Expo beeldende kunst

by Art Now Database

Münster

Westfälischer Kunstverein

Nu te zien

  • einer Künstlerinnen-Biografie widerspricht. Gegen diese Konvention argumentiert Berger, dass die ausschließlich rückschauende Betrachtung des Gesamtwerkes einer Künstlerin am Ende deren Handlungsfähigkeit für zwischenzeitliche Bedeutungsproduktion (Nachträglichkeit) ausschließt. Diese Interpretation einer archivarischen Geste blickt zugleich zurück und nach vorn. Berger lässt den üblicherweise temporären Platzhalter „Arbeitstitel“ als eponymes Echo ihrer Philosophie stehen: Ein Lebenswerk ist ein nichtlinearer Prozess. So wird die Ausstellung zu einem Ort, an dem das Präfix re- als deiktische Methode fungiert, die sowohl fertigen als auch liegengelassenen Arbeiten neue, oder überarbeitete Lesarten der bereits existierenden eröffnet. Ein kritisches Hinwenden, bei dem Berger versucht, Werke mit einem reflexiven, kritischen Blick zu re-membern (wieder-erinnern), re-visit (erneut befragen) und re-assemble (neu zusammenfügen), sodass Re-Kontextualisierung zur formalen Methode wird, die den kuratorischen Gestus der Ausstellung bestimmt.
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    Sanna Helena Berger, Œuvre (working title)

    Tot 17 jan 2027

    Sanna Helena Berger, Œuvre (working title) at Westfälischer Kunstverein, Münster
  • Eda Aslan befasst sich mit Prozessen, welche museale Bestände und die Museumsinfrastruktur betreffen. Ausrangierte Materialien von vergangenen Ausstellungen dienen der Neuanfertigung von funktionalen Bauteilen wie einer Garderobe, Türkeilen oder Wertmarken für Schließfächer. Damit rückt Eda Aslan das physische und zirkuläre Recycling des
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    RADAR: Eda Aslan, It was their dust that we breathed in

    Tot 17 jan 2027

    RADAR: Eda Aslan, It was their dust that we breathed in at Westfälischer Kunstverein, Münster
Recente afgelopen tentoonstellingen
  • Die Ausbreitung von Licht wird meist mit dem Bild eines Strahls assoziiert; einem geradlinigen Verlauf, der sich nur in Wechselwirkung mit Materie verändert. Um diesen zu brechen oder zu bündeln, können diverse optische Werkzeuge eingesetzt werden. So werden in Beamern vor allem Konvexlinsen (Sammellinsen) verbaut, um die Projektion eines digital eingespielten Bildes auf eine Fläche zu ermöglichen. Ausgehend von einer langjährigen Auseinandersetzung mit der technischen Konstruktion und ihren Möglichkeiten, befasst sich Swinda Oelke in ihrer künstlerischen Arbeit eingehend mit Verfahren der Lichtbildprojektion. In ihren Videoskulpturen treten nicht nur die Beamer in den Fokus, sondern auch die Infrastruktur des Ausstellungsortes selbst. Dabei legt sie die komplexe Funktionsweise der Projektoren offen, während die physischen Eigenschaften der Umgebung durch die Videoprojektionen abgetastet werden. In ihrem RADAR-Projekt Ray Optics bezieht sich Swinda Oelke auf das physikalische Teilgebiet der Strahlenoptik (geometrischen Optik), das nicht nur dem Aufbau von Lichtbildprojektoren, sondern auch der Methode des Laserscannings zugrunde liegt. In einer ortsspezifischen Installation nimmt Ray Optics nun die Vermessung und Strukturierung geschlossener wie öffentlicher Räume in den Blick.
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    RADAR: Swinda Oelke, Ray Optics

    Afgelopen op 20 sep 2026

  • Ein Sprung – und die Leere. Ein Augur stellt sich die Zukunft vor und findet Inspiration in den unvorhersehbaren Gesten des Fliegens. In Steffani Jemisons raumgreifender Ausstellung verbinden sich Zustände des Aushaltens und Entkommens zu einer dichten Installation aus Klang, Skulptur, Zeichnung und Video. Die Idee, sich unter Bedingungen der Einschränkung zu bewegen, prägt die Praxis der Künstlerin Steffani Jemison maßgeblich. "Fugitivity" (Dt.: Flüchtigkeit/Entzug) [1] ist ein wiederkehrendes Anliegen in ihrer visuellen und textuellen Arbeit, in der Flucht nicht als physisches Entkommen erscheint, sondern als ein sich verändernder Zustand von Sprache, Körper und Denken. "[W]as es bedeutet zu fliehen und was es bedeutet zu bleiben, ist untrennbar damit verbunden, was es bedeutet zu kämpfen." [2] Ausgangspunkt für ihre Einzelausstellung in Münster ist die "Sprache der Vögel" (Engl. language of the birds) – ein Konzept, das sich in spirituellen, mystischen und literarischen Traditionen wiederfindet und eine göttliche und vollkommene Sprache beschreibt, die nur Eingeweihten zugänglich ist. Was als symbolische Figur beginnt, entfaltet sich nach und nach als Methode – eine Art des Lauschens auf Bedeutungen und Gesten, die flüchtig bleiben.
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    Steffani Jemison, Augur

    Afgelopen op 20 sep 2026

  • Julia Heyward performt This Is My Blue Period, 1977, Artists Space, New York, Courtesy Artists Space Archive, Fales Library and Special Collections an der New York University ← → Julia Heyward Voices of Many Voices 7. März 2026–31. Mai 2026 "In ihrer Kehle wohnt der Teufel neben Engeln"[1] heißt es 1975 in einer Rezension über eine Performance der Künstlerin und Musikerin Julia Heyward. Mit ihren Monologen und vokalen Experimenten führte sie ihr Publikum offensichtlich durch extreme Gefühlslagen: Die eigenwillige Orchestrierung von Musik, Bild und Sprache bewegte sich – in ihrer Gleichzeitigkeit von Gegensätzen – irgendwo zwischen einem subliminalen Abstieg unter die Schwelle des Bewusstseins, psychosexuellen Verdrehungen und der humoristischen Mystifizierung des Selbst. Trotz der radikalen Subjektivität ihrer Stimme und ihres tiefgreifenden Einflusses auf die New Yorker Underground-Kunstszene ab den 1970er Jahren erhielt Julia Heywards mehr als fünf Jahrzehnte umfassendes Werk nur wenig institutionelle Anerkennung. Voices of Many Voices [2] nimmt sich nun der Aufgabe an, zumindest einen Aspekt ihres pionierhaften Schaffens zu beleuchten: die Manipulation von Sprache und die Modulation der Stimme. Gemeinsam mit Miracles in Reverse im Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft (31.1.–19.4.2026), kuratiert von Nele Kaczmarek, markieren diese Ausstellungen die ersten institutionellen Einzelpräsentationen außerhalb der Vereinigten Staaten.
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    Eröffnung: Voices of Many Voices von Julia Heyward

    Afgelopen op 31 mei 2026

  • Tornike Gognadze (geb. 1999 in Tiflis, Georgien, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main, DE) studiert seit 2021 an der Städelschule in Frankfurt am Main, wo er seine skulpturale Sprache weiterentwickelt, die in persönlichen Erfahrungen und kritischer Reflexion verwurzelt ist. Von 2018 bis 2020 studierte Gognadze an der Schule für Bildende Kunst, Architektur und Design (VA(A)DS) der Freien Universität Tiflis. In den letzten Jahren hatte er mehrere Einzelausstellungen, darunter Forever Spin, SCHLEUSE, Opelvillen Rüsselsheim, 2024, DE und The Dream, fffriedrich, Frankfurt am Main, 2023, DE. Darüber hinaus realisierte er zusammen mit der Künstlerin Mari Kalabegashvili die Duo-Ausstellung Last song, Gallery 4710, Tiflis, Georgien. Seine Arbeiten wurden auch in Gruppenausstellungen in Georgien, Deutschland und Großbritannien gezeigt, darunter Präsentationen auf der Tiflis Art Fair, dem HETEROTOPIA International London Art Festival und der Tiflis Online Biennale. Er ist permanent im Skulpturenpark der Ria Keburia Foundation in Kachreti, GE, vertreten. Gognadze ist Gründer von Communion, einer von Künstler:innen geführten Community und 12-stündigen Performance-Reihe, die 2022 in Frankfurt am Main ins Leben gerufen wurde und in deren Rahmen er zwei Bücher veröffentlicht hat. Im Jahr 2025 war er Mitbegründer des Kunstverein Communion e.V.
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    RADAR: Tornike Gognadze, Merry-Go-Round

    Afgelopen op 31 mei 2026

  • Westfälischer Kunstverein

    Afgelopen op 31 mei 2026