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- Bad Dreams ist die erste Überblicksausstellung der britischen Künstlerin Susan Hiller (* 1940, USA – † 2019, UK) in Berlin, einer Stadt, die ihre Praxis in den frühen 2000er-Jahren mehrere Jahre lang geprägt hat. Als wegweisende Figur der Konzept- und Videokunst hat Hillers fünf Jahrzehnte umfassendes Werk nachfolgende Generationen von Künstler*innen beeinflusst. Es reicht von Film, Fotografie, großformatigen Multimedia- und Videoinstallationen über Malerei und Skulptur bis hin zu Text. Hillers Arbeit entzieht sich einer einfachen Kategorisierung und untersucht dabei die Konstruktion von Fantasie, Angst und Bedeutung. Sie legt verborgene Kräfte offen, die Wahrnehmung und Erfahrung prägen. Ausgehend von Hillers anhaltender Faszination für die (Un)Möglichkeit, bestimmte veränderte Bewusstseinszustände und Phänomene zu übersetzen, entfaltet sich Bad Dreams als eine Reihe von Erfahrungen. Die Ausstellung präsentiert hypnotische und phantasmagorische audiovisuelle Arbeiten neben Skulpturen aus gesammelten Alltagsobjekten sowie Bildern aus Internet, Film und Fernsehen. Indem sie die Mechanismen des Unbewussten und Unterbewussten nachzeichnet, offenbart Hiller zeitlose und zugleich bemerkenswert zeitgenössische Reflexionen darüber, wie persönliche und gemeinschaftliche Imaginationen innerhalb kultureller Artefakte, Massenmedien und Popkultur gebildet werden und zirkulieren. Kuratorinnen: Emma Enderby, Liberty Adrien Assistenzkurator*in: Lara ScherriebleBeschrijving
Susan Hiller: Bad Dreams
Tot 10 jan 2027

- OUSSSEAN markiert die erste große Einzelausstellung des*der südkoreanischen Künstler*in KOO JEONG A (* 1967, KR) in Deutschland. KOO lebte in den 1990er- und 2000er-Jahren in Berlin und entwickelte ein Werk, das Animation, Architektur, Augmented Reality, Film, Installation, Malerei, Skulptur, Klang und Zeichnung umfasst. Durch zurückhaltende und zugleich rätselhafte Gesten versammelt der*die Künstler*in immaterielle Elemente wie physikalische Kräfte, Licht, Duft, Klang und Temperatur zu multisensorischen Umgebungen, die die Wahrnehmung und Grenzen unseres visuellen Registers erforschen. Im Dialog mit der Architektur der KW bringt die Ausstellung zentrale Werke aus den vergangenen Jahrzehnten zusammen. KOOs Praxis greift ein breites Spektrum von Themen auf – von menschlicher Kognition über taoistische Philosophie bis hin zu Kunstgeschichte und der Wissenschaft des Qi. Natürliche Elemente wie Erde, Feuer, Metall, Wasser und Holz treten dabei häufig sowohl als Form als auch als Sujet auf. In jedem Material oder Phänomen, sei es ein Zuckerwürfel, ein Stapel Magneten oder ein Sonnenstrahl, wohnt ein Sinn für Magie und Sorgfalt inne. Kuratorinnen: Emma Enderby, Liberty Adrien Assistenzkurator*in: Lara ScherriebleBeschrijving
Koo Jeong A: Ousssean
Tot 10 jan 2027

- Working across film, photography, and sculpture, Egyptian artist Rafik Greiss (b. 1997, IE) considers time not as a linear movement from past to present but as something composed of fragments – moments that accumulate, dissolve, and may unexpectedly resurface as sensation or afterimage. Spanning digital and analog processes, his practice moves between the distant and the proximal at once, reflecting more broadly on transformation, memory, and the shifting states of images and objects. At the center of The City and the City, Greiss’s first institutional solo exhibition, is the artist's newly commissioned film of the same title. Conceived as a cinematic essay, the work follows enigmatic figures inhabiting vast desert landscapes, watching and waiting for something that seems yet to happen. Time stretches around the possibility of an event that may never occur, and seemingly empty scenery becomes charged with anticipation. The expectancy of the characters becomes a kind of labor – repeated, prolonged, and without resolution – while vigilance turns into a way of inhabiting territory. The film’s soundtrack, composed by musician 7038634357, carries the film’s atmosphere beyond the screen and into the exhibition space. Also presented is a series of black-and-white photographs by Greiss, depicting artifacts, objects, and emptied places detached from their original contexts – fragments of sites and events that cannot quite be recovered. Withholding geographical and historical markers, Greiss shifts attention from interpretation toward experience, leaving room for us to shape how the images might be understood. In his oeuvre, memory hovers at the edge of consciousness, shaped by what is seen and half-remembered, suspended between personal recollection and collective history.Beschrijving
Rafik GreissThe City and the City
Tot 10 jan 2027

Binnenkort
- The BPA// Exhibition 2026 at KW presents works by artists from the BPA// Berlin program for artists that were created during their two-year participation in the program. BPA// is an independent mentoring program that has fostered intergenerational exchange between emerging and established Berlin-based artists since 2016. Through studio visits, public events, and exhibition formats, the program creates opportunities for artistic encounters across media and generations. BPA// was founded by artists Angela Bulloch, Simon Denny, and Willem de Rooij. KW and the BPA// Berlin program for artists have been partners since 2020. Since then, the annual exhibition has marked the culmination of each joint program cycle, offering insight into the artistic development of the participating artists.Beschrijving
BPA// Exhibition 2026
5 dec 2026 – 10 jan 2027

Recente afgelopen tentoonstellingen
Kyiv Biennial: A Bird That Cannot Land
Afgelopen op 13 sep 2026
- In RATIO hinterfragt der kongolesische Künstler Jean Katambayi Mukendi (* 1974, DRK) die Dualitäten, die unsere Welt formen – das Natürliche und das Künstliche, Wachstum und Zerstörung, gewollte und ausgesonderte Materialien sowie die Beziehung von Ressourcen und Macht. Katambayis Praxis ist geprägt von seiner Ausbildung als Elektriker und seinem anhaltenden Interesse an Ingenieurwesen und Mathematik. Sein Werk untersucht zeitgenössische technologische Entwicklungen und thematisiert zugleich die sozialen, ökonomischen und ökologischen Disbalancen, die er als Konsequenzen globaler Ungleichheiten beim Abbau von Ressourcen und der Verteilung von Macht und Energie beobachtet. Für Katambayi besteht eine direkte Korrelation zwischen der Verfügbarkeit von Energie in Form von Strom – Kupfer wird in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut und exportiert, damit andere Nationen ihre Energie transportieren können, während das Land selbst mit ständigen Stromausfällen lebt – und den breiteren geopolitischen Achsen, entlang derer Macht zwischen Ländern verteilt ist. Die Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen in RATIO, der ersten Ausstellung des Künstlers in Deutschland, entstanden während einer Residency an den KW im Jahr 2025. Dabei verwendete er Materialien, die an verschiedenen Orten in Berlin gesammelt wurden, etwa im Lager der KW und auf den Recyclinghöfen der Stadt. Im Zentrum steht die große Skulptur mukendi kabongo Air hybird Wings RDC26FG, die von Maschinen aus der Luftfahrt, der Landwirtschaft und dem Militär inspiriert ist. Katambayi vereint und kombiniert Komponenten dieser Maschinen, um ihre Funktionen auf einfallsreiche Weise zu vervielfachen, und erforscht so das ökologische Potenzial von Technologie durch Prozesse des Recyclings und der Neunutzung. Zwei großformatige Gemälde rahmen die Installation. Divina ähnelt der Struktur einer Leiterplatte, die für fast alle elektronischen Geräte grundlegend ist. Der Titel ist ein Anagramm von Nvidia, einem führenden US-Technologieunternehmen für KI-Computing-Hardware. Durch die Kombination technischer Schaltpläne mit spiritueller Symbolik – insbesondere der Hand im Zentrum, die auf das Göttliche verweist – lenkt das Gemälde die Aufmerksamkeit auf den Abbau von Rohstoffen wie Kupfer und Kobalt in der DRK, welche auch für die globale Elektronikproduktion unerlässlich sind. Mit Vita reflektiert Katambayi den sozialen Bruch, der durch den Wettbewerb um natürliche Ressourcen und Lebenssysteme innerhalb einer kapitalistischen Ordnung geprägt ist, die um ihr Gleichgewicht ringt. Die Arbeit ruft tektonische, florale und tierische Illusionen hervor und deutet damit auf die der Natur innewohnende Fähigkeit zum Ausgleich – ein von unsichtbaren Achsen bestimmtes Gefüge, das die Erde lenkt. Ausgehend von geometrischen Figuren und Linien reflektieren die zwischen den Fenstern platzierten Zeichnungen des Künstlers in spekulativer Form über menschliche Erfahrungen im Verhältnis zu Ökologie, Technologie und Ökonomie – von den Auswirkungen des Klimas auf menschliche Routinen bis hin zu Kryptowährungen. Kuratorinnen: Emma Enderby & Linda FrankenBeschrijving
Jean Katambayi Mukendi - Ratio
Afgelopen op 10 mei 2026
- Partitur ist die erste internationale Ausstellung, die der dänischen Komponistin und Klangkünstlerin Else Marie Pade (* 1924, † 2016, DK) gewidmet ist – einer Wegbereiterin der Musique concrète und der elektronischen Musik in Europa. Über eine mehrere Jahrzehnte umspannende Karriere hinweg näherte sich Pade dem Klang als einem Medium elektronisch erzeugter Melodien an und erforschte Intensität, Vielheit und Dissonanz. Ihr mannigfaltiges Œuvre umfasst neben den elektronischen Arbeiten Kammer- und Orchestermusik, Musik für Kinder, Begleitmusik für TV- und Hörspiele sowie Musikdramen, die die Hörer*innen durch Märchen, Stadtlandschaften und Albträume führen. Die Ausstellung bildet einen immersiven Hörraum, der von der Struktur von Pades Partituren geprägt ist. Sie versammelt zehn wegweisende musikalische Arrangements der Künstlerin, die durch den Raum erklingen. Zusammen mit einer Auswahl ihrer Arbeiten auf Papier zeichnet die Ausstellung Pades künstlerischen Werdegang nach, beginnend in den 1950er Jahren, als sie dem französischen Komponisten Pierre Schaeffer begegnete. Als ausgebildete klassische Pianistin wandte sie sich Schaeffers Musique concrète zu, um die abstrakten klanglichen Räume zu bauen, zu denen sie sich seit ihrer Kindheit hingezogen fühlte. Als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern begann Pade, die Töne und Geräusche ihres Zuhauses und in der umliegenden Stadtlandschaft aufzunehmen und neu zusammenzusetzen. Später gründete die Künstlerin das erste Studio für elektronische Musik beim Dänischen Rundfunk (DR) in Kopenhagen, wo sie weiterhin mit dem Einsatz neuer Technologien für die musikalische Komposition experimentierte. Beim Besuch der "Internationalen Ferienkurse für Neue Musik" in Darmstadt in den 1960er Jahren wurden die Avantgarde-Komponisten Karlheinz Stockhausen, György Ligeti und Pierre Boulez zu ihren Mentoren. Mit ihnen stand Pade nun in einem stetigen kreativen Austausch. Neben ihrem Interesse an Maschinen, Physik, dem Geschichtenerzählen und später in ihrem Leben an christlicher Spiritualität wurzelte Pades musikalisches Verständnis in ihren Erfahrungen, die sie während des Zweiten Weltkriegs als Gefangene des Internierungslagers Frøslev (Dänemark) machte. Dort war sie aufgrund ihrer Beteiligung am Widerstand von Frauen gegen die deutsche Besatzung inhaftiert worden. Infolge der posttraumatischen Belastungsstörung, mit der sie seit ihrer Haft zu kämpfen hatte, verschlechterte sich Pades Gesundheitszustand, und sie zog sich 1973 offiziell aus der Musik zurück. Ihr Werk geriet in der dänischen Musikgeschichte seit den frühen 1980er Jahren largely in Vergessenheit. Erst seit den 2000er Jahren erfährt es mit zahlreichen neuen Aufnahmen, Remixen und Aufführungen erneute Aufmerksamkeit. Im Zuge der Ausstellung finden ein Live-Konzert der Cellistin Khabat Abas, im Rahmen von MaerzMusik 2026, und ein Gespräch über das Erbe von Künstlerinnen in der experimentellen elektronischen Musik statt. Kuratorin: Sofie Krogh ChristensenBeschrijving
Else Marie Pade - Partitur
Afgelopen op 10 mei 2026
- Eine frühe Fotografie von Klara Lidén (* 1979, SE), Self Portrait with the Keys to the City (2005), gilt als charakteristisch für die zwei Jahrzehnte umfassende Praxis der Künstlerin. Die im Titel genannten Keys (Schlüssel) sind Werkzeuge – Bolzenschneider, Schraubenschlüssel, eine Taschenlampe, ein Kanaldeckelheber – die von Lidén dazu eingesetzt werden, die Stadt zu “öffnen” und dabei die für öffentliche Infrastrukturen geltenden Regeln zu testen. Oft unter Einsatz des eigenen Körpers macht Lidén sichtbar, wie diese Strukturen unser Handeln vorzeichnen und wie sich Umgebungen, die von Kontrolle und Ausschluss geprägt sind, navigieren und subtil zurückerobern lassen. Kunstwerke versammelt zentrale Arbeiten von Klara Lidén aus den frühen 2000er Jahren bis heute auf drei Etagen der KW und ist die erste umfassende Überblicksschau sowie die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin in Berlin, wo die Künstlerin seit über zwanzig Jahren lebt. Als ehemalige Architekturstudentin schöpft Lidén in ihrer künstlerischen Praxis aus den öffentlichen Räumen der Städte, in denen sie gelebt hat – Berlin, New York und Stockholm – und nutzt Materialien, die diesen urbanen Umgebungen entstammen. Karton, Metall, Beton, Holz, Zäune und Straßenbanner werden zu raumbestimmenden Werken; Fundstücke wie Mülltonnen oder Bestandteile kommunaler Beleuchtung werden beinahe unverändert in den Ausstellungsraum überführt. Lidén beschreibt diese Prozesse als unbuilding – ein bewusstes Umnutzen und Transformieren von Objekten. Ihre Videoarbeiten zeugen ebenso von Lidéns Interesse an der Frage, wie sich Körper in privaten wie öffentlichen Räumen bewegen und wie diese wiederum Bewegung definieren und kontrollieren. Lidén durchquert die Stadt laufend, fallend, kletternd oder tanzend auf Straßen und Straßenschildern, in U-Bahn-Waggons und Abwasserrohren. Dabei setzt sie sich mit der Ästhetik und Funktionalität sozialer Ordnung auseinander und wirft grundlegende Fragen nach Eigentum, Zugang, Nutzung und Teilhabe auf. Kuratorin: Emma Enderby Assistenzkurator*in: Lara ScherriebleBeschrijving
Klara Lidén: Kunstwerke
Afgelopen op 10 mei 2026