videoarbeiten, sondern auch originale 16-mm-Filme und Videobänder, historische Videotechnik sowie Korrespondenzen, Produktionsunterlagen, Fotografien, Drucksachen und Zertifikate. Diese Materialien geben Einblick in die konzeptuelle Arbeit hinter den Projekten, in institutionelle Konflikte und in die praktischen Bedingungen der Produktion. Die Fernsehgalerie und die videogalerie schum sind nicht nur als wegweisende Kunstprojekte von Bedeutung. Sie zeigen auch mit besonderer Klarheit eine Dynamik, die auch unsere Gegenwart prägt: Neue Medien verändern nicht nur die Gestalt der Kunst, sondern auch ihre Bedingungen – ihre Produktion, ihre Verbreitung und ihre Eigentumsverhältnisse.
    Description

    Der Fernseher als Galerie. Das Archiv Gerry Schum und Ursula Wevers

    Jusqu’au 10 janv. 2027

    Der Fernseher als Galerie. Das Archiv Gerry Schum und Ursula Wevers at Zentrum für Kunst und Medientechnologie – ZKM, null
  • Können Autos Architektur sein? Für den österreichischen Architekten, Künstler und Theoretiker Hans Hollein lautete die Antwort: ja. Unter dem Leitgedanken „Alles ist Architektur“ entwarf er 1960 die Installation Car Building, in der er klassische Baumaterialien durch Automobile ersetzt. Die Installation besteht aus fünf unterschiedlich farbigen VW-Käfern, die übereinander gestapelt und um verschiedene Achsen gedreht sind. Im Inneren sorgen Metallstützen für die Stabilität der Fahrzeuge und halten sie in ihren ungewöhnlichen Positionen, die scheinbar den Gesetzen der Schwerkraft widersprechen. Nach einer Skizze Holleins aus dem Jahr 1960 wurde Car Building erstmals 2011 für die Ausstellung 'Car Culture. Medien der Mobilität' im ZKM | Karlsruhe realisiert. Während der Ausstellung war die Installation bis Anfang 2012 vor dem ZKM-Kubus zu sehen. Anlässlich des 300. Stadtgeburtstags von Karlsruhe wurde sie 2015 am K-Punkt des Badischen Staatstheaters erneut aufgebaut. Nun kehrt Car Building ans ZKM zurück. Die Installation ist auf der Wiese an der Nordseite des Hallenbaus zu sehen und wird dort zunächst für ein Jahr präsentiert.
    Description

    MOBILITÄT — ARCHITEKTUR — PERSPEKTIVEN Hans Hollein. Car Building

    Jusqu’au 27 juin 2027

    MOBILITÄT — ARCHITEKTUR — PERSPEKTIVEN Hans Hollein. Car Building at Zentrum für Kunst und Medientechnologie – ZKM, Karlsruhe
  • William Forsythes »Choreographic Instructions« sind Anweisungen für Bewegungsabläufe, deren Ausführbarkeit von vergleichsweise leicht bis nahezu unmöglich reicht. Im öffentlichen Raum werden Passant:innen dazu eingeladen, sich in der Auseinandersetzung mit den Anweisungen – ganz gleich, wie ungewöhnlich oder beschwerlich diese auch sind – auf einen Akt der Selbstbefragung oder Selbstbetrachtung einzulassen. Basierend auf dem Vokabular des klassischen Balletts hat William Forsythe, einer der weltweit führenden Choreografen unserer Zeit, seit den 1970er-Jahren eine einzigartige Bewegungssprache entwickelt. Choreografie ist für Forsythe eine Form des Denkens – ein kreativer Prozess, der sich nicht auf die Ausführung einer festgelegten Anweisung beschränkt, sondern Raum, Körper und Zeit in Beziehung setzt. Seine konzeptuelle Herangehensweise an Tanz und sein tiefgehendes Interesse an den Grundprinzipien der Choreografie haben Forsythe in den letzten Jahren dazu geführt, auch jenseits der Bühne ein breites Spektrum an Projekten in den Bereichen Installation, Film und digitalen Medien umzusetzen. Seit August 2025 werden auf dem Vorplatz und im Außenbereich des ZKM abwechselnd verschiedene Textarbeiten aus der Werkserie »Choreographic Instructions« von William Forsythe präsentiert, darunter »Backwards« (2018), »Himmel & Hölle (2019)«, »Untitled Instructional Series« (2020) und seit Kurzem »Uplifting Instruction« (2026). Die appbasierte Augmented Reality (AR)-Installation, die während der Eröffnung der Biennale in Venedig im April 2026 vorgestellt wurde, zeigt vier Flugzeuge am Himmel über dem ZKM, die jeweils ein schwarzes Banner hinter sich herziehen. Gemeinsam bilden die Banner eine Handlungsanweisung. Um diese vollständig lesen zu können, muss man sich bewegen und den Flugzeugen mit dem Bildschirm des Smartphones folgen. Bis Ende Juni 2026 war im Rahmen von »Choreographic Instructions« zudem die Arbeit »Turning your eyes [Drehe deine Augen]« (2019) auf der Stele an der Nordseite des Gebäudes des ZKM zu sehen.
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    CHOREOGRAPHIE — GESELLSCHAFT — SELBSTBETRACHTUNG William Forsythe. Choreographic Instructions

    Jusqu’au 8 août 2027

    CHOREOGRAPHIE — GESELLSCHAFT — SELBSTBETRACHTUNG William Forsythe. Choreographic Instructions at Zentrum für Kunst und Medientechnologie – ZKM, Karlsruhe
  • Ab dem 29.09.2018 lädt die Ausstellung »zkm_gameplay. the next level« zum informativen, kritischen und kreativen Austausch über das Medium Computerspiel ein.
    Description

    zkm_gameplay. the next level

    Jusqu’au 18 juil. 2030

    zkm_gameplay. the next level at Zentrum für Kunst und Medientechnologie – ZKM, null

Prochainement

  • Die Geschichte der Videokunst wurde bislang in zahlreichen Publikationen und Ausstellungen behandelt. Es ist jedoch bemerkenswert, dass sich der wissenschaftliche Diskurs dabei vornehmlich auf den nordamerikanischen Kontinent und die dortige künstlerische Produktion konzentriert. Die Entwicklungen der Videokunst innerhalb Europas bilden hingegen ein verwobenes und teilweise undurchsichtiges Netz aus vielen vereinzelten, fragmentarischen und gleichzeitig bruchstückhaften Erzählungen. Nur wenige bedeutende europäische Videokunstpionier:innen haben internationale Bekanntheit erlangt. Bis heute gibt es somit keine europaweite Geschichte der Videokunst. Genau hier setzt die Ausstellung Hidden on Tape. Frühe Videokunst in Europa an. Die Ausstellung gibt anhand einer Auswahl von Arbeiten aus mehr als 26 europäischen Ländern – wobei Europa als eine geografische, kulturelle und soziopolitische Zuordnung verstanden wird –, einen Überblick über die Entwicklungen der Videokunst und ihre unterschiedlichen Ausformungen in Europa – ausgehend vom Ende der 1950er- bis in die 1990er-Jahre. Sie bringt so nicht nur bisher (auf Videotapes) "verborgene" Werke ans Licht, sondern hebt auch den Einfluss der sich ständig wandelnden kulturellen Kontexte sowie der unterschiedlichen zeitlichen Verfügbarkeit technischer Ausrüstung und die Bedeutung grenzübergreifender Netzwerke auf die künstlerische Produktion hervor. Die Videokunst in Europa ist von Pluralität und Heterogenität durchzogen. Und doch lohnt eine transnationale Perspektive, v.a. in Zeiten, in denen nationalistische Strömungen an Auftrieb gewinnen, um trotz aller Unterschiede Gemeinsamkeiten sichtbar zu machen und neue Erzählungen fernab des Bekannten zu finden.
    Description

    VIDEO — PIONIERE — EUROPA Hidden on Tape. Frühe Videokunst in Europa

    28 nov. 2026 – 30 mai 2027

    VIDEO — PIONIERE — EUROPA Hidden on Tape. Frühe Videokunst in Europa at Zentrum für Kunst und Medientechnologie – ZKM, Karlsruhe
Expositions récentes terminées
  • Mit der Ausstellung »The Story That Never Ends. Die Sammlung des ZKM« gibt das ZKM | Karlsruhe einen umfassenden Einblick in die eigene Sammlung, die mit ca. 12.000 Werken zu den größten und bedeutendsten Medienkunstsammlungen der Welt gehört. Die Ausstellung erzählt nicht nur von den miteinander verwobenen Geschichten von Kunst und Technologie, sondern auch von den Herausforderungen, die die schnelllebigen technologischen Medien für Museen weltweit mit sich bringen. Mit etwa 100 Arbeiten zeichnet »The Story That Never Ends« diese Entwicklungslinien der apparativen Künste und ihre Öffnung zu den Kategorien Raum, Zeit und Bewegung sowie Interaktion und Partizipation nach – von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart.
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    The Story That Never Ends. Die Sammlung des ZKM

    Terminée le 20 sept. 2026

  • Ort [LINK text='Lichthof 1+2, EG' href='https://zkm.de/de/standorte/lichthof-12-eg'] Kosten Museumseintritt Mit der Ausstellung »The Story That Never Ends. Die Sammlung des ZKM« gibt das ZKM | Karlsruhe einen umfassenden Einblick in die eigene Sammlung, die mit ca. 12.000 Werken zu den größten und bedeutendsten Medienkunstsammlungen der Welt gehört. Die Ausstellung erzählt nicht nur von den miteinander verwobenen Geschichten von Kunst und Technologie, sondern auch von den Herausforderungen, die die schnelllebigen technologischen Medien für Museen weltweit mit sich bringen. Die Geschichte der Medienkunst von den 1950er-Jahren bis heute Elektrifizierung und Digitalisierung haben die Welt verändert. Dieser Wandel erfasste nicht nur unseren Alltag, sondern wirkte sich auch auf das künstlerische Schaffen aus. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts nutzen Künstler:innen diese sich rasant weiterentwickelnden Technologien und erweitern so kontinuierlich die Ausdrucksmöglichkeiten der Kunst: Das Spektrum reicht von Video-, Licht- und Klangkunstwerken, über motorbetriebene kinetische Objekte, bis hin zu computerbasierten interaktiven Installationen oder Werken, die mithilfe von künstlicher Intelligenz erzeugt wurden. Mit etwa 100 Arbeiten zeichnet »The Story That Never Ends« diese Entwicklungslinien der apparativen Künste und ihre Öffnung zu den Kategorien Raum, Zeit und Bewegung sowie Interaktion und Partizipation nach – von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart. Eine Auswahl bedeutender Schlüsselwerke, die wichtige Momente und Meilensteine der Medienkunst repräsentieren, stellen die Vielfalt und den Einfluss dieser technologischen Entwicklungen dar. Marie-Jo Lafontaines monumentale Videoskulptur »Les larmes d’acier« (1987), mit der sie auf ironische Weise die komplexen Begriffskonstellationen „Mann, Maschine, Macht und Sexualität“ paradigmatisch dekonstruiert sowie Bill Violas Video-Klanginstallation »Stations« (1994), die zentrale Aspekte seines künstlerischen Schaffens wie grundlegende Themen menschlichen Daseins vereint oder Jeffrey Shaws »Virtual Sculpture« (1981), die für frühe Experimente der Augmented Reality steht, bilden hier eine kleine Auswahl an Beispielen. Gleichzeitig macht die Ausstellung auch den sozial- und gesellschaftspolitischen Rahmen, in dem die Werke entstanden sind nachvollziehbar, um Rückschlüsse und Bezüge zu den drängenden Fragen unserer heutigen Zeit zu ermöglichen: Feministische Arbeiten früher (Medienkunst-)Pionierinnen, wie beispielsweise pezoldo (aka Friederike Pezold), Lynn Hershman Leeson, Kirsten Geisler oder Rebecca Horn, sind hier genauso zu nennen wie Arbeiten, die die Auswirkungen der Massenmedien wie Fernsehen (Nam June Paik, Wolf Vostell), die Verbindung zwischen Technologie und Militär, Grenzen und Überwachung oder Gewalt im digitalen Raum (Paul Garrin, Hanna Haaslahti, David Rokeby) oder natürliche Ökosysteme (Justine Emard, Claudia González Godoy) reflektieren. Immer wieder hinterfragen Künstler:innen die Möglichkeiten und Auswirkungen neuer Medien, denken und gestalten sie um, und bringen so neue soziale und kulturelle Narrative hervor, die den Diskurs über unser Verhältnis zu Technologie prägen. Wir betrachten Kunst, wie der Ausstellungstitel suggeriert, als eine Geschichte, die niemals enden wird, solange es Menschen gibt. Dass wir nicht wissen, welche Form sie in der Zukunft annehmen wird, hat sie mit der Technologie gemeinsam. Unser Wissen über die Vergangenheit und Gegenwart beeinflusst, wie wir die Zukunft gestalten und das, was noch kommen wird, wertschätzen. Die Medienkunstrestaurierung "Die Geschichte, die niemals endet" spielt nicht nur auf die künstlerische Entwicklung, sondern auch auf die Herausforderungen an, mit denen Museen konfrontiert sind, die Medienkunstwerke sammeln: Technische Geräte sind nicht für die Ewigkeit gemacht, Datenträger zerfallen, Softwarestandards sind rasch überholt und Medienformate sind nach wenigen Jahren nicht mehr lesbar. Das bedeutet, dass Werke kontinuierlich von Restaurator:innen überwacht und technisch aktualisiert werden müssen. Welche Auswirkungen hat dies auf die Kunst und unser kulturelles Gedächtnis? Welche Fähigkeiten müssen wir entwickeln, um nicht nur eine Zukunft zu haben, sondern auch eine Vergangenheit? Das ZKM verfügt über eine international anerkannte Expertise in der Konservierung und Restaurierung von Medienkunst. Da diese konservatorischen und restauratorischen Arbeiten jedoch vornehmlich im Verborgenen geschehen, geht "The Story That Never Ends" einen radikalen Schritt: Die Entscheidung, welche Schlüsselwerke aus der Sammlung in der Ausstellung gezeigt werden, wurde den Restaurator:innen des ZKM anvertraut. Sie bringen so verborgene Schätze ans Licht, die aufgrund von aufwändigen Erhaltungsmaßnahmen zum Teil seit Jahrzehnten nicht mehr öffentlich sichtbar waren. Da die Werke selbst nicht unbedingt die Komplexität ihrer Technik und die Herausforderungen ihrer Erhaltung offenbaren, bietet die Ausstellung zusätzlich eine Einführung in die Technikgeschichte und in die Konservierungsstrategien für diese Art von Werken. "The Story That Never Ends" erzählt somit anhand der einzigartigen Sammlung des ZKM nicht nur die faszinierende Geschichte der Medienkunst. Sie macht auch die Fragilität unserer elektrifizierten und digitalisierten Zivilisation deutlich. Die Ausstellung ermöglicht einen tiefgehenden Einblick in die Kunst- und Technikgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts und zeigt, wie Geschichte den Blick auf die Gegenwart schärft und anregt, mögliche Zukünfte zu imaginieren.
    Description

    The Story That Never Ends

    Terminée le 20 sept. 2026

  • Fellow Travellers. Kunst als Werkzeug, die Welt zu verändern

    Terminée le 31 mai 2026

  • Die Ausstellung "Fellow Travellers. Kunst als Werkzeug, die Welt zu verändern" fungiert als Katalysator für diese Fragen: Als Ort des Möglichen bietet sie eine Plattform für künstlerische Projekte, die beispielhaft den Nutzen der Kunst für die Gesellschaft demonstrieren. In verschiedene Kapitel gegliedert versammelt "Fellow Travellers" Projekte dieser Art, um sie in Dialog zu bringen und einen Austausch zu ermöglichen. Im Juli 2025 eröffnet im Rahmen von "Fellow Travellers" das neue Ausstellungskapitel "Assembling Grounds. Praktiken der Koexistenz". Dieses entwickelte sich in Indien und Sri Lanka auf Basis der ZKM-Reiseausstellung "Critical Zones. In Search of a Common Ground" (2022–24). Auf ihrer Reise brachte diese Ausstellung verschiedenste Orte, lokale Gemeinschaften und Ideen aus unterschiedlichen Kontexten zusammen. Künstler:innen, die durch lokale Netzwerke an dem Ausstellungsprojekt mitwirkten, wurden nun eingeladen, im Rahmen von "Assembling Grounds" auf die Fragestellungen von "Fellow Travellers" einzugehen. Die so entstandenen Werke, darunter zahlreiche Neuproduktionen, hinterfragen moderne Paradigmen der Wissensproduktion und des technischen Fortschritts. Sie stellen ihnen Mikrogeschichten des kulturellen Widerstands entgegen, wobei sie sich auf traditionelle Kulturtechniken aus verschiedenen Orten des indischen Subkontinents beziehen. Kunstpraxis wird so zu einem Medium der Wiederherstellung und der Erhaltung von Wissen, das aufgrund von ökologischen, urbanen und politisch-ökonomischen Entwicklungen verloren geht oder vom Verlust bedroht ist. Gerade diese Wissensbestände, die im institutionellen Kontext häufig ausgeblendet werden, enthalten zahlreiche wertvolle Erkenntnisse darüber, wie menschliche und nicht-menschliche Akteure, Kultur und Natur nachhaltig miteinander verwoben sein können. Viele der eingeladenen Künstler:innen widmen sich dem Format des Archives und der Assemblage: So versammeln Parag Tandel und Kadambari Koli-Tandel in ihren Werken lokale Geschichten, Rezepte und Traditionen der Koli Fischerei-Gemeinschaften Mumbais. Nilanjan Bhattacharya und Mallika Das Sutar wiederum stellen ländliche und städtische Perspektiven aus Bengalen einander gegenüber, die sich auf den Konsum von und den Handel mit Nahrungsmitteln beziehen. Ishita Chakrabortys Klangskulptur verwebt menschliche und nicht-menschliche Stimmen, die sie auf ihren Forschungsreisen zum indischen Sundarban-Wald und dem Amazonas-Regenwald in Brasilien sammelte. Dadurch werden die problematischen Klimaveränderungen in den beiden Gebieten sowie deren Verschränkungen mit der kolonialen Geschichte thematisiert. Hema Shironi und Anuja Dasgupta fragen in ihren Arbeiten auf verschiedene Weise nach der Wahrnehmung und Repräsentation von Land und Heimat: Shironis Textilien erzählen dabei persönliche und kollektive Geschichten des postkolonialen und weiterhin vom Bürgerkrieg geprägten Sri Lanka. Dasgupta hingegen widmet sich in ihren Papierarbeiten der Vielfalt der Pflanzenwelt und des Erdreichs sowie den Geschichten des nordindischen Ladakh. Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung stellen konkrete Allianzen zwischen Kunstinstitutionen, öffentlichen Räumen und nicht-menschlichen Entitäten dar. So widmet sich Abhijit Patil der Politik rund um Saatgut und Saatgutbanken. Maksud Ali Mondal wiederum experimentiert mit der Ernährungs- und Bauweise von Termiten, Ameisen und Bienen. Stéphane Verlet-Bottéro, Oliver-Selim Boualam und Kollaborateure entwickeln das Langzeitprojekt zur Katzenwedelwiese in Karlsruhe weiter und gestalten eine Reihe von Objekten aus lokalen organischen Materialien, welche die Potenziale einer permazirkulären Ökonomie aufzeigen. Diese Arbeiten und der Forschungsansatz des Philosophen Bruno Latour (Mitinitiator von "Critical Zones") regt dazu an, uns unsere Abhängigkeiten von den nicht-menschlichen Wesen einzugestehen und diese Mitwesen in unsere Überlegungen zu sozialen Gemeinschaften und Museumspraktiken einzubeziehen. Die Ausstellung verweigert sich einer eindimensionalen Repräsentation von lokalem Wissen und lokalen Akteur:innen: Vielmehr verweben sich die ausgestellten Projekte zu neuen, vielschichtigen und mehrdeutigen Erzählungen, die einer sich verändernden Welt weit mehr entsprechen als ein einzelnes, übergreifendes Narrativ. Auf diese Weise wird ein neues, "interlokales" Denken und Handeln, das verschiedenste Orte verbindet und Freiräume für einen kontextabhängigen Dialog schafft, praktisch ausgelotet. "Assembling Grounds" möchte dazu einladen, ein neuartiges Curriculum zu entwickeln: Welche Praktiken, welche Werkzeuge, welches Wissen und welche Beziehungsentwürfe können wir uns aneignen, um Wege hin zu einer besseren Koexistenz zu finden? Um diesen Fragen nachzugehen, werden die vorgestellten Projekte über das Ausstellungsformat hinaus wirksam und aktiviert: Durch Residenzen, Gespräche und Interventionen von Akteur:innen aus verschiedenen Disziplinen befindet sich die Ausstellung in einem offenen Prozess der stetigen Veränderung.
    Description

    Assembling Grounds. Praktiken der Koexistenz

    Terminée le 31 mai 2026

  • 6 Wochen – 3 Kunstwerke – 1 Screen Was bedeutet es, wenn Maschinen Träume haben? Was geschieht mit der Poesie, wenn sie nicht mehr nur von Menschen, sondern auch von Künstlicher Intelligenz geschrieben wird? Können KI-Agenten schöpferisch sein? Diese Fragen stellt THE SCREEN anhand von drei künstlerischen Positionen, die sich mit aktuellen Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz auseinandersetzen. Mit THE SCREEN entsteht im Lichthof 8 des ZKM ein neues Format – ein Ort, der internationale Medienkunst erlebbar macht und zugleich zum Verweilen und Beisammensein einlädt. THE SCREEN präsentiert auf einer monumentalen LED-Wand über sechs Wochen hinweg Arbeiten von Refik Anadol, Sasha Stiles sowie den am ZKM beschäftigten Künstlern und Entwicklern Daniel Heiss, Bernd Lintermann und Marc Schütze. Im Zentrum steht ein 8,5 × 6 Meter großer, über zwei Stockwerke reichender Screen, auf dem im Zwei-Wochen-Takt drei künstlerische Positionen zu sehen sind, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Künstlicher Intelligenz befassen. Refik Anadol [LINK text='Machine Hallucinations – Satellite Simulations: B (2021)' href='https://zkm.de/de/refik-anadol-machine-hallucinations-satellite-simulations-b'] 13.–27. März 2026 Der türkisch-amerikanische Künstler und Designer Refik Anadol ist ein Pionier auf dem Gebiet der Datenästhetik und der maschinellen Intelligenz. Mit seinen immersiven Datenskulpturen, Installationen und Performances definiert er die Verbindung von Medienkunst, Architektur und Technologie neu und macht die allgegenwärtigen, aber unsichtbaren Daten auf spektakuläre Weise sichtbar und erlebbar. Das Werk ist eine Leihgabe der Art Collection Telekom. [PARA_DATE_HINT] Sasha Stiles [LINK text='A LIVING POEM (2025)' href='https://zkm.de/de/sasha-stiles-a-living-poem'] 28. März – 12. April 2026 [/PARA_DATE_HINT] Auch die kalmykisch-amerikanische Dichterin, Sprachkünstlerin und KI-Forscherin Sasha Stiles bahnt mit ihrer Praxis neue Wege: Sie setzt KI als Co-Autorin im Schreibprozess ein und geht mit ihrem KI-Alter Ego Technelegy der Frage nach, was es bedeutet, im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz menschlich zu sein. Das Werk wurde ursprünglich für das Museum of Modern Art konzipiert und ist von dessen Sammlung textbasierter Kunst inspiriert. [PARA_DATE_HINT] Daniel Heiss, Marc Schütze [LINK text='Agent Provokateur (2026)' href='https://zkm.de/de/daniel-heiss-marc-schuetze-agent-provokateur'] 15.–26. April 2026 [/PARA_DATE_HINT] Das eigens für THE SCREEN konzipierte Werk Agent Provokateur der ZKM-Künstler und -Entwickler Daniel Heiss und Marc Schütze bietet Besucher:innen die Möglichkeit, selbst an der Entstehung eines Medienkunstwerks mitzuwirken. In dieser neuen Arbeit für THE SCREEN stehen sogenannte KI-Agenten im Mittelpunkt: Programme, die Aufgaben autonom im Auftrag von Nutzer:innen ausführen können. Kunst erleben und bleiben THE SCREEN lädt dazu ein, im Lichthof zu verweilen und die Werke in einer besonderen Atmosphäre auf sich wirken zu lassen und ins Gespräch zu kommen. Für Drinks sorgt während der Abendöffnungen von 18:30 bis 22 Uhr eine Bar des mint Café.
    Description

    THE SCREEN. Drei Positionen zu KI und Kunst

    Terminée le 26 avr. 2026

  • Die gemeinsam mit dem M+ (Hongkong) und dem ZKM | Karlsruhe kuratierte Gruppenausstellung widmet sich Fragestellungen rund um die Auswirkungen des Kapitalismus, der Globalisierung, des Kolonialismus und der Klimakrise. Anhand der präsentierten künstlerischen Positionen, die auch dreizehn neue, für diesen Anlass kommissionierte Arbeiten umfassen, wagt sie Gedankenexperimente, die alle Lebewesen und ihre Verflechtungen mit der natürlichen und sozialen Umwelt in den Blick nehmen. Ein Versuch, das Netz des Lebens kollektiv weiter zu spinnen.
    Description

    Manifesto of Spring

    Terminée le 22 févr. 2026

  • Mit der Ausstellung »JETZT: Es war, wird und ist« würdigt das ZKM | Karlsruhe das Werk des in Stuttgart lebenden Künstlers Ulrich Bernhardt (*1942), der zu den wichtigsten Pionieren der Medienkunst in Baden-Württemberg zählt. Seit Anfang der 1970er-Jahre reflektiert Bernhardt als Video- und Installationskünstler aktuelle Technologien und den gesellschaftlichen Wandel in Verbindung zur griechischen Mythologie. Dabei interessiert ihn insbesondere die Frage, auf welche Weise einschneidende technologische Entwicklungen wie beispielsweise die Nutzung der Atomkraft und deren Folgen unser Bewusstsein beeinflussen. Im Zentrum der Ausstellung stehen mit »Der Fluß« (1978) und »Der Sarkophag« (1996) zwei Installationen des Künstlers aus der Sammlung des ZKM, die sich mit unterschiedlichen Aspekten von Zeit, Vergänglichkeit und Dauer auseinandersetzen.
    Description

    Ulrich Bernhardt. JETZT: Es war, wird und ist

    Terminée le 22 févr. 2026

  • Mit »All Memory Is Theft« präsentiert das ZKM eine umfassende Retrospektive des belgischen Medienkünstlers Johan Grimonprez (*1962), dessen Werk sich an der Grenze zwischen Theorie und Praxis, Kunst und Film bewegt und jenseits der Dualismen von Dokumentation und Fiktion, dem Selbst und dem Anderen, dem Mentalen und Physischen eine Vielzahl von Wirklichkeiten betont. Basierend auf einer Archäologie der heutigen Medienlandschaft erzählt Grimonprez‘ Werk persönliche Geschichten, die sich mit dem großen Ganzen der globalen Technokratie vermischen und so unsere kollektive Vorstellungskraft, die von allgegenwärtigen Profitinteressen der Tech-Branche beherrscht wird, infrage stellen.
    Description

    Johan Grimonprez All Memory Is Theft

    Terminée le 8 févr. 2026